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Handelsbilanz

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Dieser Artikel behandelt die Handelsbilanz im Rahmen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Im betrieblichen Rechnungswesen benutzt man Handelsbilanz als Synonym für Bilanz (zur Abgrenzung von der Steuerbilanz). Ein Konzernabschluss ist ein Jahresabschluss oder Zwischenabschluss eines Konzerns. Indem er die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Konzerns darstellt, soll er sowohl den Angehörigen des Konzerns als auch externen Adressaten zur Information und zur Entscheidungsfindung dienen.

3.2. Personalkosten

Bei der Erstkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode wird im ersten Schritt eine Bewertung des Nettovermögens des Tochterunternehmens zum Zeitwert durchgeführt. Neben der Ermittlung neuer Werte für bereits bilanzierte Vermögensgegenstände und Schulden, werden dabei auch bislang nicht bilanzierte Vermögensgegenstände, zum Beispiel bestimmte vom Tochterunternehmen selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, angesetzt.

Im österreichischen Bilanzrecht darf der angesetzte Zeitwert des Nettovermögens die Anschaffungskosten der Anteile am Tochterunternehmen nicht überschreiten.

Die Zeitwerte werden meistens von internen oder externen Bewertungssachverständigen ermittelt. Das Eigenkapital wiederum wird in einen Teil, der auf die Konzernunternehmen entfällt, und einen Teil, der auf Personen oder Unternehmen entfällt, die nicht zum Konsolidierungskreis gehören, so genannte Minderheiten , unterteilt. Der auf die Konzernunternehmen entfallende Teil des Eigenkapitals wird im Folgenden mit der Beteiligung der Konzernunternehmen an dem Tochterunternehmen verrechnet konsolidiert , so dass diese nicht im Konzernabschluss erscheinen.

Meistens haben das anteilige Eigenkapital und die Beteiligungen einen unterschiedlichen Wert. Ist der Wert der Beteiligungen höher, so wird in der Konzernbilanz in Höhe der Differenz auf der Aktivseite ein Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Ist der Wert des anteiligen Eigenkapitals höher, so entsteht ein negativer Unterschiedsbetrag.

Die Behandlung dieses Betrages wird in den Rechnungslegungssystemen unterschiedlich geregelt. Später ist er nach einem Verfahren aufzulösen, das sich nach dem Grund seines Entstehens bestimmt.

Im österreichischen Bilanzrecht kann dieser Posten auch mit Geschäfts- oder Firmenwerten aus anderen Konsolidierungsvorgängen verrechnet werden.

Die Aufteilung ist die Basis für später durchzuführende Werthaltigkeitstests englisch: In den nachfolgenden Abschlüssen wird eine Folgekonsolidierung durchgeführt. Hat sich an den Beteiligungsverhältnissen am Tochterunternehmen nichts geändert, wird die Erstkonsolidierung mit den Werten zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wiederholt. Alle nach der Erstkonsolidierung erfolgten Änderungen des Nettovermögens des Tochterunternehmens verändern somit das Konzerneigenkapital.

In diesem Zuge muss auch der den Minderheiten zugeordnete Eigenkapitalanteil angepasst werden. Die neubewerteten Vermögensgegenstände und Schulden werden ausgehend von ihrem Zeitwert bei der Erstkonsolidierung weiterentwickelt. Bei abnutzbaren Sachanlagen dient dieser zum Beispiel als Bemessungsgrundlage für die Abschreibungen. Ihre Veränderung in den Folgejahren wird zumeist erfolgswirksam gebucht und beeinflusst damit das Konzernergebnis.

Stattdessen schreiben sie einen jährlichen Werthaltigkeitstest vor. Anders als bei jener wird bei der Neubewertungsmethode im Zuge der Konsolidierung nur der Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert, der auf die konsolidierten Eigentümer entfällt.

Bei der Erstkonsolidierung nach der Full-Goodwill-Methode wird hingegen auch der Teil des Geschäfts- oder Firmenwertes aktiviert, der auf die Minderheiten entfällt. Auf der Passivseite wird das auf die Minderheiten entfallende Eigenkapital zu seinem Zeitwert gezeigt. Dies führt gegenüber der Neubewertungsmethode zunächst zu einer höheren Bilanzsumme und einem höheren Minderheitenanteil am Eigenkapital.

Eine Neubewertung des Nettovermögens unterbleibt zunächst. Im ersten Schritt wird der auf die Konzernunternehmen entfallende Teil des Eigenkapitals mit der Beteiligung der Konzernunternehmen an dem Tochterunternehmen verrechnet konsolidiert. Der Unterschiedsbetrag zwischen beiden wird zunächst auf die stillen Reserven und Lasten der Vermögensgegenstände und Schulden des Tochterunternehmens aufgeteilt, soweit sie auf das Mutterunternehmen entfallen.

Sie werden mit den Vermögensgegenständen und Schulden aktiviert bzw. Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird analog zur Neubewertungsmethode behandelt. Bei der Folgekonsolidierung wird die Erstkonsolidierung mit den Werten zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wiederholt. Ihre Veränderung wird zumeist erfolgswirksam gebucht und beeinflusst damit das Konzernergebnis.

Auch der Geschäfts- oder Firmenwert wird über seine Nutzungsdauer abgeschrieben. Sind die Vermögensgegenstände und Schulden nicht mehr aktiviert bzw. Im Fall der Beteiligung von Minderheitsgesellschaftern werden bei der Neubewertungsmethode höhere Vermögensgegenstände und ein höheres Eigenkapital durch die erfolgsneutral zu passivierende Neubewertungsreserve ausgewiesen.

Dies führt zu einer höheren Bilanzsumme, einer höheren Eigenkapitalquote und in den Folgejahren zu höheren Konzernaufwendungen, zum Beispiel durch höhere Abschreibungen. Die Schuldenkonsolidierung eliminiert die Bilanzierung innerkonzernlicher Schuldverhältnisse aus dem Summenabschluss.

In diesem stehen sich Forderungen und Verbindlichkeiten , die Konzernunternehmen gegeneinander haben, gegenüber. Nach der Einheitsfiktion soll der Konzern als ein Unternehmen dargestellt werden. Da in einem Unternehmen ein Unternehmensteil keine Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber einem anderen Unternehmensteil haben kann, werden die innerkonzernlichen Schuldverhältnisse durch die Schuldenkonsolidierung eliminiert, d.

Teil der Schuldenkonsolidierung können neben den als explizit ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten unter anderen auch sonstige Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten , Rückstellungen , Eventualverbindlichkeiten , Haftungsverhältnisse oder sonstige finanzielle Verpflichtungen sein. Haben die Forderungen und Verbindlichkeiten den gleichen Bilanzwert, so können sie ohne weiteres gegeneinander aufgerechnet werden.

Sind die Forderungen und Verbindlichkeiten nicht betragsgleich so ist zunächst zu klären, ob ein Fehler in den Abschlüssen der Tochterunternehmen vorliegt unechte Aufrechnungsdifferenzen. In einigen Fällen können die Forderungen und Verbindlichkeiten in den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen aufgrund von Bilanzierungsvorschriften unterschiedlich sein echte Aufrechnungsdifferenzen.

Dies kann zum Beispiel bei langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung der Fall sein. Ferner kann ein Tochterunternehmen eine Schuld in Form einer Rückstellung bilanziert haben, während das andere Tochterunternehmen die ihr entsprechende Forderung aufgrund ihrer Unsicherheit nicht aktivieren darf.

In diesen Fällen wird die Differenz korrigiert. Im Jahr der Entstehung der Differenz erfolgt dies erfolgswirksam, wenn die Differenz durch eine erfolgswirksame Buchung entstand.

In den übrigen Fällen erfolgt die Korrektur erfolgsneutral. In den Folgejahren wird die Differenz immer erfolgsneutral gegen das Eigenkapital korrigiert. In Ausnahmefällen werden Rückstellungen oder Haftungsverpflichtungen gegenüber Konzernunternehmen, denen im Summenabschluss keine Forderung gegenüberstehen, nicht eliminiert. Dies ist der Fall, wenn diese aus Sicht des Konzerns Verpflichtungen gegenüber Dritten entsprechen, die durch eine Eliminierung nicht im Konzernabschluss gezeigt würden.

Bei der Zwischenergebniseliminierung, auch Zwischenerfolgseliminierung genannt, werden Gewinn- und Verluste aus konzerninternen Lieferungen eliminiert, die bei einem Konzernunternehmen den Erfolg verändert haben und bei einem anderen Konzernunternehmen als Teil der Anschaffungs- bzw.

Herstellungskosten von Vermögensgegenständen aktiviert wurden. Ein typischer Fall ist der innerkonzernliche Verkauf von Produkten, wobei diese zum Bilanzstichtag als Teil des Vorratsmögens des kaufenden Konzernunternehmens noch aktiviert sind.

Herstellungskosten der Vermögensgegenstände werden um den Verkaufserlös gemindert bzw. Ferner werden die Umsatzerlöse des anderen Konzernunternehmens korrigiert. Bei der Zwischenergebniseliminierung werden sowohl Zwischengewinne als auch Zwischenverluste eliminiert. In den meisten Rechnungslegungssystemen braucht die Zwischenergebniseliminierung nicht vorgenommen werden, wenn die zu eliminierenden Zwischenergebnisse von untergeordneter Bedeutung sind. Die Höhe des bei der Zwischenergebniseliminierung zu eliminierenden Erfolgs ist von der Bewertung der aktivierten Vermögensgegenstände des empfangenden Konzernunternehmens abhängig.

Zur Erfüllung der Einheitsfiktion ist es erforderlich, sie mit Konzernanschaffungs- bzw. Die Differenz zwischen diesen und dem Wert der Vermögensgegenstände im Einzelabschluss des Konzernunternehmens ist der zu eliminierende Erfolg.

Herstellungskosten, die anzusetzen wären, wenn der Konzern ein einheitliches Unternehmen wäre. Das deutsche und österreichische Bilanzrecht eröffnet dem Bilanzierenden bei der Bemessung der Höhe der Anschaffungs- bzw. Aufgrund des Gebotes der Bewertungsstetigkeit Materielle Bilanzkontinuität muss er dieses jedoch in den Folgejahren in der Regel gleich ausüben. Damit gibt es dort auch keine Wahlrechte für die Bemessung des Zwischenerfolgs. Die Eliminierung des Zwischenerfolgs erfolgt sowohl in der Periode, in der er in den Einzelabschlüssen realisiert wurde, als auch in den Folgeperioden, in denen der Gewinn aus Konzernsicht noch nicht realisiert wurde.

Während in der ersten Periode der Erfolg des Summenabschlusses korrigiert wird, erfolgt in den Folgeperioden eine Verrechnung mit dem Eigenkapital. Die Feststellung der konzernintern bezogenen Vermögensgegenstände erfolgt bei homogenen Beständen oft auf gesonderten Konten. Die Ermittlung des Zwischenerfolges bei Massengütern erfolgt durch pauschalierte Verfahrensweisen, wie die Ermittlung einer durchschnittlichen Erfolgsspanne. Um die von der Zwischeneliminierung betroffenen konzerninternen Lieferungen so zu zeigen, als sei der Konzern ein Unternehmen, ist es oft erforderlich die Zwischenergebniseliminierung durch die Eliminierung der entsprechenden Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung zu ergänzen.

Nach der Einheitsfiktion ist die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung bzw. Gesamtergebnisrechnung so darzustellen, als sei der Konzern ein einheitliches Unternehmen. Dazu sind mehrere Arten von Eliminierungen und Umgliederungen durchzuführen, die im Wesentlichen unter der Aufwands- und Ertragskonsolidierung zusammengefasst werden. Bei der Vollkonsolidierung werden Aufwand und Ertrag in voller Höhe eliminiert, unabhängig von der Beteiligung von Minderheiten.

Alle Rechnungslegungssysteme erlauben es jedoch, die Eliminierung von Aufwendungen und Erträgen nicht vorzunehmen, wenn diese für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind. Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden beispielsweise folgende Eliminierungen vorgenommen:. Die Quotenkonsolidierung eines Gemeinschaftsunternehmens setzt voraus, dass es von einem oder mehreren Konzernunternehmen zusammen mit einem oder mehreren Partnern, die keine Konzernunternehmen sind, gemeinschaftlich geführt wird.

Die Quotenkonsolidierung wird analog zur Vollkonsolidierung durchgeführt. Im Gegensatz zu dieser werden die Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge nur mit dem Anteil in den Konzernabschluss einbezogen, der auf die Konzernunternehmen entfällt. Folglich werden bei der Quotenkonsolidierung keine Minderheitenanteile ausgewiesen.

Ist ein Unternehmen im Bezug zu den konsolidierten Konzernunternehmen ein assoziiertes Unternehmen , so ist die Beteiligung an ihm im Konzernabschluss nach der Equitymethode zu bilanzieren. Ein Unternehmen ist für ein Konzernunternehmen ein assoziiertes Unternehmen, wenn dieses ggf. Im Gegensatz zur Konsolidierung wird die Beteiligung am assoziierten Unternehmen und nicht dessen einzelne Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss bilanziert. Die Grundidee der Equitymethode ist es, den Beteiligungsbuchwert ausgehend von den Anschaffungskosten der Beteiligung spiegelbildlich zur Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals englisch: So verändern die anteiligen Gewinne und Verluste des assoziierten Unternehmens den Beteiligungsbuchwert in dem Zeitpunkt, in dem sie durch dieses Unternehmen realisiert werden.

Gleichzeitig erhöhen oder vermindern sie das Konzernergebnis, während ihre Ergebnisauswirkung in den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen oft erst in späteren Perioden erfasst wird. Auch andere Veränderungen des Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens, wie zum Beispiel Gewinnausschüttungen, beeinflussen seinen Beteiligungsbuchwert im Konzernabschluss. Der Buchwert der Beteiligung an assoziierten Unternehmen kann im Konzernabschluss die ursprünglichen Anschaffungskosten der Beteiligung überschreiten.

Neben den Veränderungen des Eigenkapitals haben Abschreibungen auf anteilige stille Reserven und den anteiligen Geschäfts- oder Firmenwert des assoziierten Unternehmens Einfluss auf den Beteiligungsbuchwert. Der jeweilige Betrag der stillen Reserven und des Geschäfts- oder Firmenwertes, der als Bemessungsgrundlage für die Abschreibungen dient, wird zum Zeitpunkt der Anschaffung der Beteiligung ermittelt. Der Gesamtbetrag der anteiligen stillen Reserven und des anteiligen Geschäfts- oder Firmenwertes ist die Differenz zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens.

Die Abschreibungen wirken sich besonders in den ersten Perioden nach dem Anschaffungszeitpunkt aus, während der Beteiligungsbuchwert sich in späteren Perioden in der Regel dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens annähert.

Auch die anteilige Eliminierung von Zwischenerfolgen, die bei Geschäften zwischen Konzernunternehmen und assoziiertem Unternehmen im Einzelabschluss realisiert werden, beeinflusst den Beteiligungsbuchwert. Buchführung Bilanzrecht Konzern Rechnungswesen. Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel.

Diese Seite wurde zuletzt am Es entwickelt sich bereits innerhalb dieser Gemeinde, zunächst im Austausch mit Fremden, zur Form der Ware. Je mehr die Erzeugnisse der Gemeinde Warenform annehmen, d. Selbst die Bildung einer naturwüchsigen Aristokratie, wie sie bei Kelten, Germanen und im indischen Fünfstromland auf Grund des gemeinsamen Bodeneigentums erfolgt, beruht zunächst keineswegs auf Gewalt, sondern auf Freiwilligkeit und Gewohnheit.

Überall, wo das Privat- eigentum sich herausbildet, geschieht dies infolge veränderter Produktions- und Austauschverhältnisse, im Interesse der Steigerung der Produktion und der Förderung des Verkehrs - also aus ökonomischen Ursachen. Die Gewalt spielt dabei gar keine Rolle. Wir haben schon erwähnt, welche Rolle bei der Auflösung der alten Gemeinwesen, also bei der direkten oder indirekten Verallgemeinerung des Privateigentums, die Verwandlung der Arbeitsprodukte in Waren, ihre Erzeugung nicht für den eignen Verzehr, sondern für den Austausch spielt.

Ursprünglich erschien uns das Eigentum gegründet auf eigne Arbeit Die Scheidung zwischen Eigentum und Arbeit wird zur notwendigen Konsequenz eines Gesetzes, das scheinbar von ihrer Identität ausging. Dieser Verlauf, historisch ausgedrückt, ist die Entwicklungsgeschichte der Bourgeoisie.

Und wie brachte es dies fertig? Während dieses ganzen Kampfs stand die politische Gewalt auf Seite des Adels, mit Ausnahme einer Periode, wo die königliche Macht das Bürgertum gegen den Adel benutzte, um den einen Stand durch den andern im Schach zu halten; aber von dem Augenblick, wo das noch immer politisch ohnmächtige Bürgertum, vermöge seiner wachsenden ökonomischen Macht, gefährlich zu werden anfing, verbündete sich das Königtum wieder mit dem Adel und rief dadurch zuerst in England, dann in Frankreich die Revolution des Bürger- tums hervor.

Dem politischen Stand nach war der Adel alles, der Bürger nichts; der sozialen Lage nach war der Bürger jetzt die wichtigste Klasse im Staat, während dem Adel alle seine sozialen Funktionen abhanden gekommen waren und er nur noch in seinen Revenuen die Bezahlung dieser verschwundnen Funktionen einstrich.

Die Revolution des Bürgertums machte dem ein Ende. Sie hat dies Resultat ihres eignen Tun und Treibens keineswegs gewollt - im Gegenteil, es hat sich mit unwiderstehlicher Gewalt gegen ihren Willen und gegen ihre Absicht durchgesetzt; ihre eignen Produktivkräfte sind ihrer Leitung entwachsen und treiben, wie mit Naturnotwendigkeit, die ganze bürgerliche Gesellschaft dem Untergang oder der Umwälzung entgegen.

Woher hat er den Degen? Wir sind genötigt, Herrn Dührings axiomatische Methode gewissenhaft anzuwenden, und es ist nicht unsre Schuld, wenn wir uns dabei stets auf dem Gebiete der reinen Kindlichkeit bewegen. Die Gewalt aber kann kein Geld machen, sondern höchstens schon gemachtes wegnehmen, und das nützt auch nicht viel, wie wir ebenfalls zu unserm Schaden mit den französischen Milliarden erfahren haben.

Aber damit nicht genug. Nichts ist abhängiger von ökonomischen Vorbedingungen als grade Armee und Flotte. Bewaffnung, Zusammensetzung, Organisation, Taktik und Strategie hängen vor allem ab von der jedesmaligen Produktionsstufe und den Kommunikationen. Im Anfang des Industrie bleibt Industrie, ob sie auf die Erzeugung oder die Zerstörung von Gegenständen sich richtet. Und die Einführung der Feuerwaffen wirkte umwälzend nicht nur auf die Kriegführung selbst, sondern auch auf die politischen Herrschafts- und Knechtschaftsverhältnisse.

Die Feuerwaffen waren daher von Anfang an Waffen der Städte und der auf die Städte gestützten, emporkommenden Monarchie gegen den Feudaladel. Die bisher unnahbaren Steinmauern der Adelsburgen erlagen den Kanonen der Bürger, die Kugeln der bürgerlichen Handbüchsen schlugen durch die ritterlichen Panzer.

Die Ausbildung der Feuerwaffen ging sehr langsam vor sich. Das Geschütz blieb schwerfällig, die Handrohre trotz vieler Einzelerfindungen roh. Es dauerte über dreihundert Jahre, bis ein Gewehr zustande kam, das zur Bewaffnung der gesamten Infanterie taugte.

Erst anfangs des Diese unbehülfliche Masse war in Ordnung zu bewegen nur auf einem ganz ebnen Gelände, und auch da nur im langsamen Tempo fünfundsiebzig Schritt auf die Minute ; eine Änderung der Schlachtordnung während des Gefechts war unmöglich, und Sieg oder Niedertage wurden, sobald die Infanterie einmal im Feuer war, in kurzer Zeit mit Einem Schlag entschieden. Die Linie war hier machtlos und erlag den unsichtbaren und unerreichbaren Gegnern. Das Tiraillieren war wieder erfunden - eine neue Kampfweise infolge eines veränderten Soldatenmaterials.

Was die amerikanische Revolution begonnen, das vollendete die französische, auch auf militärischem Gebiet. Den geübten Werbeheeren der Koalition hatte sie ebenfalls nur schlecht geübte, aber zahlreiche Massen entgegenzustellen, das Aufgebot der ganzen Nation.

Mit diesen Massen aber galt es, Paris zu schützen, also ein bestimmtes Gebiet zu decken, und das konnte nicht ohne Sieg in offner Massenschlacht geschehn. Diese neue, auf der Verbindung von Tirailleurs und Kolonnen und auf der Einteilung der Armee in selbständige, aus allen Waffen zusammengesetzte Divisionen oder Armeekorps beruhende, von Napoleon nach ihrer taktischen wie strategischen Seite vollständig ausgebildete Kampfweise war demnach notwendig geworden vor allem durch das veränderte Soldatenmaterial der französischen Revolution.

Sie hatte aber auch noch zwei sehr wichtige technische Vorbedingungen: Ohne diesen Fortschritt aber hätte man mit dem alten Gewehr nicht tiraillieren können. Beiden Einrichtungen verdankte es seine Erfolge von Als aber am Mit dem Deutsch-Französischen Krieg ist ein Wendepunkt eingetreten von ganz andrer Bedeutung als alle frühern.

Wenn man Kanonen hat, mit denen man ein Bataillon treffen kann, soweit das Auge es unterscheidet, und Gewehre, die für einen einzelnen Mann als Zielpunkt dasselbe leisten und bei denen das Laden weniger Zeit raubt als das Zielen, so sind alle weitern Fortschritte für den Feldkrieg mehr oder weniger gleichgültig. Die Ära der Entwicklung ist nach dieser Seite hin also im wesentlichen abgeschlossen. Die Armee ist Hauptzweck des Staats, ist Selbstzweck geworden; die Völker sind nur noch dazu da, die Soldaten zu liefern und zu ernähren.

Der Militarismus beherrscht und verschlingt Europa. Aber dieser Militarismus trägt auch den Keim seines eignen Untergangs in sich. Und dieser Moment tritt ein, sobald die Masse des Volks - ländliche und städtische Arbeiter und Bauern - einen Willen hat. Auf diesem Punkt schlägt das Fürstenheer um in ein Volksheer; die Maschine versagt den Dienst, der Militarismus geht unter an der Dialektik seiner eignen Entwicklung.

Was die bürgerliche Demokratie von nicht fertigbringen konnte, eben weil sie bürgerlich war und nicht proletarisch, nämlich den arbeitenden Massen einen Willen geben, dessen Inhalt ihrer Klassenlage entspricht - das wird der Sozialismus unfehlbar erwirken. Und das bedeutet die Sprengung des Militarismus und mit ihm aller stehenden Armeen von innen heraus.

Das ist die eine Moral unsrer Geschichte der modernen Infanterie. Nur ein Jägervolk wie die Amerikaner konnte das Tiraillieren wieder erfinden - und sie waren Jäger aus rein ökonomischen Ursachen, eben wie jetzt aus rein ökonomischen Ursachen dieselben Yankees der alten Staaten sich in Bauern, Industrielle, Seefahrer und Kaufleute verwandelt haben, die nicht mehr in den Urwäldern tiraillieren, dafür aber um so besser auf dem Felde der Spekulation, wo sie es auch in der Massenverwendung weit gebracht haben.

Und wie die Fortschritte der Technik, sobald sie militärisch verwendbar und auch verwendet wurden, sofort Änderungen, ja Umwälzungen der Kampfweise fast gewaltsam erzwangen, oft noch dazu gegen den Willen der Heeresleitung, das haben wir Fall für Fall gesehn.

Gehn wir nun vom Lande aufs Wasser, so bietet sich uns allein in den letzten zwanzig Jahren eine noch ganz anders durchgreifende Umwälzung.

Das Schlachtschiff des Krimkriegs war der hölzerne Zwei- und Drei- decker von 60 bis Kanonen, der vorzugsweise noch durch Segel bewegt wurde und nur zur Aushülfe eine schwache Dampfmaschine hatte. Er führte hauptsächlich 32pfünder von etwa 50 Zentner Rohrgewicht, daneben nur wenige 68pfünder von 95 Zentner.

Gegen Ende des Kriegs traten eisengepanzerte schwimmende Batterien auf, schwerfällige, fast unbewegliche, aber dem damaligen Geschütz gegenüber unverletzliche Ungeheuer. Aber der artilleristische Fortschritt überholte bald die Panzerung; für jede Panzerstärke, die nach der Reihe angewandt wurde, fand sich ein neues, schwereres Geschütz, das sie mit Leichtigkeit durchschlug.

Das heutige Schlachtschiff ist ein riesiger gepanzerter Schraubendampfer von 8. Alle türkischen, fast alle russischen, die meisten deutschen Panzerschiffe sind in England gebaut; Panzerplatten von irgendwelcher Brauchbarkeit werden fast nur in Sheffield gemacht; von den drei Eisenwerken Europas, die allein imstande sind, die schwersten Geschütze zu liefern, kommen zwei Woolwich und Elswick auf England, das dritte Krupp auf Deutschland.

Wir dagegen haben durchaus keinen Grund, uns zu ärgern, wenn wir sehn, wie in diesem Wettkampf zwischen Panzer und Geschütz das Schlachtschiff bis zu der Spitze der Künstlichkeit ausgebildet wird, die es ebenso unerschwinglich wie kriegsunbrauchbar macht 2 , und wie dieser Kampf damit auch auf dem Gebiet des Seekriegs jene innern dialektischen Bewegungsgesetze offenbart, nach denen der Militarismus, wie jede andre geschichtliche Erscheinung, an den Konsequenzen seiner eignen Entwicklung zugrunde geht.

Indes, wozu das alles? Die Aufrichtung einer ökonomischen Herrschaft über die Dinge hat die politische, soziale und ökonomische Herrschaft des Menschen über den Menschen zur Voraussetzung gehabt. Was möchte wohl die Kraft des einzelnen, die sich höchstens mit den Kräften der Familienhülfe ausgestattet sähe, für eine umfangreichere Ackerkultur bedeutet haben und bedeuten?

In den spätern Perioden der Entwicklung ist diese Knechtung gemildert worden Auf der letztern beruht also die praktische Möglichkeit derjenigen Art des heutigen Reichtums, welcher sich in der umfangreicheren Bodenherrschaft und!

Selbstverständlich sind alle andern Gattungen des Verteilungsreichtums geschichtlich auf ähnliche Weise zu erklären, und die indirekte Abhängigkeit des Menschen vom Menschen, welche gegenwärtig den Grundzug der ökonomisch am weitesten entwickelten Zustände bildet, kann nicht aus sich selbst, sondern nur als eine etwas verwandelte Erbschaft einer frühern direkten Unterwerfung und Enteignung verstanden und erklärt werden.

Der Mann, der sich so gewaltig über den beschränkten Horizont der Universitätsprofessoren erbost, er steht auf dem Gebiet des deutschen Rechts noch heute höchstens da, wo die Professoren vor zwanzig Jahren standen.

Im ganzen Orient, wo die Gemeinde oder der Staat Grundeigentümer ist, fehlt sogar das Wort Grundherr in den Sprachen, worüber sich Herr Dühring bei den englischen Juristen Rats erholen kann, die sich in Indien ebenso umsonst mit der Frage abquälten: Im Mittelalter herrscht in ganz Europa namentlich bei der Urbarmachung von Ödland die Bauernkultur vor, wobei es für die vorliegende Frage gleichgültig ist, ob und welche Abgaben diese Bauern an irgendwelchen Feudalherrn zu zahlen hatten.

In Australien und Neuseeland sind alle Versuche der englischen Regierung, eine Bodenaristokratie künstlich herzustellen, gescheitert. Wo er im Altertum auftritt, wie in Italien, macht er nicht Wüstland urbar, sondern verwandelt das von Bauern urbar gemachte Ackerland in Viehweide, entvölkert und ruiniert ganze Länder.

Und auch das nicht ohne Gegengewicht. Womit er sich natürlich die Mühe erspart, über die Entstehung z. Es handelt sich also immer noch um die Erklärung der Herrschafts- und Knechtschaftsverhältnisse. Wie die Menschen ursprünglich aus dem Tierreich - im engern Sinne - heraustreten, so treten sie in die Geschichte ein: Es herrscht eine gewisse Gleichheit der Lebenslage und für die Familienhäupter auch eine Art Gleichheit der gesellschaftlichen Stellung - wenigstens eine Abwesenheit von Gesellschaftsklassen, die noch in den naturwüchsigen, ackerbautreibenden Gemeinwesen der spätern Kulturvölker fortdauert.

Dergleichen Beamtungen finden sich in den urwüchsigen Gemeinwesen zu jeder Zeit, so in den ältesten deutschen Markgenossenschaften und noch heute in Indien. Sie sind selbstredend mit einer gewissen Machtvollkommenheit ausgerüstet und die Anfänge der Staatsgewalt. Diese Organe, die schon als Vertreter der gemeinsamen Interessen der ganzen Gruppe, jedem einzelnen Gemeinwesen gegenüber eine besondre, unter Umständen sogar gegensätzliche Stellung haben, verselbständigen sich bald noch mehr, teils durch die, in einer Welt, wo alles naturwüchsig hergeht, fast selbstverständlich eintretende Erblichkeit der Amtsführung, teils durch ihre, mit der Vermehrung der Konflikte mit andern Gruppen wachsende Unentbehrlichkeit.

Wie diese Verselbständigung der gesellschaftlichen Funktion gegenüber der Gesellschaft mit der Zeit sich bis zur Herrschaft über die Gesellschaft steigern konnte, wie der ursprüngliche Diener, wo die Gelegenheit günstig, sich allmählich in den Herrn verwandelte, wie je nach den Umständen dieser Herr als orientalischer Despot oder Satrap, als griechischer Stammesfürst, als keltischer Clanchef usw.

Neben dieser Klassenbildung ging aber noch eine andre. Die naturwüchsige Arbeitsteilung innerhalb der ackerbauenden Familie erlaubte auf einer gewissen Stufe des Wohlstands die Einfügung einer oder mehrerer fremden Arbeitskräfte. Dies war besonders der Fall in Ländern, wo der alte Gemeinbesitz am Boden bereits zerfallen oder doch wenigstens die alte gemeinsame Bebauung der Einzelbebauung der Bodenanteile durch die entsprechenden Familien gewichen war.

Aber das eigne Gemeinwesen und der Verband, dem es angehörte, lieferte keine disponiblen, überschüssigen Arbeitskräfte. Der Krieg dagegen lieferte sie, und der Krieg war so alt wie die gleichzeitige Existenz mehrerer Gemeinschaftsgruppen nebeneinander.

Die Sklaverei war erfunden. Ohne die Grundlage des Griechentums und des Römerreichs aber auch kein modernes Europa. In diesem Sinne sind wir berechtigt zu sagen: Ohne antike Sklaverei kein moderner Sozialismus. Wir erfahren damit aber kein Wort darüber, wie diese Einrichtungen entstanden sind, warum sie bestanden und welche Rolle sie in der Geschichte gespielt haben. Nur wo sie sich auflösten, sind die Völker aus sich selbst weiter vorangeschritten, und ihr nächster ökonomischer Fortschritt bestand in der Steigerung und Fortbildung der Produktion vermittelst der Sklavenarbeit.

Die einfachste, naturwüchsigste Form dieser Arbeitsteilung war eben die Sklaverei. Bei den geschichtlichen Voraussetzungen der alten, speziell der griechischen Welt konnte der Fortschritt zu einer auf Klassengegensätzen gegründeten Gesellschaft sich nur vollziehn in der Form der Sklaverei.

Denn mit demselben Recht könnten wir sagen, die Lohnarbeit sei nur zu erklären als eine gemilderte Form der Menschenfresserei, der jetzt überall festgestellten, ursprünglichen Form der Verwendung der besiegten Feinde. Hiernach ist es klar, welche Rolle die Gewalt in der Geschichte gegenüber der ökonomischen Entwicklung spielt. Zweitens, nachdem sich die politische Gewalt gegenüber der Gesellschaft verselbständigt, aus der Dienerin in die Herrin verwandelt hat, kann sie in zweierlei Richtung wirken.

In diesem Fall besteht kein Streit zwischen beiden, die ökonomische Entwicklung wird beschleunigt. Jede Eroberung durch ein roheres Volk stört selbstredend die ökonomische Entwicklung und vernichtet zahlreiche Produktivkräfte. Wo aber - abgesehn von Eroberungsfällen - die innere Staatsgewalt eines Landes in Gegensatz tritt zu seiner ökonomischen Entwicklung, wie das bisher auf gewisser Stufe fast für jede politische Gewalt eingetreten ist, da hat der Kampf jedesmal geendigt mit dem Sturz der politischen Gewalt.

Ausnahmslos und unerbittlich hat die ökonomische Entwicklung sich Bahn gebrochen - das letzte schlagendste Beispiel davon haben wir schon erwähnt: Hinge, nach Herrn Dührings Lehre, die Wirtschaftslage und mit ihr die ökonomische Verfassung eines bestimmten Landes einfach von der politischen Gewalt ab, so ist gar nicht abzusehn, warum denn es Friedrich Wilhelm IV.

Und das angesichts des hohen moralischen und geistigen Aufschwungs, der die Folge jeder siegreichen Revolution war! Und diese matte, saft- und kraftlose Predigerdenkweise macht den Anspruch, sich der revolutionärsten Partei aufzudrängen, die die Geschichte kennt?

Ein aus reinen Vergnügungen bestehendes Spielen, ohne weitern ernsten Zweck führt bald zur Blasiertheit oder, was dasselbe ist, zum Verbrauch aller Empfindungsfähigkeit. Wirkliche Arbeit in irgendeiner Form ist also das soziale Naturgesetz gesunder Gestalten Wären die Triebe und Bedürfnisse ohne ein Gegengewicht, so würden sie kaum ein kinderhaftes Dasein, geschweige eine geschichtlich gesteigerte Lebensentwicklung mit sich bringen.

Nachdem der Grund also gelegt, kann Herr Dühring weiterbauen. In Anwendung der mathematischen Methode gibt er uns zuerst, nach Vorgang des alten Euklid, eine Reihe von Definitionen. Dies ist doppelt unrichtig. Erstens war der Reichtum der alten Stamm- und Dorfgemeinden keineswegs eine Herrschaft über Menschen. Um den Reichtum vom ökonomischen Gebiet aufs moralische hinüberzuzerren. Die Herrschaft über die Dinge ist ganz gut, aber die Herrschaft über die Menschen ist vom Übel; und da Herr Dühring sich selbst verboten hat, die Herrschaft über die Menschen aus der Herrschaft über die Dinge zu erklären, so kann er wieder einen kühnen Griff tun und sie kurzerhand erklären aus der beliebten Gewalt.

Und hiermit haben wir denn glücklich den Reichtum unter die beiden wesentlichen Gesichtspunkte der Produktion und Verteilung gebracht: Reichtum als Herrschaft über Dinge: Produktionsreichtum, gute Seite; als Herrschaft über Menschen: Auf die heutigen Verhältnisse angewandt, lautet dies: Zu solchem Unsinn führt es, wenn man über Ökonomie schreibt, ohne auch nur den Zusammenhang von Produktion und Verteilung begriffen zu haben.

Oder vielmehr, um Herrn Dühring kein Unrecht zu tun und den Widersinn seiner Definition mög- lichst in seinen eignen Worten wiederzugeben: Denn Seite 19 sagt er:. Wenn Hegel nicht längst verstorben wäre, er würde sich erhängen.

Diesen Wert, der soviel verschiedne Werte ist als er Preise hat, hätte er mit aller Theologik nicht fertiggebracht. Damit wissen wir aber noch immer nicht, was der Wert ist und noch weniger, wonach er sich bestimmt. Erstens kommt es drauf an, in welches Ding die Kraft hineingelegt wird, und zweitens, wie sie hineingelegt wird. Wir würden dann etwa wie folgt verfahren müssen, um zu einem Hemde zu kommen: Erstlich überwinden wir den Widerstand des Baumwollsamens gegen das Gesätwerden und das Wachsen, dann den der reifen Baumwolle gegen das Gepflückt-, Verpackt- und Verschicktwerden, dann den gegen das Ausgepackt-, das Gekratzt- und Gesponnenwerden, ferner den Widerstand des Garns gegen das Gewebtwerden, den des Gewebes gegen das Gebleicht- und Genähtwerden und endlich den des fertigen Hemdes gegen das Angezogenwerden.

Wozu all diese kindische Verkehrung und Verkehrtheit? Zwischen den Menschen und die Natur tritt eine hemmende Macht, und diese ist wiederum der Mensch. Der einzig und isoliert Gedachte steht der Natur frei gegenüber Höchst mannigfaltig sind die besondern Gestaltungen dieser künstlich gesteigerten Geltung der Dinge, die natürlich in einer entsprechenden Niederdrückung der Geltung der Arbeit ihr begleitendes Gegenstück hat Es ist daher eine Illusion, den Wert von vornherein als ein Äquivalent im eigentlichen Sinne des Wortes, d.

Diese wechselt mit der sozialen Verfassung, während der eigentliche ökonomische Wert nur ein der Natur gegenüber bemessener Produktionswert sein kann und sich daher nur mit den reinen Produktionshindernissen natürlicher und technischer Art ändern wird. Mit andern Worten, der heute geltende Wert ist ein Monopolpreis. Wenn nun, nach dieser Werttheorie, alle Waren einen solchen Monopolpreis haben, so sind nur zwei Fälle möglich.

Wie bestimmen sich die Preise der Lebensmittel? Geht in eine belagerte Stadt, wo die Zufuhr abgeschnitten ist, und erkundigt euch! Wie wirkt die Konkurrenz auf die Feststellung der Marktpreise? Fragt das Monopol, es wird euch Rede stehn! Übrigens ist auch bei diesen Monopolen der Mann mit dem Degen in der Hand, der hinter ihnen stehn soll, nicht zu entdecken. Die Holländer haben mit ihrer Monopolisierung des ostindischen Handels ihr Monopol und ihren Handel zugrunde gerichtet.

Sie hat sich dies Vergnügen in wenigen Jahren an die sechzig Millionen Rubel kosten lassen, und der Rubel steht jetzt unter zwei, statt über drei Mark.

Und wo ist der Degen, der auf dem Weltmarkt das Kommando führt? Weiter gibt es noch eine Hauptform, in der der Verteilungswert die Aneignung von Leistungen andrer ohne Gegenleistung vermittelt: Doch nicht ganz alles. Die letztere führt sich auf die Existenzzeit zurück, deren Selbst unterhaltung wiederum die Überwindung einer gewissen Summe von Ernährungs- und Lebensschwierigkeiten darstellt.

Das Gleichartige, wie es sich in jedem Wertausdruck und daher auch in den durch Verteilung ohne Gegenleistung angeeigneten Wertbestandteilen angezeigt und vertreten findet, besteht in dem Aufwand an Menschenkraft, die sich Was sollen wir nun hierzu sagen? Wenn alle Warenwerte gemessen werden an dem in den Waren verkörperten Aufwand von Menschenkraft - wo bleibt da der Verteilungswert, der Preisaufschlag, die Bezollung?

Wobei wir leider nicht erfahren, wie in einem unproduzierten Ding ein Kraftaufwand sich verkörpern soll. Herr Dühring sagt also, abgesehn von der Bodenrente und den paar Monopolpreisen, dasselbe, nur liederlicher und konfuser, was die verschriene Ricardo-Marxsche Werttheorie längst weit bestimmter und klarer gesagt hat? Er sagt es, und er sagt im selben Atem das Gegenteil.

Marx, von den Untersuchungen Ricardos ausgehend, sagt: Der Warenwert wird bestimmt durch die in den Waren verkörperte gesellschaftlich notwendige, allgemein menschliche Arbeit, die wieder nach ihrer Zeitdauer gemessen wird.

Vernachlässigen wir die auf purer Originalitätssucht beruhende Verwechslung der Arbeitszeit, auf die es hier allein ankommt, mit der Existenzzeit, die bisher noch nie Werte geschaffen oder gemessen hat. Der Wert einer Ware wird bestimmt durch die in ihr verkörperte Arbeitszeit, und der Wert dieser Arbeitszeit durch die zur Erhaltung des Arbeiters für diese Zeit erforderlichen Lebensmittel.

Hiermit sind wir endlich angekommen bei dem, was Herr Dühring eigentlich sagen will. Der Wert einer Ware bestimmt sich, nach vulgärökonomischer Redeweise, durch die Herstellungskosten;. Die Bestimmung des Warenwertes durch den Arbeitslohn, die bei Adam Smith noch häufig mit der Bestimmung des Werts durch die Arbeitszeit durcheinanderläuft, ist seit Ricardo aus der wissenschaftlichen Ökonomie verbannt und treibt heutzutage ihr Wesen nur noch in der Vulgärökonomie.

Soviel an dieser Vulgärökonomie, genausoviel ist an seinem Sozialismus. Beide stehn und fallen miteinander. Es ist doch klar: Der Wert, den ein Arbeiter in einem Arbeitstage von zwölf Stunden schafft, hat gar nichts gemein mit dem Wert der Lebensmittel, die er in diesem Arbeitstage und der dazu gehörenden Ruhepause verzehrt. In diesen Lebensmitteln mag eine drei-, vier-, siebenstündige Arbeitszeit verkörpert sein, je nach dem Entwicklungsgrad der Ergiebigkeit der Arbeit.

Um noch deutlicher zu sprechen: Ein Arbeiter auf dem Lande, gleichviel unter welchen gesellschaftlichen Verhältnissen, produziert eine Getreidesumme meinetwegen von zwanzig Hektoliter Weizen im Jahr. Er verbraucht während dieser Zeit eine Summe von Werten, die sich in einer Summe von fünfzehn Hektoliter Weizen ausdrückt. Dann haben die zwanzig Hektoliter Weizen denselben Wert wie die fünfzehn, und das auf demselben Markt und unter sonst sich vollständig gleichbleibenden Umständen, mit andern Worten, 20 sind gleich Und das nennt sich Ökonomie!

In der bisherigen Geschichte war dieser Fonds das Besitztum einer bevorzugten Klasse, der mit diesem Besitztum auch die politische Herrschaft und die geistige Führung zufielen. Von zwei Dingen eins. Entweder bestimmt sich der Wert der Waren durch die Unterhaltskosten der zu ihrer Herstellung nötigen Arbeit, d. Gesetzt, die Unterhaltungskosten eines Arbeiters seien in einer gegebnen Gesellschaft durch die Summe von drei Mark ausgedrückt.

Dann hat das Tagesprodukt des Arbeiters nach der obigen vulgärökonomischen Theorie den Wert von drei Mark. Nehmen wir nun an, der Kapitalist, der diesen Arbeiter beschäftigt, schlage auf dies Produkt einen Profit, eine Bezollung von einer Mark und verkaufe es für vier Mark.

Dasselbe tun die andern Kapitalisten. Alsdann aber kann der Arbeiter seinen täglichen Unterhalt nicht mehr mit drei Mark bestreiten, sondern braucht dazu ebenfalls vier Mark. Was die Kapitalisten in der Gestalt von Profit der Arbeiterklasse entziehn, müssen sie ihr in der Gestalt von Lohn wiedergeben.

Wir sind genau so weit wie am Anfang; wenn der Arbeitslohn den Wert bestimmt, ist keine Ausbeutung des Arbeiters durch den Kapitalisten möglich. Es ist aber auch die Bildung eines Überschusses von Produkten unmöglich, denn die Arbeiter verzehren nach unsrer Voraussetzung genausoviel Wert, wie sie erzeugen.

Und da die Kapitalisten keinen Wert erzeugen, ist sogar nicht einmal abzusehn, wovon sie leben wollen. Und nun möge der Leser sich von den fünf Sorten Wert, mit denen Herr Dühring uns aufwartet, selber diejenige aussuchen, die ihm am besten gefällt: Die Auswahl ist reichlich, die Konfusion vollkommen, und es bleibt uns nur noch übrig, mit Herrn Dühring auszurufen:.

In völliger Unklarheit verbleibt hierbei die Vorstellung von der Art, wie man den unterschiedlichen Wert der sogenannten qualifizierten Arbeit denken solle Allerdings kann auch nach unserer Theorie nur die verwendete Arbeitszeit die natürlichen Selbstkosten und mithin den absoluten Wert der wirtschaftlichen Dinge messen; aber hierbei wird die Arbeitszeit eines jeden von vornherein völlig gleichzuachten sein, und man wird nur zuzusehn haben, wo bei qualifiziertern Leistungen zu der individuellen Arbeitszeit des einzelnen noch diejenige andrer Personen Ob es ein Produktionswerkzeug der Hand oder die Hand, ja der Kopf selbst ist, was nicht ohne andrer Leute Arbeitszeit die besondre Eigenschaft und Leistungsfähigkeit erhalten konnte, darauf kommt für die strenge Gültigkeit der Theorie nicht das mindeste an.

Herr Marx wird aber in seinen Auslassungen über den Wert das im Hintergrund spukende Gespenst einer qualifizier- ten Arbeitszeit nicht los. Marx untersucht, wodurch der Wert der Waren bestimmt wird, und antwortet: Durch die in ihnen enthaltene menschliche Arbeit. Eine Ware mag das Produkt der kompliziertesten Arbeit sein, ihr Wert setzt sie dem Produkt einfacher Arbeit gleich und stellt daher selbst nur ein bestimmtes Quantum einfacher Arbeit dar.

Es handelt sich hier bei Marx zunächst nur um die Bestimmung des Werts von Waren, also von Gegenständen, die innerhalb einer aus Privatproduzenten bestehenden Gesellschaft, von diesen Privatproduzenten für Privatrechnung produziert und gegeneinander ausgetauscht werden.

Dieser Wert, in dieser bestimmten geschichtlichen Fassung, erweist sich als geschaffen und gemessen durch die in den einzelnen Waren verkörperte menschliche Arbeit, und diese menschliche Arbeit erweist sich weiterhin als Verausgabung einfacher Arbeitskraft. Das Produkt der Stunde zusammen- gesetzter Arbeit ist eine Ware von höherm, doppeltem oder dreifachem Wert, verglichen mit dem Produkt der Stunde einfacher Arbeit.

Diese einfache, in der heutigen kapitalistischen Gesellschaft sich täglich vor unsern Augen vollziehende Tatsache ist es, die Marx hier konstatiert. Befinden wir uns hier denn noch in der Gesellschaft der Fabrikanten? Mit den natürlichen Selbstkosten und dem absoluten Wert hat uns Herr Dühring einen Sprung machen lassen, einen wahren Salto mortale aus der gegenwärtigen schlechten Welt der Ausbeuter in seine eigne Wirtschaftskommune der Zukunft, in die reine Himmelsluft der Gleichheit und Gerechtigkeit, und wir müssen uns also diese neue Welt, wenn auch vorzeitig, hier schon ein wenig ansehn.

Und wenn Herr Dühring, nicht zufrieden damit, dies dennoch zu tun, jene Sätze für die Grundsätze ausgibt, nach denen Marx die Verteilung der Lebensmittel in der sozialistisch organisierten Gesellschaft geregelt wissen wolle, so ist das eine Schamlosigkeit der Unterschiebung, die nur in der Revolverliteratur ihresgleichen findet.

Doch besehn wir uns die Gleichwertigkeitslehre etwas näher. Alle Arbeitszeit ist vollkommen gleichwertig, die des Karrenschiebers und die des Architekten. Also hat die Arbeitszeit, und damit die Arbeit selbst, einen Wert.

Die Arbeit aber ist die Erzeugerin aller Werte. Sie allein ist es, die den vorgefundnen Naturprodukten einen Wert im ökonomischen Sinne gibt.

Der Wert selbst ist nichts andres, als der Ausdruck der in einem Ding vergegenständlichten, gesellschaftlich notwendigen menschlichen Arbeit.

Die Arbeit kann also keinen Wert haben. Ebensogut wie von einem Wert der Arbeit sprechen und ihn bestimmen wollen, ebensogut könnte man vom Wert des Werts sprechen oder das Gewicht, nicht eines schweren Körpers, sondern der Schwere selbst bestimmen wollen. Indem er über den Wert der Arbeitszeit, d.

Mit ihr fallen alle Versuche, die sich aus dem naturwüchsigen Arbeitersozialismus auf Herrn Dühring vererbt haben, die künftige Verteilung der Existenzmittel als eine Art höhern Arbeitslohns zu regulieren. Ein schöner Sozialismus, der die Karrenschieber von Profession verewigt! Was bleibt also von der ganzen Gleichwertigkeit aller und jeder Arbeit? Nichts als die pure renommistische Phrase, die keine andre ökonomische Unterlage hat, als die Unfähigkeit des Herrn Dühring, zu unterscheiden zwischen Bestimmung des Werts durch die Arbeit und Bestimmung des Werts durch den Arbeitslohn - nichts als der Ukas, das Grundgesetz der neuen Wirtschaftskommune: Der Arbeitslohn für gleiche Arbeitszeit soll gleich sein!

Da hatten die alten französischen Arbeiterkommunisten und Weitling doch weit bessere Gründe für ihre Lohngleichheit. Wie löst sich nun die ganze wichtige Frage von der höhern Löhnung der zusammengesetzten Arbeit? Der Arbeiter selbst hat keinen Mehranspruch. Das Kapital soll sich aus dem Gelde erzeugen; es soll eine historische Phase bilden, die mit dem Jahrhundert, nämlich mit den für diese Zeit vorausgesetzten Anfängen zu einem Weltmarkt, beginnt.

Offenbar geht nun bei einer solchen Begriffsfassung die Schärfe der volkswirtschaftlichen Analyse verloren. Leichtfertigkeiten, die für tiefe logische Wahrheiten ausgegeben werden Also nach Marx soll sich das Kapital im Anfang des Jahrhunderts aus dem Geld erzeugen. Es ist das, als ob man sagen wollte, das Metallgeld habe sich vor stark dreitausend Jahren aus dem Vieh erzeugt, weil früher unter anderm auch Vieh Geldfunktionen vertrat.

Nur Herr Dühring ist einer so rohen und schiefen Ausdrucksweise fähig. Historisch tritt das Kapital dem Grundeigentum überall zunächst in der Form von Geld gegenüber, als Geldvermögen, Kaufmannskapital und Wucherkapital Dieselbe Geschichte spielt täglich vor unsren Augen. Jedes neue Kapital betritt in erster Instanz die Bühne, d.

Unfähig, sie zu bestreiten, verdreht sie Herr Dühring: Das Kapital soll sich aus dem Geld erzeugen! Der einfache Warenbesitzer verkauft, um zu kaufen; er verkauft, was er nicht braucht, und kauft mit dem erhandelten Gelde das, was er braucht. Der angehende Kapitalist kauft von vornherein das, was er nicht selbst braucht; er kauft, um zu verkaufen, und zwar um teurer zu verkaufen, um den ursprünglich in das Kaufgeschäft geworfnen Geldwert zurückzuerhalten, vermehrt durch einen Zuwachs an Geld, und diesen Zuwachs nennt Marx Mehrwert.

Woher stammt dieser Mehrwert? Denn in beiden Fällen gleichen sich die Gewinne und Verluste jedes einzelnen gegenseitig aus, da jeder abwechselnd Käufer und Verkäufer ist. Er kann auch nicht aus Prellerei stammen, denn die Prellerei kann zwar den einen auf Kosten des andern bereichern, nicht aber die von beiden besessene Gesamtsumme, also auch nicht die Summe der zirkulierenden Werte überhaupt vermehren.

Wir sind also so weit wie am Anfang: Sie verbreitet helles Tageslicht über ökonomische Gebiete, wo früher Sozialisten nicht minder als bürgerliche Ökonomen in tiefster Finsternis herumtappten. Von ihr datiert, um sie gruppiert sich der wissenschaftliche Sozialismus. Diese Lösung ist folgende. Und der Geldbesitzer findet auf dem Markt eine solche spezifische Ware vor - das Arbeitsvermögen oder die Arbeitskraft. Hervorhebungen von Engels Wenn, wie wir sahen, die Arbeit als solche keinen Wert haben kann, so ist das keineswegs der Fall mit der Arbeits kraft.

Nehmen wir an, diese Lebensmittel repräsentieren, Tag für Tag, eine sechsstündige Arbeitszeit. Unser angehender Kapitalist, der zum Betrieb seines Geschäfts Arbeitskraft einkauft, d. Sobald der Arbeiter nun sechs Stunden im Dienst des angehenden Kapitalisten gearbeitet hat, hat er diesem vollen Ersatz geleistet für seine Auslage, für den gezahlten Tageswert der Arbeitskraft.

Damit aber wäre das Geld nicht in Kapital verwandelt, es hätte keinen Mehrwert erzeugt. Der Käufer der Arbeitskraft hat daher auch eine ganz andre Ansicht von der Natur des von ihm abgeschlossenen Geschäfts. Der Geldbesitzer hat den Tageswert der Arbeitskraft gezahlt, ihm gehört daher auch ihr Gebrauch während des Tages, die tagelange Arbeit.

Der Arbeiter lostet also dem Geldbesitzer nach unserer Annahme täglich das Wertprodukt von sechs Arbeitsstunden, aber er liefert ihm täglich das Wertprodukt von zwölf Arbeitsstunden. Differenz zugunsten des Geldbesitzers - sechs Stunden unbezahlte Mehrarbeit, ein unbezahltes Mehrprodukt, in dem die Arbeit von sechs Stunden verkörpert ist.

Das Kunststück ist gemacht. Mehrwert ist erzeugt, Geld ist in Kapital verwandelt. Und zwar tritt dieser freie Arbeiter uns in der Geschichte zuerst massenhaft gegenüber am Ende des fünfzehnten und Anfang des sechzehnten Jahrhunderts infolge der Auflösung der feudalen Produktionsweise.

Und was sagt Herr Dühring? So orakelhaft und loddrig dies auch wieder ausgedrückt ist, so ist doch soviel sicher: Mehrwert oder wenigstens Mehrprodukt bildet. Sie ist also geschichtlich entstanden, und Herr Dühring wiederholt uns auf Seite nur, was wir schon zehnmal gehört haben, wenn er ihre Entstehung erklärt vermittelst des altbekannten Abenteuers von den beiden Männern, von denen am Anfang der Geschichte der eine sein Produktionsmittel in Kapital verhandelt, indem er den andern vergewaltigt.

Aber nicht damit zufrieden, der sozialen Funktion, durch welche eine Wertsumme erst zu Kapital wird, einen geschichtlichen Anfang zuzuschreiben, prophezeit Herr Dühring ihr auch ein geschichtliches Ende.

Wenn zwei dasselbe tun, so ist es nicht dasselbe. Wenn Marx sagt, das Kapital ist eine historische Phase, so ist das eine wüste Konzeption, ein Bastard historischer und logischer Phantastik, bei dem das Unterscheidungsvermögen samt allem ehrlichen Begriffsgebrauch untergeht.

Wenn Herr Dühring ebenfalls das Kapital als eine historische Phase darstellt, so ist das ein Beweis von Schärfe der volkswirtschaftlichen Analyse und von letzter und strengster Wissenschaftlichkeit im Sinne der exakten Disziplinen. Aber erst wenn das Produkt dieser Mehrarbeit die Form von Mehrwert annimmt, wenn der Eigner der Produktionsmittel den freien Arbeiter - frei von sozialen Fesseln und frei von eignem Besitz - als Gegenstand der Ausbeutung sich gegenüber vorfindet und ihn ausbeutet zum Zweck der Produktion von Waren , erst dann nimmt, nach Marx, das Produktionsmittel den spezifischen Charakter des Kapitals an.

Friedrich Engels - Herrn Eugen Dühring's Umwälzung der Wissenschaft

Bilden dieselben Waren dagegen Glieder der uns bekannten Matamorphosenreihe:

Closed On:

Entsprechend den internationalen Standards wird als Warenwert der Grenzübergangswert Statistischer Wert zu Grunde gelegt. Es kehrt nur zurück durch die Erneuerung oder Wiederholung desselben Zirkulationsprozesses für neue Ware und endet hier wie dort mit demselben Resultat.

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