Eine ganz andere Welt: Amerika

Eine kleine Geschichte der Menschheit

Induskulturen und erste indische Reiche.

Die Ursprünge des Comics liegen in der Antike. So finden sich im Grab des Menna von vor Jahren Malereien, die in einer Bildfolge Ernte und Verarbeitung von Getreide darstellen. Hintergrundinformation. Eine kleine Geschichte der Menschheit Die ersten Staaten. In besonders ertragreichen Regionen führte der Ackerbau zu hohen Bevölkerungsdichten und zur Entstehung der ersten Städte (Die Folgen des Ackerbaus); und aus diesen entstanden die ersten Staaten.

Inhaltsverzeichnis

Während der er Jahre kam es kurzzeitig zu einer Rückkehr der Generalisten, die die Geschichten schrieben und zeichneten. In Japan entwickelte sich der Comic nach dem Zweiten Weltkrieg neu. Der Comic fand in Japan weite Verbreitung in allen Gesellschaftsschichten und erreichte ab den er und er Jahren auch viele weibliche Leser. Auch gab es vermehrt weibliche Zeichner, darunter die Gruppe der 24er. Der Ursprung von Comicstrips liegt in den amerikanischen Sonntagszeitungen, wo sie zunächst eine ganze Seite füllten.

Er ging hervor aus den im Laufe des Jahrhunderts in Zeitungen verbreiteten Bilderfolgen und Karikaturen sowie aus dem älteren Bilderbogen. Ab der Jahrhundertwende fanden Comicstrips auch in Zeitungen anderer englischsprachiger Länder Verbreitung, in Kontinentaleuropa erst in den er Jahren.

Eine Verbreitung wie in den USA fanden sie hier nie. Da er nur eine Leiste umfassen sollte, wurde die Länge auf drei oder vier Bilder beschränkt, die in der Regel mit einer Pointe endeten. Bis heute hat sich erhalten, dass der Comicstrip eine feststehende Länge besitzt, die über eine Längsseite gehen sollte. Häufig werden bestimmte Motive variiert und ihnen dadurch neue Perspektiven abgewonnen. Nur in absoluten Ausnahmefällen ergeben sich längerfristige Veränderungen, meist handelt es sich um die Einführung neuer Nebenfiguren.

In der Serie Gasoline Alley altern die Figuren sogar. Erscheinen die Geschichten täglich, werden sie häufig eingesetzt, um im Laufe einer Woche eine Art Handlungsbogen zu bestimmen, der in der nächsten Woche von einem neuen abgelöst wird. Aufgrund der wirtschaftlichen Zwänge beim Druck der Strips gab es während des Zweiten Weltkriegs immer stärkere Einschränkungen der formalen Möglichkeiten.

Zudem verloren die Zeitungsstrips wegen der zunehmenden Konkurrenz durch andere Medien an Beliebtheit und Bedeutung. So wurde der Comicstrip seit den er Jahren formal und inhaltlich nur noch wenig verändert. Schulz oder Bill Wattersons Calvin und Hobbes. Nach einer inhaltlichen Erweiterung hin zu gesellschaftskritischen Themen und formalen Experimenten in den er Jahren bewegten sich die nachfolgenden Künstler innerhalb der bestehenden Konventionen.

Seit Anfang des Jahrhunderts werden Zeitungsstrips auch gesammelt in Heft- oder Buchausgaben veröffentlicht. Bis erschienen bereits 70 solcher Nachdrucke. Die Seitenzahl beträgt entsprechend in der Regel 32, 48 oder Zunächst wurden die Hefte als Werbegeschenk von Firmen für ihre Kunden verbreitet, gefüllt noch mit Sammlungen von Comicstrips.

Das Magazin vereint verschiedene Beiträge unterschiedlicher Autoren und Zeichner, die es häufiger als Fortsetzungen übernimmt, und ergänzt diese unter Umständen um redaktionelle Beiträge. Zu unterscheiden sind Magazine wie das an Jugendliche gerichtete Yps , in dem importierte Reihen wie Lucky Luke und Asterix und Obelix neben deutschen Beiträgen zu finden sind und deren Aufmachung Heftcharakter besitzt, von den an Erwachsene gerichteten Sammlungen wie Schwermetall oder U-Comix.

Zu den bedeutendsten Magazinen des Frankobelgischen Comics zählen Spirou seit , Tintin — und Pilote — Im Osten Deutschlands wurden die eigenen Comiczeitschriften, zur Unterscheidung von westlichen Comics, als Bilderzeitschriften bzw.

Besonders prägte das Mosaik mit seinen lustigen unpolitischen Abenteuergeschichten die dortige Comiclandschaft. Später wurde die Comiczeitschrift mit den Abrafaxen fortgeführt. Das Mosaik erscheint noch immer als monatliches Heft mit einer Auflage von etwa Mittlerweile existieren kaum noch erfolgreiche Magazine in Deutschland und Comics werden vornehmlich in Buch- und Albenformaten veröffentlicht. Exemplaren Auflage pro Jahr.

Neben den Comic-Heften setzten sich auch das Album und das Taschenbuch durch. Comicalben erschienen in Frankreich und Belgien ab den er Jahren. In ihnen werden die in Magazinen veröffentlichten Comics gesammelt und als abgeschlossene Geschichte abgedruckt.

Ihr Umfang beträgt, bedingt durch die Verwendung fach bedruckter Bögen, in der Regel 48 oder 64 Seiten. Sie sind insbesondere in Europa verbreitet. Die mit 20 Pfennig günstigen Hefte wurden mit den Comics Hansrudi Wäschers erfolgreich verkauft und prägten den damaligen deutschen Comic. Comic-Publikationen in Buchformaten entstanden in den er Jahren und kamen mit den Veröffentlichungen des Verlags Eric Losfeld auch nach Deutschland. Die gestarteten Lustigen Taschenbücher erscheinen noch heute.

Dazu kamen in diesem Format humoristische Serien, wie etwa Hägar. In Japan etablierte sich, als Gegenstück zum europäischen Album, das Buch für zusammenfassende Veröffentlichung von Serien.

Die meisten Comics wurden und werden mit Techniken der Grafik geschaffen, insbesondere als Zeichnung mit Bleistift oder Tusche. Üblich ist auch, dass zunächst Vorzeichnungen mit Bleistift oder anderen leicht entfernbaren Stiften gezeichnet werden und danach eine Reinzeichnung mit Tusche erfolgt. Als Ergänzung dazu ist teilweise der Einsatz von Rasterfolie oder vorgefertigten, mit Bildmotiven bedruckten Folien verbreitet.

Neben der Zeichnung mit Stift und Tusche sind auch alle anderen Techniken der Grafik und Malerei sowie die Fotografie zur Produktion von Comics möglich und finden Anwendung, [33] beispielsweise in Fotoromanen. Auch mit Relief und Vollplastik wurden Comics geschaffen. Bestimmend für die Wahl der Technik war oft, dass die Bilder mit Druckverfahren vervielfältigt werden. Daher dominieren Werke mit Grafiken, die aus festen Linien bestehen. Durch die Verbreitung von Scanner und Computer zur Vervielfältigung sowie dem Internet als Verbreitungsweg sind die Möglichkeiten der Zeichner, andere Mittel und Techniken zu nutzen und zu entwickeln, deutlich gewachsen.

Jedoch war in der ersten Hälfte des Jahrhunderts über die meisten Künstler nur wenig bekannt. Angehörige von Minderheiten konnten so Vorurteilen entgehen. Frauen und gesellschaftliche Minderheiten traten erst ab den er Jahren vermehrt als Autoren und Zeichner in Erscheinung. Durch die Veröffentlichung der Comics in Zeitungen und zuvor bereits in ähnlichen Massenprintmedien waren die Künstler im Ihr Produkt war dennoch individuell und Serien wurden eingestellt, wenn der Künstler sie nicht selbst fortsetzte.

Mit Beginn des Jahrhunderts kam es häufiger zu Kooperationen von Zeichnern und Autoren, die gemeinsam im Auftrag eines Verlags an einer Serie arbeiteten. Zunehmend wurden Serien auch mit anderen Künstlern fortgesetzt. Dennoch gibt es auch in diesem Umfeld Künstler, die mit ihrem Stil auffallen und prägen. Im Gegensatz dazu entwickelten sich auch Comic-Studios, die selbstständiger von Verlagen sind. Teilweise werden diese von einem einzelnen Künstler dominiert oder bestehen schlicht zur Unterstützung des Schaffens eines Künstlers.

In Anlehnung an den von den Regisseuren der Nouvelle Vague geprägten Begriff des Autorenfilms entstand auch der Begriff des Autorencomic , der im Gegensatz zu den arbeitsteilig entstehenden konventionellen Mainstream -Comics nicht als Auftragsarbeit, sondern als Ausdruck einer persönlichen künstlerischen und literarischen Handschrift, die sich kontinuierlich durch das gesamte Werk eines Autors zieht, entsteht.

Je nach Arbeitsweise — allein, im Team oder direkt für einen Verlag — verfügt der einzelne Mitwirkende über mehr oder weniger Spielraum, was sich auch auf die Qualität des Werkes auswirkt. Sowohl bei Verlagen als auch bei Studios einzelner Künstler ist die Arbeit in der Regel auf mehrere Personen verteilt. So kann das Schreiben des Szenarios, das Anfertigen von Seitenlayouts, das Vorzeichnen der Seiten, das Tuschen von Bleistiftzeichnungen und das Setzen von Text von verschiedenen Personen ausgeführt werden.

Populäre Lithographien, frühe Comics und Bildgeschichten, wurden in Deutschland von Lumpensammlern verkauft, die diese mit sich trugen. Nicht verkaufte Exemplare gingen dabei zum Verlag zurück oder wurden auf dessen Kosten vernichtet. Durch die Entwicklung des Elektronischen Handels ab den er Jahren nahm der Direktvertrieb vom Verlag oder direkt vom Künstler zum Leser zu, darunter der Vertrieb von digitalen statt gedruckten Comics.

So führte der Erfolg von William Hogarths Bildergeschichten dazu, dass diese von anderen kopiert wurden. Künstler, die ihre Werke selbst und allein schaffen, verfügen über die Rechte an diesen Werken und können über deren Veröffentlichung bestimmen. Jahrhundert traten neue Konflikte auf, da zunehmend mehr Menschen an einem einzelnen Comic beteiligt waren, so der Redakteur oder verschiedene Zeichner und Autoren. Dies führte unter anderem dazu, dass die Rechte einer Serie zwischen einem Verlag und dem Künstler aufgeteilt wurden oder dass die Urheber im Vergleich zum Erlös des Verlags nur eine geringe Bezahlung erhielten.

Im Laufe des Jahrhunderts etablierten sich Verträge zwischen allen Beteiligten, die zu einer klaren Rechtslage führen. Neben vielfältigen Techniken hat sich im Comic eine eigene Formensprache entwickelt, da das Medium besonders auf bildhafte Symbole angewiesen ist.

Diese dienen zur Verdeutlichung von Gemütszuständen oder der Sichtbarmachung nicht gegenständlicher Elemente der dargestellten Ereignisse. Besonders verbreitet ist die Sprechblase als symbolische Darstellung der nicht sichtbaren Sprache und zugleich Mittel zur Integration von Text.

Zu diesen gehörte Assur im Norden und das um 1. Von hier stammte der Erzvater Abraham biblischer Überlieferung, der nach Kanaan zog und dessen Urenkel die 12 Stämme Israels begründeten. Nach der Bibel waren sie das erwählte Volk Gottes; ihre religiösen Überlieferungen begründeten das Judentum, jene Weltreligion, die auch die Basis für Christentum und Islam wurde.

Babylon war die erste Prachtstadt auf der Erde was Nomaden von solchen Städten hielten, kann man in der Bibel nachlesen: Bestraft wurde nur, wessen Schuld erwiesen war; Willkür und Vergeltung wurden damit eingeschränkt — ein wichtiger Schritt für das menschliche Zusammenleben. Die babylonische Kultur dominierte auch das Reich der Kassiten die nach dem Überfall der Hethiter die Macht in Babylonien übernahmen und das assyrische Reich am mittleren Tigris, das vom 9.

Ein halbes Jahrhundert später verbündete sich Babylon mit den Medern siehe nächster Absatz ; sie konnten v. Auch im Osten des fruchtbaren Halbmonds, im Südwesten des heutigen Iran, entstanden ab 3.

Chr siedelten sich im Gebiet nordwestlich von Elam die indo-germanischen Meder an, die nach und nach die Macht in der Region von den Elamitern übernahmen. Aber mit dem Zerfall seines Reiches erblühte die persische Kultur wieder und ging um v. Über die Parther ist wenig, und vor allem aus römischen und chinesichen Quellen, bekannt; aber sie scheinen den Staat geschickt zusammengehalten zu haben und ihre Lage zwischen Rom und China geschickt genutzt zu haben. Den Vormarsch des expandierenden römischen Reiches beenden sie, und kämpften über Jahrhunderte immer wieder mit Rom um die Macht im Osten, ohne je zu unterliegen.

Wie die Wildgräser im fruchtbaren Halbmond, lockte auch im Niltal seit jeher reiche Nahrung viele Menschen an; zumal das Tal und auch die angrenzenden Gebiete in regenreicheren Zeiten deutlich feuchter waren als heute. Ackerbau ist im Niltal vermutlich seit 5. Die Bevölkerung wuchs, und bereits in vorgeschichtlichen Kulturen gibt es Anzeichen für soziale Schichtungen und für Arbeitsteilung und Spezialisierung.

Hier beginnt nun die geschichtliche Zeit, denn die Ägypter hatten angeregt von der Kenntnis der sumerischen Keilschrift? Schrift ermöglichte es, Wissen schneller und weiter zu verbreiten, und ermöglichte eine stabilere soziale Organisation, etwa mit geschriebenen Gesetzen.

Die bekannteste Entwicklung war aber eine andere: Beginnend mit König Djoser setzte um 2. Vermutlich sollten die Stufen dem König den Aufstieg zum Himmel erleichtern.

Das Ägyptische Reich bestand fast 3. Aus dem Jahr 2. Während die Hochkulturen Mesopotamiens und Ägyptens nie in Vergessenheit gerieten, war dies am Indus anders.

Erst wurden auf der Suche nach Spuren des Alexanderfeldzuges schon länger bekannte Fundstätten in Harappa und Mohenjo-Daro im Industal im heutigen Pakistan als Städte einer alten Hochkultur, der Induskultur , erkannt. Harappa war da bereits weitgehend zerstört, da die Briten mit den Ziegeln die Eisenbahntrasse Lahore-Multan befestigt hatten; aber seither wurden in Pakistan und Indien Hunderte neuer Fundorte entdeckt.

Der Indus brachte Wasser aus dem Himalaya, und war mit seinem breiten Tal bestens für die Landwirtschaft geeignet. Bald darauf wurden auch Haustiere gehalten. Kupfervorkommen machten die Indusregion zu einem ersten Zentrum der Metallherstellung in Südasien, in dem metallene Äxte, Speerspitzen und Messer hergestellt wurden.

Metallene Sicheln erleichterten die Getreideernte. Später wurde mit Bronze ein härteres Metall geschaffen. Tempel und Paläste sind aus den Städten nicht bekannt, aber die Häuser bestanden aus gebrannten Ziegeln; und die wasserbauliche Infrastruktur erforderte sicher eine Gemeinschaftsleistung — nicht für wenige Einzelne, sondern für die Gemeinschaft.

Es bestanden Handelsbeziehungen nach Mesopotamien siehe unten. Auch eine Schrift entstand, ist aber im Gegensatz zu Keilschrift und Hieroglyphen noch nicht entziffert, so dass die Archäologen keine schriftlichen Zeugnisse aus dieser Kultur nutzen können und die Gesellschaftsordnung der Induskultur einstweilen ein Rätsel bleibt. Auch die Gründe hierfür sind unklar. Wahrscheinlich spielten ökologische Probleme eine Rolle: Die Kultur verbrauchte viel Holz und holzte ganze Wälder ab, was offenbar zu verheerenden Überschwemmungen führte, die wohl auch die Bewässerungsanlagen zerstörte.

Daraufhin kam es zu Unruhen und Massakern, die Menschen wanderten ab und am Indus war das städtische Leben vorbei. Während eines tausendjährigen Prozesses besiedelten sie ganz Indien; dabei verlagert sich der Bevölkerungsschwerpunkt vom Indus an den Ganges, der von den riesigen Eisfeldern des Himalaya gespeist wird und nur vom Gelben Fluss in China an transportiertem Boden übertroffen wird.

Es entstand eine neue indische Kultur: Aus den Hierarchien der arischen Stammesgesellschaft entwickelte sich eine Vierständeordnung aus Priestern, Kriegern, Händlern und Handwerkern und Bauern; ein Vorläufer des späteren Kastensystems. Aus den religiösen Vorstellungen beider Gruppen entwickelte sich eine Vielfalt von Kulten und Religionen, die die Briten später "Hinduismus" nannten. Anhängern gehört der Hinduismus heute zu den Weltreligionen.

Im Zentrum steht die Lehre der Wiedergeburt; durch die richtige Haltung und entsprechendes Verhalten kann ein Mensch im nächsten Leben als Mitglied einer höheren Kaste wiedergeboren werden — eine Vorstellung, die das Kastensystem leichter erträglich machte. Als indirekte Kritik an diesem System sehen manche die Entstehung des Buddhismus, der keine Kasten kennt. Ziel des Buddhismus ist es, den Kreislauf der Wiedergeburten zu verlassen, indem man das Nirvana erreicht; ein für Buddhisten nicht mit Worten zu beschreibender, sondern nur zu erfahrender Zustand der Erleuchtung.

Verbindungen zwischen Mesopotamien, Ägypten und Industal. Bereits die Ausbreitung der Landwirtschaft zeigt, dass die Menschen aus den Regionen der späteren Hochkulturen in Mesopotamien, Ägypten und im Industal miteinander in Verbindung gestanden haben: Ägypten und das Industal übernahmen die Landwirtschaft vermutlich aus dem fruchtbaren Halbmond.

Mit der Entstehung von Stadtkulturen und städtischen Eliten nahm der Bedarf an Luxusgüter und damit der Fernhandel zu: In Harappa wurden sumerische Siegel gefunden. Der Handelsaustausch zwischen Mesopotamien und Induskultur beruhte auch auf der Küstenschifffahrt, die spätestens im 3. Nach Ägypten zogen dagegen Karawanen: Die Annalen der ägyptischen Herrscher enthielten schon in frühester Zeit lange Aufstellungen der Völker, zu denen sie Beziehungen unterhielten.

Streitwagen, Eisenverarbeitung und ab dem 7. Jahrhundert berittene Bogenschützen, die die Streitwagen ablösten, fanden sich bald im gesamten westlichen Kulturraum — und sogar in China , das spätestens seit dem 2.

Dabei spielten die Hirtengesellschaften Zentralasiens eine zentrale Rolle beim Austausch von Handelsgüter, Erfindungen, Sitten und religiösen Vorstellungen zwischen den Zivilisationen in Mesopotamien, Indien und China.

Wer sich zuerst aufs offene Meer gewagt hat, lässt sich nicht mehr sagen, aber spätestens seit der Zeitenwende segelten arabische und persische Seeleute und Händler auch direkt über den Indischen Ozean nach Indien. Dabei halfen Ihnen die verlässlichen Monsunwinde, die ein halbes Jahr vom Himalaya weg und ein halben Jahr zum ihm hin wehten. Gehandelt wurde nicht mehr nur mit Luxusgütern, denn die Schiffe brauchten Ballast und so gingen auch Massengüter wie Metalle oder rohes Glas auf die lange Reise.

So entstand erstmals ein "weltumspannendes" Handelsnetz, das aber wohl niemand in seinem ganzen Umfang kannte: Auf dem Weg zum Endkunden wechselte die Ware mehrfach den Besitzer. Das Mittelmeer liegt ideal zwischen Europa, Afrika und Asien; im Sommer ist es meistens ruhig und damit bestens für die Schifffahrt geeignet, die vor der Erfindung von Eisenbahn, Auto und Flugzeug sie schnellste Verbindung zwischen weiter entfernten Regionen war.

Boote sind auf dem Mittelmeer seit Nachdem sich vor 8. An der Mittelmeerküste konnten nämlich Kälteeinbrüche mit Schnee und Eis oder lange Trockenzeiten jederzeit zu schwankenden Ernten führen, dann waren die Bauern auf Nahrungsmittel aus anderen Teilen des Mittelmeeres angewiesen. Keramik und Obsidian, die erhalten blieben, belegen den neolithischen Warenaustausch. Eine starke Macht konnte so in der gesamten Region bedeutenden Einfluss gewinnen; was die Entstehung staatlicher Strukturen und der ersten europäischen Hochkulturen begünstigte.

Diese sollte zur ersten mediterranen Hochkultur werden. Eine Blüte begann vor gut 4. Die Minoer waren auch gute Seefahrer und handelten mit Ägypten, Mesopotamien und vielleicht auch dem östlichen Mittelmeer bis Sizilien, womöglich sogar bis Spanien. Nach einer Serie von Vulkanausbrüchen und Erdbeben vor rund 3.

Die Vorfahren der Mykener waren wohl aus dem südlichen Balkan auf die Peloponnes gekommen, wo sie vor 3. Mykenische Kaufleute übernahmen das Handelsnetz der Minoer und — die Schiffe waren seetüchtiger geworden und nutzten ergänzend zu den Ruderern Segel — intensivierten den Handel mit Süditalien und Sizilien.

Wichtiger war aber das levantinische Handelsnetz, das über Handelsstädte wie Ugarit und Byblos an der Ostküste des Mittelmeers bis in die mesopotamischen Welt und nach Ägypten reichte. Ägypten bezog Kupfer, Zinn und Holz aus der Levante; und sah daher das in Anatolien aufstrebende Hethiterreich als Bedrohung, das sich im Ägypten, für das der Mittelmeerraum nur eine beschränkte Bedeutung hatte, überstand diese Zeit, aber die mykenische Kultur zerfiel.

Die Phönizier waren aus den Kanaanitern hervorgegangen, die seit langem an der levantinischen Mittelmeerküste mit Zedernholz, Purpurfarbstoff und Elfenbein handelten.

Auch sie handelten zunächst vor allem mit Mesopotamien und Ägypten. Die führende phönizische Siedlung im westlichen Mittelmeer wurde aber das v. Phönizische Kaufleute konnten lesen und schreiben, aus einer frühen Linearschrift entwickelten die Phönizier ein Alphabet und verbreiteten dieses mit ihren Handelsstädten im gesamten Mittelmeerraum.

Auf dem Peloponnes, in Attika und der Ägäis folgte auf den Niedergang der kener langsam die Herausbildung von Stadtstaaten, die ab v. Die Euböer brachten das Alphabet nach Italien; griechische Kaufleute gehörten zu den ersten, die Silbermünzen als Tauschmittel nutzten; und die antiken Olympischen Spielen zeigen die damalige Bedeutung des Sports. Machtpolitisch standen die Griechen lange im Schatten der Perser , aber die Versuche ihrer Städte, Herrschaftsformen jenseits der Tyrannei und des Königtums zu finden, hat ihnen einen Platz in der Geschichte gesichert.

Nach einer heldenhaften Niederlage der Spartaner bei den Thermopylen und einem Sieg der Athener bei Salamis konnten die Griechen die persische Flotte in Brand setzen und in der Landschlacht bei Plataiai den Persern klarmachen, dass das griechische Bündnis nicht so leicht zu besiegen war. Sparta und Athen gingen als Sieger aus diesem Krieg hervor. Vor allem sollte es Athen sein, dessen Errungenschaften bis heute nachhallen: Hier bestimmten zum ersten Mal die Bürger selbst die Geschicke des Stadtstaates, eine Demokratie genannte Herrschaftsform.

Allerdings galt diese in Athen nur für die freien Männer, und nicht für Frauen, Sklaven und zugereiste Fremde. Die Ideen der Philosophen Sokrates, Platon und Aristoteles beeinflussen bis heute das westliche Denken; Mathematiker wie Archimedes brachten die Wissenschaft entscheidend voran. Sparta und Athen hatten beide nach den Perserkriegen Verteidigungsbünde mit anderen Städten begründet: Aber Athen - das seine geschätzt über Er wurde zum antiken Weltkrieg, gekämpft wurde von Sizilien bis Kleinasien und die Zahl der Kriegstoten war gewaltig.

Der Krieg brach die Macht Athens, aber auch Sparta hatte zu hohen Verluste erlitten, um dauerhaft die Vorherrschaft zu behaupten. Griechenland blieb mehr oder weniger im Kriegszustand. So konnte v. Der Eroberungszug endete erst, als seine Männer sich weigerten, weiterzugehen. Alexandria wurde zum wahren Nachfolger Athens als Zentrum der hellenistischen Welt; unter anderem entstand hier die bedeutendste Bibliothek der damaligen Welt, die Hunderttausende Papyrusrollen enthielt.

In Norditalien war unter dem Einfluss der ostmediterranen Kulturen ab v. Im Jahr v. In Gegensatz zur griechischen Demokratie zählten in Rom nicht alle Stimmen gleich, die wohlhabenden Römer hatten damit eine garantierte Mehrheit. Fortschrittlicher war das römische Rechtssystem: Ohne Gerichtsverfahren und ohne Schuldbeweis durfte niemand bestraft werden.

Später kam noch der Haushalt der Königin Roxane hinzu. Erst nach der Rückkehr in die Königstädte Susa und Babylon konnte der Kammerherr seine Aufgaben auf die einer umfangreicheren Palastverwaltung ausdehnen. In Asien übernahm Alexander die Organisation des Reiches mit seiner Einteilung in mehrere Provinzen, Satrapien genannt, nahezu vollständig von den Achämeniden. Unter ihnen hatten sich vor allem in Kleinasien einige dieser Provinzen zu regelrechten Kleinkönigreichen entwickelt, deren Statthalter ihre Ämter dynastisch vererben konnten.

Diese Praxis beendete Alexander, indem er die etablierten persischen Dynastien absetzte und durch makedonische Vertrauensleute ersetzte, wie überhaupt für alle Provinzen westlich des Euphrat nun Makedonen als Statthalter betraut wurden. Folglich war Alexander darauf bedacht, dass sie von Männern seines Vertrauens kontrolliert wurden. Die makedonischen Satrapen westlich des Euphrats erhielten dabei mit ihrem Amt zivile und militärische Kompetenzen, wie es zuvor auch unter den Achämeniden üblich gewesen war.

Ganz anders verfuhr Alexander in den Provinzen östlich des Euphrat, in deren meisten die persischen Satrapen in ihren Ämtern belassen wurden, sofern sie dem neuen König die Gefolgschaftstreue schworen.

Nicht immer erwies sich dieses Vertrauen als berechtigt und einige Satrapen gebärdeten sich nach dem Weiterzug Alexanders wieder wie unabhängige Kleinkönige oder revoltierten sogar offen gegen ihn, wie beispielsweise im Fall des Satibarzanes.

Mit ihnen ging Alexander nach seiner Rückkehr aus Indien hart ins Gericht. Sein Vertrauen in die persischen Satrapen ging allerdings nicht so weit, dass er ihnen die gleichen Freiheiten und Kompetenzen zugestanden hätte wie es die Achämeniden getan hatten. Die indischen Provinzen, gemeint sind die Landschaften entlang des Indus , wurden wieder an Makedonen mit allen Kompetenzen vergeben.

Abgesehen von der durch die Satrapen zu überwachenden Friedenspflicht, der Steuerleistung und Kriegsfolge blieben die Provinzen autonom, innerhalb ihrer Grenzen galten die traditionellen Rechtsnormen der jeweiligen Völker, in die Alexander nur dann eingriff, wenn er die Loyalität zu sich in Frage gestellt sah. Ägypten nahm für Alexander eine Sonderrolle ein, indem er dem Land eine autonome Stellung innerhalb seines Reiches zuerkannte, während die Achämeniden dieses alte Kulturland noch wie eine einfache Satrapie behandelt hatten.

Ganz seiner Rolle als Befreier genügend löste er Ägypten aus der persischen Satrapienordnung heraus und behandelte es gleichberechtigt gegenüber dem asiatischen Teil, was die später von Ptolemaios betriebene Loslösung vom Alexanderreich begünstigte. Sich des Reichtums und der Bedeutung des Nillandes als wichtigster Getreideproduzent im östlichen Mittelmeer bewusst, teilte Alexander die Landesverwaltung, um das Entstehen eines machtvollen regionalen Gegengewichts zum Einheitsreich zu unterbinden.

Wie unter den alten Pharaonen wurde auf unterster Ebene die Gauverwaltung beibehalten und die ihr traditionell übergeordneten Verwaltungsbezirke von Ober- und Unterägypten wiedereingerichtet, die mit je einem einheimischen Amtsträger besetzt wurden, dem einzig die zivile Verwaltung oblag. Die Fiskalaufsicht über ganz Ägypten wurde allerdings in einem Amt zentralisiert, das mit dem heimischen aber gebürtigen Griechen Kleomenes von Naukratis besetzt wurde.

Die militärische Absicherung wie auch die Sicherung des Nildeltas wurden voneinander getrennt und je einem makedonischen Offizier anvertraut. Alexanders Handhabe in Bezug auf Ägypten wurde von seinem Nachfolger in der Regentschaft Perdikkas insofern fallen gelassen, als dieser mit Ptolemaios wieder einen Satrapen für ganz Ägypten ernannte, der dann nach dem Zerfall des Alexanderreichs Ägyptens staatsrechtliche Position als eigenständige nun aber hellenistische Macht wiederherstellte.

Zu den allgemein anerkannten Verdiensten Alexanders zählt sein Wirken als Stadtgründer, was die Verbreitung griechischen Kulturlebens in der gesamten östlichen Mittelmeerregion bis nach Zentralasien hinein ermöglichte. Bereits als Kronprinz war er dem Vorbild seines Vaters gefolgt, der Philippi gegründet hatte, und hatte eine erste eigene Stadt gegründet, die wie die meisten anderen später auch seinen Namen trug.

Weiterhin stellten sie die neuen urbanen Zentren der eroberten Landschaften dar, von denen aus die Staatsgewalt über das Umland zur Geltung gebracht werden konnte. Aus den antiken Berichten können etwas mehr als zwanzig Städte als Gründungen Alexanders erschlossen werden, wenngleich Plutarch ihm mehr als siebzig zuschreibt, eine Zahl, die höchstens unter Einbeziehung der in der Geschichtsschreibung anonym gebliebenen Militärstützpunkte und Kleinstsiedlungen wahrscheinlich ist.

Die neuen Städte wurden in der Regel an bereits besiedelten Standorten angelegt, wie das berühmte ägyptische Alexandria , indem die ansässige Lokalbevölkerung entweder freiwillig oder durch Anordnung in die bestimmten Stadtgrenzen umgesiedelt wurde. Häufig wurde einfach alten persischen Städten eine Polis-Verfassung gegeben, wodurch sie vom Standpunkt der Griechen überhaupt erst den Rechtsstatus einer Stadt erhielten und als Neugründungen galten.

Die ersten Siedler der neuen Städte waren die makedonischen und griechischen Kriegsinvaliden und ausgemusterten Veteranen des Heeres Alexanders ; dazu kamen zur Sicherung abgestellte Garnisonen, die in der Regel aus griechischen Söldnern oder auch Thrakern zusammengesetzt waren. Ihnen schlossen sich später aus der Heimat zuziehende Landsleute als Händler und Glückssucher, Gewerbetreibende und Abenteurer an.

Schon Isokrates hatte Philipp II. Inwiefern den Orientalen das Bürgerrecht zuerkannt wurde ist zweifelhaft, vermutlich mussten sie dafür durch kulturelle Assimilation zu Hellenen werden. Nicht zuletzt deshalb legitimierten die späteren hellenistischen Könige ihre Herrschaft auch auf die Nachfolge Alexanders, da sie sich so in die Weisungsbefugnis seiner Städte setzen und sie so ihrer eigenen Herrschaft unterwerfen konnten. Da sie auf Königsland gegründet wurden, fügten sich die Städte in die Satrapienordnung des Reiches ein.

Im Gegenzug wurde ihnen die Besetzung der kommunalen Ämter, das Münzrecht und die Finanzhoheit sowie das Gerichtswesen überlassen. Zwischenkommunale Konflikte wurden nicht mit Waffengewalt ausgetragen, das Gewaltmonopol lag allein beim König, sondern wurden durch anerkannte neutrale Schiedsrichter gelöst. Die Einbindung der griechischen Stadtkultur in die Rechtsordnung seines monarchischen Staates stellt damit eine der wichtigsten geschichtlichen Neuerungen dar, die mit dem Wirken Alexanders einhergingen.

Sie trug entscheidend zur dauerhaften Etablierung von Flächenstaaten und zur Überwindung des klassischen griechischen Stadtstaates bei, von denen bis zur römischen Eroberung nur die wenigsten überdauerten. Die Städte Alexanders und seiner Diadochen wuchsen dagegen zu den bevölkerungsreichsten der Antike heran, wurden zu Zentren des Welthandels und Gewerbes, der griechischen Bildung und Kunst, in denen die zugezogenen Orientalen im Geist des Hellenismus aufwuchsen, der über die Stadtgrenzen hinweg auf das Umland und in den römischen Westen hinausstrahlte.

Als anerkannter Hegemon des Hellenenbundes stand er ihnen zwar vor, doch suchten sie stets in allen Belangen ihre politische Freiheiten gegen ihn zu verteidigen. Die Hegemonie Makedoniens war von den Griechen nur schwer und unter Zwang zu ertragen, in Erinnerung an ihre eigene stolze Vergangenheit und in ihrer kulturellen Selbstüberschätzung gegenüber den Makedonen. In mehreren bewaffneten Konflikten versuchten sie deshalb, die makedonische Hegemonie abzuschütteln, den Bruch des beeideten Landfriedens dabei in Kauf nehmend.

Dazu zählen der Abfallversuch Thebens v. Aber auch Alexander war an diesen Auseinandersetzungen nicht schuldlos, indem er gelegentlich seine zugestandenen Kompetenzen als Hegemon überschritt und in innere Verhältnisse der Städte eingriff.

Vor allem das v. Es räumte etwa Auch beinhaltete dieses Dekret die Rückführung der von Athen vertriebenen Bürger von Samos in ihre Heimatstadt, die zu verteidigen sich Athen jedoch entschlossen hatte; dies war eine der Ursachen für den lamischen Krieg.

Die Niederlage Athens v. Der siegreiche De-facto-Herrscher Makedoniens, Antipatros , stellte die Städte unter seine direkte Kontrolle, beseitigte ihre Demokratien und setzte an ihrer Stelle promakedonische Oligarchen und Tyrannen ein. Die Königsstädte stellten im Alexanderreich insofern eine Ausnahme dar, als sie nicht der Provinzverwaltung, sondern unmittelbar dem König unterstellt waren und deshalb auch über keine Selbstverwaltung verfügten.

Eine Königsstadt zeichnete sich durch die Anwesenheit eines Königspalastes basileion aus; dies waren unter Alexander das makedonische Pella mit dem Palast des Archelaos I. Babylon hatte unter den Achämeniden ihre Stellung als bevölkerungsreichste und wohlhabendste Stadt bewahrt, worauf sich ihr Selbstbewusstsein gegenüber der persischen Herrschaft stützte und ihre kulturelle Strahlkraft hatte bis nach Griechenland gereicht.

Für Alexander war sie die bevorzugte Residenz, hier wurde sein Staatsschatz und Hofstaat eingerichtet und hier starb er auch. Sie war damit die inoffizielle Hauptstadt seines Reichs. Für seinen Nachfolger Seleukos stellte Babylon die Ausgangsbasis seines eigenen Reichs dar, doch verlor sie bereits unter ihm den Hauptstadtcharakter, nachdem das Herrschaftszentrum der Seleukiden von Mesopotamien nach Syrien verlegt worden war.

Pella und Alexandria hingegen behielten auch unter den Antigoniden bzw. Ptolemäern ihren Rang als Königsstädte bei. Die Rechtslage der befreiten griechischen Städte der ionischen Küste zum Alexanderreich blieb weitgehend unklar. Alexander hatte dort die propersischen Tyrannen zugunsten demokratischer Ordnungen abgesetzt, sie schlossen sich darauf aber nicht dem Hellenenbund an. Für den Krieg leisteten sie eine freiwillige Kriegssteuer syntaxis , die im weiten Sinne als Fortsetzung des alten Persertributes phoros verstanden werden kann.

In Ephesos wurde dieser von Alexander sogar weiter eingefordert, nur kam sein Verwendungszweck nun dem lokalen Artemis -Heiligtum zugute, das bei seiner Geburt niedergebrannt war. Tyros fiel nach seiner Eroberung v. Eine mit dem Königtum Alexanders im antiken Herrschaftskonzept eingeführte Neuerung, die Vorbildcharakter für seine hellenistischen und römischen Nachfolger hatte, war die von ihm gegen Ende seines Lebens eingeforderte Apotheose , also der Anspruch seiner Anerkennung als lebender Gott.

Damit steht seine Herrschaft am Anfang einer Programmatik, weltliche Herrschaft durch die sakrale Erhöhung ihres Inhabers zu legitimieren, die sich in einen umfassenden Herrscherkult manifestierte.

Die Vorstellung, dass ein Sterblicher, der Übermenschliches geleistet hat, den Göttern an die Seite gestellt werden kann, hatte sich aus der griechischen Glaubenswelt generiert, entwickelte sich in Bezug auf Alexander aber insofern zu einem Paradoxon , weil nur eine Minderheit der griechischen Gelehrtenwelt bereit war, ihm einen solchen Status zuzuerkennen. In jedem Fall aber beanspruchte er ähnlich den Achämeniden seine Herrschaft aufgrund göttlichem Rechts und stellte sich damit an den Anfang einer Entwicklung, die über seine ihn nachahmenden hellenistischen Nachfolger und den römischen Kaiserkult Divus in das Gottesgnadentum der christlichen Monarchien übergehen sollte.

Wie bereits erwähnt, berief sich Alexander während seines Eroberungszuges mehrfach auf den Willen der Götter, um seine Herrschaft über Asien zu legitimieren.

Zuerst tat er dies v. Sein in demselben Zusammenhang getätigter Besuch in der Orakelstätte von Siwa , einem Heiligtum des ägyptischen Gottes Amun , der von den Hellenen mit Zeus identifiziert wurde, stellt dabei eine der am häufigsten diskutierten Episoden seiner Biographie dar.

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Eine mit dem Königtum Alexanders im antiken Herrschaftskonzept eingeführte Neuerung, die Vorbildcharakter für seine hellenistischen und römischen Nachfolger hatte, war die von ihm gegen Ende seines Lebens eingeforderte Apotheose , also der Anspruch seiner Anerkennung als lebender Gott. Damit waren für die Nomaden gute Bewaffnung und kämpferische Fähigkeiten wichtig — was auch die benachbarten Hochkulturen immer wieder merken sollten.

Closed On:

Beide Reiche hatten etwa die gleiche Ausdehnung und die gleiche Bevölkerungszahl.

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