3-Month LIBOR based on US Dollar Historical Data

Statistisches Monatsheft Bulletin mensuel de statistiques économiques

US Dollar LIBOR interest rates 2018, all maturities.

US Dollar LIBOR rates This page shows a summary of the historic US Dollar (USD) LIBOR interest rates for If you look further down the page, you can find more information about the development of the LIBOR interest rates over for each US Dollar LIBOR maturity. 31/12/ · US Dollar LIBOR - 6-month Rate company research & investing information. Find executives and the latest company news.

3-Month LIBOR based on US Dollar Chart

Diese Ergebnisse werden in der Fachliteratur viel diskutiert. Im Gegensatz zu den beiden oben genannten Branchen war das Arbeitsproduktivitätswachstum im Bereich Verkehr und Nachrichtenübermittlung im Euro-Währungsgebiet höher als in den Vereinigten Staaten, und zwar sowohl in den Achtzigerjahren als auch zwischen und Der Abstand weitete sich im Zeitraum von bis noch aus. Die positive Entwicklung in diesem Bereich lässt sich auf den verstärkten Wettbewerb im Euroraum vor allem im Zuge 4 Siehe beispielsweise M.

O Mahony und B. Preisentwicklung Was die Preisentwicklung angeht, so waren die Veränderungsraten der Wertschöpfungspreise im Dienstleistungssektor insgesamt und in den meisten Dienstleistungsbranchen des Eurogebiets von bis gegenüber den Achtzigerjahren rückläufig siehe Tabelle B , blieben jedoch im Allgemeinen höher als in der Gesamtwirtschaft.

Insbesondere im Bereich Verkehr und Nachrichtenübermittlung war ein entsprechender Rückgang im Zeitablauf zu beobachten. Dies lässt sich in erster Linie damit begründen, dass der Verkehrs- und Telekommunikationssektor wie bereits erwähnt seit der ersten Hälfte der Neunzigerjahre in den meisten Euro- Ländern für den Wettbewerb geöffnet worden ist.

Auch im Kredit- und Versicherungsgewerbe und im Handel des Euro-Währungsgebiets schwächte sich die Zunahme der Wertschöpfungspreise deutlich ab. Im Handel war der Rückgang allerdings in den Vereinigten Staaten aufgrund höherer Produktivitätssteigerungen zuletzt sogar noch ausgeprägter.

Wettbewerb Verschiedene Erkenntnisse aus der Fachliteratur führen zu dem Schluss, dass Wettbewerb ein wichtiger Erklärungsfaktor für die Entwicklung der Arbeitsproduktivität und der Preise im Dienstleistungssektor ist.

Generell wurde festgestellt, dass Deregulierung und Liberalisierung zu einem höheren absoluten und relativen Wachstum der Arbeitsproduktivität beitragen. Ein höherer Index weist auf eine strengere Regulierung hin. Die Ergebnisse für die einzelnen Dienstleistungsbranchen sind jedoch unterschiedlich. So waren im Einzelhandel und bei den professionellen Dienstleistungen zwischen Mitte der Neunzigerjahre und nur geringe Deregulierungsfortschritte auszumachen.

Die Unterschiede im Regulierungsgrad sind zwischen den einzelnen Ländern und Dienstleistungsbranchen nach wie vor beträchtlich. Einige Netzwerkindustrien Telekommunikation und Luftfahrt haben sich seit Beginn der Neunzigerjahre dem internationalen Wettbewerb weit geöffnet, wenngleich immer noch Spielraum für einen effektiveren Wettbewerb vorhanden ist. Dies würde sowohl ein höheres Niveau als auch eine höhere Rate des Arbeitsproduktivitätswachtums im Dienstleistungsgewerbe begünstigen und wäre einer dynamischen Wirtschaftsentwicklung förderlich.

Insgesamt gesehen würde eine höhere Wettbewerbsintensität im Dienstleistungssektor tendenziell zu effizienteren und flexibleren Dienstleistungsmärkten beitragen, Anpassungsprozesse erleichtern und die Widerstandsfähigkeit des Euroraums gegenüber ökonomischen Schocks erhöhen. Die erste, zweijährige Phase endet am Im Februar verabschiedete die Europäische Kommission eine Mitteilung an den EU-Rat und andere Gemeinschaftsinstitutionen, in der über die Anwendung der Übergangsregelungen berichtet wird.

Wird eine solche Mitteilung nicht vorgelegt, gilt ab 1. Mai das Gemeinschaftsrecht über die Freizügigkeit der Arbeitnehmer.

April umgesetzt haben. Die wichtigsten Ergebnisse können wie folgt zusammengefasst werden: Für die EU 15 als Ganzes erhöhte sich der Anteil im genannten Zweijahreszeitraum nur um 0,2 Prozentpunkte, und zahlreiche Arbeitsgenehmigungen wurden lediglich für Kurzzeit- oder Saisonbeschäftigungen erteilt.

Allerdings haben Irland und das Vereinigte Königreich den Zugang zu ihren Sozialversicherungssystemen beschränkt. Luxemburg 37,2 37,6 0,3 0,3 Niederlande 1,5 1,4 0,1 0,1 Österreich 1,7 1,9 0,7 1,4 Portugal 0,3 0, Finnland 0,3 0,4 0,3 0,3 Schweden 2,2 2,3 0,2 0,2 Vereinigtes Königreich 1,8 1,7 0,2 0,4 EU 15 2,0 2,1 0,2 0,4 Quelle: Fehlende Angaben aufgrund von nicht belastbaren Daten oder geringen Stichprobenumfangs.

Italien ist ausgenommen, da die Daten nicht nach Nationalität aufgeschlüsselt sind. Die Migration von Arbeitnehmern aus der EU 10 hatte auch einen positiven Effekt auf die Volkswirtschaften in den EUStaaten, da sie Engpässe auf dem Arbeitsmarkt in bestimmten Bereichen abmilderte, die Beschäftigung förderte und die öffentlichen Finanzen verbesserte.

Allerdings wird argumentiert, dass die Übergangsregelungen sich negativ auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt haben könnten, da sie möglicherweise die Schwarzarbeit gefördert und die Wahl des Ziellands in eine bestimmte Richtung beeinflusst haben. Trotz dieser Einschätzung haben einige Länder bereits angekündigt, dass sie ihre Übergangsregelungen in der zweiten, dreijährigen Phase beizubehalten beabsichtigen. Eine ineffiziente Allokation von Arbeitskräften kann längerfristig das Niveau und die Wachstumsrate des Produktionspotenzials negativ beeinflussen und kurzfristig das Wachstumstempo einer Volkswirtschaft drosseln.

Aus der Perspektive der neuen Mitgliedstaaten kann die Migration von Arbeitskräften eine Reihe von Herausforderungen, aber auch Vorteile mit sich bringen, vor allem auf kurze Sicht.

Migrationsströme aus den neuen EU-Mitgliedstaaten können das Angebot an jungen und gebildeten Arbeitnehmern verkleinern. Ob eine gesteigerte grenzüberschreitende Mobilität sich auf die neuen Mitgliedstaaten positiv oder negativ auswirken wird, hängt hauptsächlich davon ab, ob die Arbeitskräftemigration vorwiegend temporär oder permanent ist.

Zurückkehrende Migranten können das Wirtschaftswachstum steigern, indem sie im Ausland erworbenes Kapital, Qualifikationen und neue Ideen einbringen und so die vom Brain Drain verursachten anfänglichen Verluste ausgleichen. Die Mobilitätsbeschränkungen für Arbeitskräfte aus den neuen Mitgliedstaaten gelten nur vorübergehend und müssen spätestens aufgehoben werden.

Allerdings kann die Verzögerung bei der Liberalisierung des Arbeitsmarktes für die EU als Ganzes kostspielig werden, da der optimale Einsatz der Arbeitskräfte in einer Zeit zunehmender Sorgen um Europas internationale Wettbewerbsfähigkeit behindert wird. Solche Beschäftigungsverhältnisse enthalten den Immigranten den Schutz von Arbeitsgesetzen vor und verhindern Steuereinnahmen im Gastland. Was die Industrie betrifft, so sind sowohl der Einkaufsmanagerindex EMI als auch der von der Europäischen Kommission veröffentlichte Vertrauensindikator den jüngsten Veröffentlichungen zufolge gestiegen.

Der im Berichtsmonat verzeichnete Anstieg des von der Kommission errechneten Vertrauensindikators für die Industrie war bei allen Indexkomponenten Auftragslage, Produktionserwartungen und Lagerbewertung zu beobachten, wobei die Zunahme bei der Lagerbewertung am kräftigsten ausfiel.

Der Vertrauensindikator für die Industrie ist mittlerweile auf seinen höchsten Stand seit über fünf Jahren geklettert. Aus Umfragen gewonnene Indikatoren können zwar mitunter von der tatsächlichen wirtschaftlichen Entwicklung abweichen, haben aber in den vergangenen Jahren nützliche Informationen für die Konjunktur analyse geliefert.

Insbesondere lassen sich die gegenwärtig positiven Vertrauensindikatoren für die Industrie so interpretieren, dass die Industriekonjunktur seit dem zweiten Quartal einem konstanten Aufwärtstrend folgt siehe Abbildung Branchen- und Verbraucherumfragen der Europäischen Kommission und Eurostat.

Die Angaben zum Verbrauchervertrauen im Euro-Währungsgebiet ab Januar sind aufgrund von Änderungen der französischen Fragebögen nicht vollständig mit früheren Umfrageergebnissen vergleichbar. Der Rückgang im Februar hing mit dem gesunkenen Absatz von Nahrungsmitteln zusammen, der teilweise durch eine Zunahme bei den übrigen Produkten ausgeglichen wurde.

Im Dreimonatszeitraum bis Februar stieg der Index der Einzelhandelsumsätze jedoch an. Bei der Interpretation dieser Daten ist allerdings zu beachten, dass ihre kurzfristige Entwicklung recht volatil sein kann. Da sich die Erwartungen bezüglich der Arbeitsmarktlage verschlechterten, trübte sich die Stimmung der Verbraucher im März leicht ein und lag somit wieder auf ihrem langfristigen Durchschnittsniveau.

Gleichzeitig fiel die Beurteilung der Ersparnisbildung etwas optimistischer aus, was auf die Erwartung von Geldvermögenszuwächsen hinweist. Die allgemeine Wirtschaftlage wurde jedoch etwas negativer eingeschätzt. Da die Zuversicht im Einzelhandel weiter gestiegen ist, deuten die jüngsten Daten insgesamt auf eine etwas kräftigere Zunahme der privaten Konsumausgaben im ersten Quartal hin siehe Abbildung Seit dem vergangenen Sommer ist sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungssektor eine Verbesserung der tatsächlichen und der erwarteten Beschäftigungssituation zu beobachten.

Die Zahl der Arbeitslosen ging im dritten Monat in Folge zurück. Die aktuellen Daten zur Arbeitslosigkeit lassen im Verbund mit anderen Angaben zur tatsächlichen und erwarteten Beschäftigungsentwicklung eine Verbesserung der Arbeitsmarktlage erkennen. Der Zuwachs im dritten Quartal war hauptsächlich auf die Entwicklung im Dienstleistungssektor, vor allem im Bereich Finanzierung und Unternehmensdienstleister, zurückzuführen.

Darüber hinaus übertrafen die aus dem EMI-Teilindex für das verarbeitende Gewerbe abzulesenden Beschäftigungserwartungen im März die Referenzlinie von 50 Indexpunkten, die eine unveränderte Beschäftigungslage anzeigt. Im Dienstleistungssektor ist die Aufhellung der Beschäftigungserwartungen noch deutlicher erkennbar: Der Branchenumfrage der Kommission zufolge sind auch die Erwartungen zur Beschäftigung im Baugewerbe im März gestiegen und haben den höchsten Stand seit mehr als fünf Jahren erreicht.

Über die vergangenen zehn Jahre betrachtet weist der Euroraum trotz eines geringeren realen Produktionswachstums eine ähnliche Beschäftigungsentwicklung wie die Vereinigten Staaten auf. Dies steht im Einklang mit Schätzungen, denen zufolge die strukturelle Arbeitslosenquote des Eurogebiets in diesem Zeitraum gesunken ist. Kasten 6 enthält eine vergleichende Analyse der Beschäftigungsentwicklung im Euro-Währungsgebiet und in den Vereinigten Staaten seit.

Dies könnte darauf hindeuten, dass das Beschäftigungswachstum im Euroraum neben der konjunkturellen Entwicklung auch gewisse strukturelle Verbesserungen am Arbeitsmarkt widerspiegelt. Trotz dieser insgesamt vergleichbaren Beschäftigungsentwicklung waren im Betrachtungszeitraum zeitweise Abweichungen zwischen beiden Wirtschaftsräumen zu beobachten siehe Abbildung B.

Im Einklang mit der jeweiligen Konjunkturentwicklung war der Beschäftigungsanstieg in den Vereinigten Staaten bis höher als im Euroraum. In den darauf folgenden zwei Jahren nahm die Beschäftigung in beiden Regionen mit ungefähr der gleichen Rate zu. Dies kam im Wachstum der Arbeitsproduktivität 3 zum Ausdruck, das von bis in den Vereinigten Staaten insgesamt deutlich über dem des Euro-Währungsgebiets lag siehe Abbildung C. Es ist schwer zu beurteilen, ob die beobachteten Unterschiede in der Entwicklung der Arbeitsproduktivität die Ursache oder die Folge der unterschiedlichen Beschäftigungsentwicklung waren.

Im Euro-Währungsgebiet ist die Beschäftigung in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Dies kann mit der anhaltenden Reallohnzurückhaltung zusammenhängen, aber auch die in einigen Euro-Ländern erzielten Fortschritte bei den Arbeitsmarktreformen widerspiegeln.

Einige dieser Reformen zielten speziell auf eine höhere Erwerbsbeteiligung ab. In den letzten Jahren wurde die aktive Arbeitsmarktpolitik stärker auf benachteiligte Gruppen ausgerichtet, was eine Zunahme der Beschäftigung gering qualifizierter Arbeitskräfte mit potenziell geringerer Produktivität zur Folge hatte. Die schwächere Produktivität im Euroraum ist jedoch auch Ausdruck anderer Faktoren wie der relativ geringen Nutzung neuer, produktivitätssteigernder Technologien.

Ein optimales Zusammenspiel dieser beiden Faktoren kann auf längere Sicht zu einem höheren Potenzialwachstum bei Quelle: In dieser Hinsicht sind Reformen zur Förderung der Produktivität z. Diese Einschätzung eines anhaltenden Wachstums steht im Einklang mit den Prognosen internationaler und privater Organisationen und deckt sich überdies mit den aktuellen, von Experten der erstellten gesamtwirtschaftlichen Projektionen für das Euro-Währungsgebiet, die im März veröffentlicht wurden.

Auf kürzere Sicht scheinen die Risiken, mit denen diese Aussichten behaftet sind, ausgewogen zu sein. Längerfristig ergeben sich jedoch vor allem aus den bestehenden weltweiten Ungleichgewichten und den Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Ölpreisentwicklung nach wie vor Risiken.

In der zweiten Monatshälfte scheint der Dollar jedoch zeitweise von veränderten Markterwartungen in Bezug auf den künftigen geldpolitischen Kurs in den USA gestützt worden zu sein. Gegen Ende des Berichtszeitraums verliehen Hinweise auf eine Besserung des Geschäftsklimas im Euroraum, die etwa aus Umfragen zum Unternehmervertrauen abzulesen waren, dem Euro erneuten Auftrieb. Aufgrund dieser gegenläufigen Faktoren lag der Euro am 5.

Die Bekanntmachung der Bank von Japan vom 9. Dafür gaben aber offensichtlich die Markterwartung, dass der Zinsvorsprung des Eurogebiets anhalten werde, und positive Nachrichten über die konjunkturellen Aussichten des Eurogebiets dem Euro in dieser Zeit Auftrieb.

Mai beigetreten sind. April notierte er bei 0,70 GBP bzw. Allerdings legt eine genaue Beobachtung des Wechselkursverhaltens den Schluss nahe, dass einige Währungen sich möglicherweise systematisch im Gleichlauf bewegen.

So ist oft zu beobachten, dass der Schweizer Franken und der Euro gegenüber dem US-Dollar einen engen Gleichlauf aufweisen, während sich andererseits der kanadische Dollar und der US-Dollar historisch gesehen gegenüber dem Euro tendenziell in ähnliche Richtungen bewegen. Im Ergebnis weist der Wechselkurs des Schweizer Franken beispielsweise gegenüber dem Euro eine weit geringere Volatilität auf als gegenüber dem US-Dollar, während für den kanadischen Dollar das Gegenteil gilt.

Einige frei schwankende Währungen bewegen sich möglicherweise systematisch im Gleichlauf und weisen gegenüber verschiedenen Währungen sehr unterschiedliche Volatilitätsniveaus auf.

Nimmt man den japanischen Yen als Referenzwährung, so lässt sich die folgende Regression schätzen: Tatsächlich wurden für die dänische Krone, die estnische Krone, den Hongkong-Dollar und den chinesischen Renminbi R 2 -Werte sehr nahe bei 1 beobachtet. Reagibilität gegenüber dem US-Dollar y-achse: Berechnungen von Experten der.

Je näher dieser Koeffizient bei 1 liegt, desto stärker ist der Gleichlauf der Währung x mit dem Dollar. Wenn man Gleichung 1 über Kleinste-Quadrate-Verfahren für den Euro gegenüber den Währungen schätzt, die im effektiven Wechselkurs des Euro enthalten sind d.

Der Beobachtungszeitraum von Januar bis März wurde in der Mitte geteilt, und Gleichung 1 wurde für beide Teil-Zeiträume geschätzt. Die Abbildung zeigt einen relativ starken Gleichlauf zwischen dem Euro und den meisten anderen europäischen Währungen in Reagibilität der Währungen gegenüber Bewegungen des Euro-Wechselkurses Jan.

Die Zahlen in der letzten Spalte zeigen die Veränderung der Reagibilitätskoeffizienten zwischen den beiden Perioden an. Dennoch hat sich in einigen Fällen der Gleichlauf zum Euro im späteren Zeitraum verstärkt. Auch beim polnischen Zloty, der schwedischen Krone, dem lettischen Lats, der maltesischen Lira und dem Pfund Sterling ist das der Fall. Allerdings blieb der Grad an Gleichlauf zwischen dem Pfund Sterling und dem Euro in den letzten Jahren auch geringer als bei den meisten anderen europäischen Währungen.

Bei der norwegischen Krone und dem ungarischen Forint nahm der Gleichlauf mit dem Euro im späteren Zeitraum ab. Die über zwölf Monate kumulierte Leistungsbilanz schloss dabei im Januar mit einem Defizit von 30,2 Mrd ab, verglichen mit einem Überschuss von 39,1 Mrd im Jahr zuvor. Diese Vorzeichenumkehr spiegelte vor allem einen Rückgang des Warenhandelsüberschusses wider, der auf das steigende Defizit in der Ölhandelsbilanz infolge der höheren Ölpreise zurückzuführen war.

In der Kapitalbilanz ergaben sich im Bereich der Direktinvestitionen und Wertpapieranlagen im Zwölfmonatszeitraum bis Januar zusammen genommen Nettokapitalabflüsse von 14,4 Mrd, die durch rückläufige Anlagen in Schuldverschreibungen des Euro-Währungsgebiets und den zunehmenden Erwerb von ausländischen Dividendenwerten durch Ansässige im Euro-Währungsgebiet verursacht wurden. Die wieder stärkere Ausweitung der Exportvolumen im November und Dezember deutet allerdings darauf hin, dass die Ausfuhren einem beständigen Aufwärtstrend folgen, der durch die günstige weltweite Nachfragesituation untermauert wird.

Die Ausfuhrpreise des Eurogebiets gemessen anhand von Durchschnittswertindizes zogen im vierten Quartal leicht an und setzten damit den allmählichen Anstieg fort, der seit der ersten Jahreshälfte zum Teil wegen der ölpreisbedingt höheren Kosten zu verzeichnen ist. Abbildung 30 Saldo der Leistungsbilanz sowie des Warenhandels und Dienstleistungsverkehrs des Euro-Währungsgebiets in Mrd ; Monatswerte; saisonbereinigt Saldo der Leistungsbilanz über 12 Monate kumuliert; linke Skala Saldo des Warenhandels und Dienstleistungsverkehrs über 12 Monate kumuliert; linke Skala Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen gleitender Dreimonatsdurchschnitt; rechte Skala Einfuhr von Waren und Dienstleistungen gleitender Dreimonatsdurchschnitt; rechte Skala Das schwächere Wachstum der Wareneinfuhrwerte im Schlussquartal hing teilweise mit der geringeren Verteuerung der Importe zusammen, die in erster Linie dem Ölpreisrückgang im gleichen Zeitraum zu verdanken war Quelle: Ein positives negatives Vorzeichen zeigt einen Nettozufluss Nettoabfluss an.

Die letzten Angaben beziehen sich auf Dezember Quellen: Die letzten Angaben beziehen sich auf Dezember siehe Abbildung Die Salden der Dienstleistungsbilanz und bei den laufenden Übertragungen veränderten sich hingegen insgesamt kaum.

Abbildung 32 verdeutlicht den im Vergleich zu den Öleinfuhren wesentlich geringeren Umfang der Ölausfuhren des Euro-Währungsgebiets, die überwiegend aus Mineralölerzeugnissen bestehen.

Im vergangenen Jahr erhöhte sich das Minus in der Ölhandelsbilanz insgesamt um ca. Gebietsfremde verkauften im Dezember und Januar per saldo Schuldverschreibungen des Euroraums. Eine positive negative Zahl bedeutet für das Euro-Währungsgebiet einen Nettokapitalzufluss -abfluss.

Die letzten Angaben beziehen sich auf Januar Das Wachstum der Unternehmensgewinne ist definiert als Veränderung der Unternehmensgewinne gegenüber dem Vorjahr auf Monatsbasis. Die Unternehmensgewinne werden berechnet als Verhältnis zwischen der Marktkapitalisierung und dem Kurs-Gewinn-Verhältnis nach den marktbreiten Aktienkursindizes von Datastream für das Euro-Währungsgebiet und die Vereinigten Staaten.

In längerfristiger Betrachtung ergaben sich im Bereich der Direktinvestitionen und Wertpapieranlagen zusammengenommen im Zwölfmonatszeitraum bis Januar Nettokapitalabflüsse von 14,4 Mrd, verglichen mit Nettokapital zuflüssen von 3,1 Mrd im gleichen Vorjahrszeitraum.

Die kumulierten Zwölf-Monatswerte der Nettozuflüsse gingen hier seit dem Sommer stark zurück und kehrten sich seit Dezember in Nettokapitalabflüsse um siehe Abbildung Ausschlaggebend hierfür waren vor allem sinkende Investitionen Gebietsfremder in Schuldverschreibungen des Euro-Währungsgebiets sowie der zunehmende Erwerb ausländischer Dividendenwerte durch Gebietsansässige.

Einerseits gingen die Käufe von Anleihen des Euroraums durch Gebietsfremde zurück, was möglicherweise auf den zunehmenden Renditeabstand im Langfristbereich zwischen den Vereinigten Staaten und dem Eurogebiet zurückzuführen war.

Andererseits hielt der seit August zu beobachtende Abwärtstrend der Nettokapitalzuflüsse bei den Dividendenwerten an, weil Ansässige im Euro-Währungsgebiet ihre Anlagen in ausländischen Dividendenwerten aufstockten. Bei den Direktinvestitionen waren die Nettokapital abflüsse seit Oktober relativ stabil.

Darüber hinaus können sie mittels automatischer Stabilisatoren konjunkturelle Schwankungen glätten, indem sie beispielsweise die Einkommen von Arbeitslosen oder Rentnern sichern. Dieser Aufsatz zeigt, dass die Staatsausgabenquoten im Euro-Währungsgebiet seit den Sechzigerjahren kontinuierlich gestiegen sind, bevor sie in den letzten Jahren Höchstwerte erreichten bzw.

Vielen Beobachtern zufolge übersteigen sie das für die effiziente Bereitstellung grundlegender öffentlicher Leistungen erforderliche Niveau. Die Ausgaben erhöhten sich in einem Umfeld steigender Abgaben und negativer Arbeits- und Investitionsanreize sowie zunehmender Haushaltsungleichgewichte.

In jüngerer Zeit zeichnet sich ein zusätzlicher Ausgabendruck aufgrund der Bevölkerungsalterung ab, der die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen gefährden könnte. Einige Länder des Eurogebiets haben bereits bedeutende Fortschritte bei der Reform der Staatsausgaben erzielt.

Sie konnten eine bemerkenswert positive Entwicklung der öffentlichen Finanzen wie auch des Wirtschaftswachstums verzeichnen. Untermauert werden sollte die Ausgabenreform durch die Einhaltung des Handlungsrahmens der EU für die wirtschafts- und finanzpolitische Koordinierung sowie durch Verbesserungen bei den nationalen finanzpolitischen Institutionen.

Mit Blick auf das Thema Qualität der öffentlichen Finanzen wurde zunehmend darüber diskutiert, wie viel der Staat ausgeben sollte und wofür, und welchen Beitrag eine Ausgabenreform zu einem stärkeren Wirtschaftswachstum und mehr Stabilität leisten kann. Das Bewusstsein für die Bedeutung einer Reform der Staatsausgaben wurde auch durch anhaltende Defizite und eine hohe Verschuldung in Verbindung mit im internationalen Vergleich relativ hohen Steuersätzen und einem durch die Bevölkerungsalterung verursachten starken Ausgabendruck geschärft.

Natürlich können öffentliche Ausgaben auch anderen Zwecken wie der Umverteilung oder dem sozialen Zusammenhalt dienen, die als förderlich für den wirtschaftlichen Wohlstand betrachtet werden können.

Die konzeptionellen und empirischen Zusammenhänge zwischen öffentlichen Ausgaben, Wirtschaftswachstum und der Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen werden im dritten Abschnitt untersucht. Die öffentlichen Ausgabenquoten im Eurogebiet sind im internationalen Vergleich sehr hoch und liegen deutlich, d. Hinter dieser allgemeinen Beobachtung verbergen sich jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern.

In diesen Durchschnittswert sind allerdings ein minimaler Anstieg von 8,2 Prozentpunkten in Irland und ein maximaler Anstieg von 31,8 Prozentpunkten in Portugal eingeflossen. Zu einem bedeutenden Bruch des Aufwärtstrends bei den Ausgaben kam es, als die Ausgabenquoten in der Mehrzahl der Länder des Euroraums in den Achtziger- bzw.

Nach diesen Rekordwerten begannen einige Staaten in den Achtzigerjahren, ihre Ausgabenquoten zu senken, und die meisten anderen Euro-Länder führten ihre Ausgabenverpflichtungen Anfang bis Mitte der Neunzigerjahre zurück.

Subventionen 2,1 1,8 Investitionen 2,4 2,5 Vermögenstransfers 1,4 1,4 Sonstige Ausgaben 4,6 4,8 Nachrichtlich: Konsumausgaben des Staats 19,7 20,3 Quelle:.

Zehntel der Staatsausgaben bzw. Weitere zwei Fünftel der Gesamtausgaben entfielen auf Transfer- und Subventionszahlungen an private Haushalte und Unternehmen, wobei hier vor allem Ausgaben der Sozialversicherung und in weitaus geringerem Umfang Unterstützungszahlungen für industrielle Betriebe ins Gewicht fielen.

Diese ist vor allem eine Folge der seit dem Beitritt der Länder zur Währungsunion rückläufigen Langfristzinsen auf die ausstehende Staatsschuld d. Dagegen blieb die Primärausgabenquote weitgehend unverändert. Bei der Analyse des Zusammenhangs zwischen Staatsausgaben und dem Einfluss der öffentlichen Finanzen auf die wirtschaftliche Stabilität und das Wirtschaftswachstum ist es hilfreich, die Verbindung zwischen öffentlichen Ausgaben und der Entwicklung der Defizite und Schuldenstände zu betrachten.

Das Entstehen chronischer Defizite in Europa fiel mit einem starken Anstieg der Ausgaben in den Siebzigerjahren und Anfang der Achtzigerjahre zusammen siehe Abbildung 1. Zur Umkehr bei dem für den Euroraum beobachteten Defizit nach kam es, als Steuersenkungen nicht mit einem entsprechenden Rückgang der Ausgabenquote einhergingen. Spanien 7,1 2,2 0,2 9,5 Frankreich 2,0 1,8 n. Irland 6,4 2,0 0,6 9,0 Italien 0,4 1,3 0,7 2,4 Luxemburg 7,4 1,2 0,6 9,2 Niederlande 3,5 1,3 0,6 5,4 Österreich -1,2 1,6 0,0 0,4 Portugal 9,7 0,5 n.

Finnland 3,1 1,4 1,8 6,3 Euro-Währungsgebiet 2,6 1,5 0,5 4,6 Quelle: Einige Länder ersetzen direkte Ausgaben durch Steuerausgaben, beispielsweise mittels Gewährung von Steuervergünstigungen für Verheiratete und Kinder statt direkter Transferzahlungen.

Während einige Länder Sozialtransfers auf die gleiche Weise besteuern wie Lohneinkommen, werden sie in anderen Ländern teilweise oder vollständig von der Besteuerung ausgenommen. Im Ergebnis sind in der erstgenannten Ländergruppe die Ausgaben und Einnahmen in dieser Kategorie im Durchschnitt höher.

In einigen Ländern werden die ausgewiesenen öffentlichen Ausgaben durch obligatorische private Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherungen gesenkt. Umgekehrt wird das Ausgabenniveau durch staatliche Beiträge zu freiwilligen Sozialversicherungen erhöht. Public-Private-Partnership-Initiativen PPPs werden in den einzelnen Ländern unterschiedlich behandelt und können die staatlichen Investitionsausgaben zeitweilig senken, insbesondere wenn die Kostenrechnung für ein PPP-Projekt über einen längeren Zeitraum gestreckt wird, als es bei herkömmlichen öffentlichen Investitionen der Fall ist.

Price, Enhancing the Effectiveness of Public Spending: Die Bedeutung von Reformen der Staatsausgaben für Wirtschaftswachstum und Stabilität Diese Faktoren können Unterschiede zwischen den Ländern bezüglich der Gesamtausgaben sowie bestimmter Ausgabenkategorien erklären, die bis zu mehrere Prozentpunkte des BIP betragen können. Allerdings stehen Ausgabendaten, die um derartige Einflüsse länderübergreifend und im Zeitverlauf bereinigt wurden, nicht zur Verfügung. Die Entwicklung der Ausgaben beeinflusst indirekt auch die Entwicklung des Schuldenstands.

Abbildung 2 zeigt, dass sich die öffentliche Schuldenquote im Eurogebiet weiter erhöhte, solange sich der rasche Expansionskurs bei den Ausgaben fortsetzte und hohe Defizite zu verzeichnen waren. Dieser Trend kehrte sich in der zweiten Hälfte der Neunzigerjahre kurzfristig um. In jüngster Zeit war jedoch wieder ein Anstieg der Schuldenquoten zu beobachten.

Bei der Betrachtung der öffentlichen Ausgaben und der damit verbundenen Herausforderungen muss auch erwarteten künftigen Entwicklungen, die die staatlichen Verpflichtungen stark beeinflussen könnten, Rechnung getragen werden. Zu berücksichtigen ist hier vor allem die Belastung der öffentlichen Haushalte durch die alternde Bevölkerung.

In den kommenden Jahrzehnten dürfte dieser Faktor die staatlichen Budgets in Europa in Form von Ausgaben für die Altersversorgung, das Gesundheitswesen und die Pflegeversicherung belasten. Aus diesem Blickwinkel betrachtet ist die Ausgabenpolitik qualitativ hochwertig, wenn sie a notwendige öffentliche Güter und Dienstleistungen bereitstellt, b die öffentlichen Ressourcen zu diesem Zweck effizient nutzt und c die gesamtwirtschaftliche Stabilität durch ihre mittelfristige Ausrichtung, Vorhersagbarkeit und Nachhaltigkeit untermauert.

Während sich die ersten beiden Bedingungen auf die Ziele Effektivität und Effizienz beziehen, ist die dritte für die Schaffung der ersten beiden Bedingungen von Bedeutung. Darüber hinaus kann die Ausgabenpolitik den institutionellen Rahmen, in dem eine Volkswirtschaft funktioniert und der seinerseits Grundvoraussetzung für Wachstum und Stabilität ist, verstärken. Rechtliche Auflagen und Regelungen, die die Eigentumsrechte und die Effizienz der Märkte sicherstellen, verringern die politische Unsicherheit, fördern den Wettbewerb, sorgen für einen angemessenen Informations- All dies wiederum veranlasst die Wirtschaftssubjekte, zu arbeiten, zu sparen, zu investieren, sich zu spezialisieren und innovativ tätig zu werden, was sich beschäftigungs- und wachstumsfördernd auswirkt.

Infrastrukturausgaben können nicht nur per se vorteilhaft sein, sondern auch zusätzliche private Investitionen nach sich ziehen. Allerdings muss der Nutzen zusätzlicher Aufwendungen auch gegen die Kosten in Form der hierfür notwendigen Besteuerung abgewogen werden ein Aspekt, der häufig nicht berücksichtigt wird. Es ist schwierig, eine genaue Abgrenzung der staatlichen Kernausgaben vorzunehmen. Allerdings dürfte es sich nicht bei allen Mitteln, die unter diesen Kategorien erfasst werden, um Kernaufwendungen bzw.

Hochschulausbildung, Elektrizität oder sonstige Dienstleistungen müssen nicht in erster Linie durch den Staat bereitgestellt werden. Die verbleibende wichtigste Ausgabenkategorie sind Transfer- und Subventionszahlungen, die Umverteilungszwecken dienen und in der Regel als unproduktiv gelten, da sie das Wachstum nicht fördern, sondern aufgrund verzerrender Steuern und nachteiliger Anreizeffekte vielmehr mit erheblichen volkswirtschaftlichen Kosten verbunden sein können.

Gleichwohl könnten die Ausgaben für eine soziale Grundsicherung als produktiv angesehen werden, da sie die Notwendigkeit des Vorsichtssparens verringern und die Risikofähigkeit der Wirtschaftssubjekte erhöhen.

Die Staatsausgaben werden dann am effizientesten verwaltet, wenn zur Erreichung eines bestimmten politischen Ziels die dafür notwendige Finanzierung auf ein Minimum reduziert wird. Die Effizienz der öffentlichen Ausgaben lässt sich durch eine Reihe von Techniken steigern, wie z.

Revisions- und ver gabe rechtliche Vorschriften sowie eine Kosten-Nutzen-Analyse können hierzu ebenfalls einen Beitrag leisten. In einigen Fällen kann die staatliche Finanzierung oder finanzielle Unterstützung mit der Bereitstellung von Dienst- Im Bereich der Sozialausgaben könnte die Effizienz erhöht werden, wenn die Aufwendungen gezielter den einkommensschwachen Bevölkerungsschichten zugute kämen.

Um Wachstum und Stabilität zu fördern, muss die Ausgabenpolitik tragfähig sein. Die Tragfähigkeit steigert das Vertrauen der Wirtschaftsakteure in die Stabilität des künftigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds und erhöht ihre Investitionsbereitschaft.

Hierdurch wird wiederum das Wachstum gestützt, wodurch die Tragfähigkeit weiter verstärkt wird. Wenn Regierungen die Tragfähigkeit durch einen Abbau der Defizite und Schuldenstände verbessern wollen, ohne auf Steuererhöhungen zurückzugreifen, bleiben als einzige Möglichkeit Einschränkungen und Reformen auf der Ausgabenseite.

Sollten zusätzlich Steuersenkungen notwendig sein, müssten die Ausgaben weiter gedrosselt werden. Darüber hinaus können die Staatsausgaben die Nachfrage in Zeiten konjunktureller Schwankungen über automatische Stabilisatoren festigen. Die daraus resultierenden höheren Defizite können die Nachfrage allerdings nur dann wirksam stabilisieren, wenn die öffentlichen Finanzen als tragfähig eingeschätzt werden.

Ist dies der Fall, verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Wirtschaftsakteure auf steigende Defizite mit einer Aufstockung ihrer Ersparnisse reagieren, was den stabilisierenden Effekt zunichte machen würde.

Zahlreiche empirische Belege zeigen, dass höhere staatliche Ausgaben per se nicht zwangsläufig zu besseren Ergebnissen führen. Zudem gibt es klare Evidenz dafür, dass ausgabenseitig bedingte Haushaltsdefizite der Erreichung dieser Ziele im Wege stehen. Die verfügbare Fachliteratur sieht jedenfalls keine objektive und eindeutige Bestimmung qualitativ hochwertiger Ausgabenkategorien, ihrer optimalen Höhe und ihrer genauen Auswirkung auf Tragfähigkeit und Wachstum vor.

Empirische Studien und Simulationsmodelle haben jedoch zu einem besseren Verständnis des Transmissionsmechanismus und der Auswirkungen der Ausgabenpolitik auf die Gesamtwirtschaft beigetragen. Indikatoren für die Qualität der öffentlichen Finanzen und gängige Verfahren für deren Beurteilung, auch im internationalen Vergleich, können der Veranschaulichung dienen und bei der Bewertung der Ausgabeneffizienz hilfreich sein siehe Kasten 2. Thöne, Quality of public finances and growth, Working Paper Nr.

Eine mögliche Vorgehensweise besteht darin, Indikatoren für das Leistungsniveau des öffentlichen Sektors zu berechnen, die dann den eingesetzten staatlichen Ressourcen gegenübergestellt werden können. Der Startschuss für die einheitliche Geldpolitik fiel unter recht günstigen Bedingungen, weil bereits im Vorfeld der Euro-Einführung eine stabilitätsorientierte Wirtschaftspolitik betrieben wurde.

Zudem bewährte sich die geldpolitische Strategie des Eurosystems sowohl bei der geldpolitischen Entscheidungsfindung als auch bei der Begründung dieser Entscheidungen der Öffentlichkeit gegenüber. Somit konnte sich das Eurosystem während des ganzen Jahres darauf konzentrieren, weiterhin ein preisstabiles Umfeld zu sichern. Das Eurosystem wird deshalb auch künftig auf die Bedeutung seines vorrangigen Ziels der Ge- Das Eurosystem muss als eine Einheit und als eine wahrhaft europäische Institution auftreten.

Die Geldpolitik ist unteilbar; sie kann nicht auf Situationen in einzelnen Ländern oder Regionen des Euroraums reagieren. Gegen Ende und in den ersten Monaten des Jahres wurde der Wirtschaftsaufschwung im Euroraum durch die Finanzkrisen in Asien und Russland abgebremst. Angesichts dieser Entwicklung und der ohnehin schon niedrigen Inflation zeigte eine umfassende Beurteilung der weiteren Preisentwicklung 2. Das historisch niedrige Niveau der nominalen kurzfristigen Zinsen im Euroraum, das sich in Folge der Zinssenkung einstellte, war mit ein Grund dafür, wieso das Wachstumspotenzial des Euroraums ohne Beeinträchtigung der Preisstabilität ausgeschöpft werden konnte.

Im Laufe des Jahres kam es zu einer Verlagerung der Risiken für die Preisstabilität; der Inflationsdruck wurde zusehends stärker. Diese Entwicklungen deuteten darauf hin, dass die Inflation mittelfristig anziehen könnte. Gleichzeitig verstärkten der anhaltende Anstieg der Rohölpreise und die Verschlechterung des Euro-Wechselkurses bei sich gleichzeitig aufhellender Konjunktur den Inflationsdruck.

So zeigten also beide Säulen der geldpolitischen Strategie an, dass die Preisstabilität mittelfristig in Gefahr war. Dies bewog den EZB-Rat dazu, am 4. Februar und am März um jeweils weitere 25 Basispunkte.

An der Wahl des Zeitpunkts dieser Zinsschritte zeigt sich der vorausschauende Charakter der Geldpolitik des Eurosystems: Indem das Eurosystem handelt, bevor sich die Preisspirale zu drehen beginnt, kann es spätere, drastischere Zinsanhebungen vermeiden. Durch einen derartigen Kurs wird ein Wirtschaftsaufschwung nicht im Keim erstickt; im Gegenteil, die Geldpolitik trägt so dazu bei, eine der Grundvoraussetzungen für nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu schaffen.

Seit der Einführung des Euro ist erst gut ein Jahr verstrichen. Der geldpolitische Handlungsrahmen des Eurosystems das Instrumentarium aus Refinanzierungsgeschäften, ständigen Fazilitäten und einem Mindestreservesystem mit Bestimmungen zur Durchschnittserfüllung bewährte sich in der Praxis sehr gut.

Die Tagesgeldsätze waren insgesamt sehr stabil, sodass keine Notwendigkeit für Feinsteuerungsoperationen bestand. Die EZB führte nur einmal zu Beginn des Jahres eine Feinsteuerungsoperation durch, um nach der erfolgreichen Umstellung auf das Jahr überschüssige Liquidität abzuschöpfen. Aus diesem Grund analysiert es eingehend die Entwicklungen in den EU-Mitgliedstaaten, die den Euro noch nicht eingeführt haben. Um den Euro letztlich einführen zu können, müssen diese Länder die Konvergenzkriterien erfüllen.

Zu bedenken ist allerdings, dass sich der Euro bereits unmittelbar nach seiner Einführung auf den gesamten Finanzsektor, die Wirtschaft des Euroraums und das Weltwährungssystem ausgewirkt hat. Der Euro etablierte sich unverzüglich als die zweitwichtigste internationale Währung, und seine Bedeutung wird im Lauf der Jahre noch zunehmen. Die Kapitalmärkte gewinnen an Tiefe und an Liquidität. Einige bisher unterentwickelte Segmente des Kapitalmarktes, z.

Insgesamt wurden hohe Umsätze auf den Finanzmärkten verzeichnet, was zeigt, dass der Euro gut angenommen wurde. Dies gilt ebenso für die Schaffung eines Binnenmarktes für Finanzdienstleistungen. Hier verwies das Eurosystem etwa darauf, dass Massenzahlungssysteme, mit denen sich grenzüberschreitende Zahlungen kostengünstiger und schneller abwickeln lassen, spätestens zum Zeitpunkt der Euro-Bargeldeinführung betriebsbereit sein müssen war verstärkter Umstrukturierungsdruck spürbar, was sich auch an vermehrten Fusionen und Übernahmen nicht nur im Finanzsektor zeigt.

Davon ist das ganze Spektrum der Finanzintermediäre und Finanzinstitute betroffen, von den Banken bis hin zu den Börsen, und ebenso die ganze Palette der Zahlungsverkehrs- und Wertpapierabwicklungssysteme.

Nach wie vor verlaufen Fusionen und Übernahmen hauptsächlich innerstaatlich, aber das kann sich in Zukunft durchaus ändern. Der Euro wirkt wettbewerbsfördernd, indem er für mehr Transparenz sorgt und grenzüberschreitende Vergleiche innerhalb des Euroraums einfacher macht. Das wirkt sich wiederum positiv auf das Funktionieren des Binnenmarktes aus und führt letztlich zu Wohlfahrtsgewinnen.

Die Regierungen sollten dies als Gelegenheit sehen, voneinander zu lernen, und sollten bewährte Lösungen übernehmen. Strukturelle Veränderungen im Euroraum werden vom Eurosystem genau beobachtet und analysiert, weil von ihnen abhängen kann, inwiefern bzw.

Ganz allgemein betrachtet ist es wichtig, dass das Finanzsystem im Euroraum effizient und stabil ist, weil dies auch die Durchführung der Geldpolitik erleichtert. Darüber hinaus gibt es Veränderungen, die zwar in keinem direkten Zusammenhang mit der Einführung des Euro stehen, dem Eurosystem aber trotzdem ein Anliegen sein müssen.

So sind von der Entwicklung des elektronischen Geldes alle wichtigen Zentralbankfunktionen betroffen: Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Jahresberichts sind in der Europäischen Union in diesem Bereich bereits erste Fortschritte erzielt worden, aber die bisher eingebrachten Vorschläge für die Regulierung sollten noch präzisiert und ausgedehnt werden.

Dies gilt vor allem für Bestimmungen, mit denen gewährleistet werden soll, dass nur der Bankenaufsicht unterliegende Kreditinstitute befugt sind, elektro- 4.

Ebenso ist sicherzustellen, dass das Eurosystem den Geltungsbereich seiner geldpolitischen Instrumente auf Ausgeber von elektronischem Geld ausdehnen kann und dass elektronisches Geld immer zum Nennwert einlösbar ist. Der Übergang zum Jahr gestaltete sich völlig unproblematisch, vor allem wegen der gründlichen Vorbereitungen, die in vielen Bereichen getroffen worden waren, darunter auch in der Finanzwirtschaft und im Eurosystem.

Der Euro hatte einen guten Start, aber worauf es letztlich ankommt, ist der dauerhafte Erfolg des Euro und der Wirtschaftsund Währungsunion. Das Eurosystem wird seinen Teil dazu beitragen, diesen Erfolg sicherzustellen. Auf den hier erwähnten und auch auf allen anderen Gebieten werden in diesem Jahr und in Zukunft weitere Anstrengungen unternommen werden, den Euro und das Eurosystem fester zu verankern, die Infrastruktur auszubauen und den Handlungsrahmen zu stärken.

Für die Wirtschaft des Euroraums beginnt jetzt eine entscheidende Phase. In einer Zeit, in der sich das Wirtschaftswachstum in einem Umfeld von Preisstabilität beschleunigt, bietet sich die einmalige Gelegenheit, die Arbeitslosigkeit im gesamten Euroraum deutlich abzubauen und die Wirtschaft zu beleben.

Diese Chance kann aber nur genutzt werden, wenn die Entscheidungsträger die Weichen richtig stellen und der private Sektor im Vertrauen auf eine positive Entwicklung initiativ wird. Das Wichtigste, was die Geldpolitik dazu beisteuern kann, ist, ihren auf die mittelfristige Gewährleistung von Preisstabilität ausgerichteten Kurs zu halten. Dies hätte zugleich den Effekt, dass die Glaubwürdigkeit des Eurosystems steigt und das Vertrauen der Bevölkerung darauf wächst, dass der Wert des Euro langfristig stabil bleiben wird.

Die Regierungen sind aufgerufen, wie vom Stabilitäts- und Wachstumspakt vorgeschrieben, ihre Haushaltsdefizite zu vermindern, damit sie ausgeglichen bilanzieren oder sogar Überschüsse erzielen.

Die Sozialpartner sind aufgerufen, Preisstabilität, Produktivitätswachstum und den Abbau der Arbeitslosigkeit in den Lohnverhandlungen gebührend mitzuberücksichtigen. Ebenso sollten sie beachten, dass regionale Unterschiede eine differenzierte Lohnentwicklung erfordern. Uns allen sollte bewusst sein, dass wir gegenwärtig die Weichen für eine bessere Zukunft für alle Bürger in Europa stellen können. Diese Gelegenheit sollten wir gemeinsam nutzen und damit Europa zu einer treibenden Kraft in der Weltwirtschaft machen.

Frankfurt am Main, im März Willem F. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die geldpolitischen Beschlüsse mit Blick auf die Zukunft und auf der Grundlage einer stabilitätsorientierten Strategie getroffen, die im Oktober beschlossen wurde siehe den Artikel im Monatsbericht vom Januar mit dem Titel Die stabilitätsorientierte geldpolitische Strategie des Eurosystems.

Im Einklang mit dieser Definition muss die Preisstabilität mittelfristig aufrechterhalten werden. Die Beurteilung der Aussichten für die Preisentwicklung und der Risiken für die zukünftige Preisstabilität beruht auf zwei Säulen.

Die erste Säule weist der Geldmenge eine herausragende Rolle zu; dies kommt in der Bekanntgabe eines Referenzwerts für das Wachstum eines weit gefassten Geldmengenaggregats zum Ausdruck. Die monetäre Entwicklung im Verhältnis zum Referenzwert wird laufend analysiert, um daraus Informationen zur mittelfristigen Preisentwicklung zu gewinnen. Im Rahmen der zweiten Säule wird zudem eine breit fundierte Beurteilung weiterer Indikatoren durchgeführt, die Informationen zu den Aussichten für die Preisentwicklung und den Risiken für die Preisstabilität im Eurogebiet liefern.

Auf diese Weise reagiert die Geldpolitik nicht automatisch auf Entwicklungen eines einzelnen Indikators bzw. Vielmehr legt der EZB-Rat die Zinssätze für die geldpolitischen Instrumente des Eurosystems auf der Grundlage der Informationen, die sich aus einer gründlichen Analyse beider Säulen seiner Strategie ergeben, so fest, dass die Preisstabilität auf mittlere Frist am besten gewährleistet wird.

Die Zinssätze, die für die drei wichtigsten geldpolitischen Instrumente zu Beginn der dritten Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion WWU gelten sollten, wurden am Dezember offiziell bekannt gegeben.

Der Beschluss folgte auf eine koordinierte Zinssenkung durch die nationalen Zentralbanken im früheren Verlauf des Dezembers , mit der die Konvergenz der offiziellen Zinssätze in den Ländern, die nunmehr das Eurogebiet bilden, faktisch zum Abschluss gebracht wurde.

Im ersten Quartal blieb der Inflationsdruck gering. In diesem von niedriger Inflation geprägten Umfeld gab es Anzeichen dafür, dass sich die Konjunktur im Eurogebiet in erster Linie auf Grund der geringeren Auslandsnachfrage stärker abgeschwächt haben könnte, als Ende angenommen worden war. Auch das Wachstum der Industrieproduktion verlor an 8. Vor diesem Hintergrund wurde zunehmend deutlich, dass die Risiken für die Preisstabilität auf mittlere Frist vor allem nach unten gerichtet waren.

Allerdings musste bei der Beurteilung der Aussichten für die Preisstabilität auch in Betracht gezogen werden, dass einige der Indikatoren Anfang in die entgegengesetzte Richtung zu weisen schienen.

Die monetären Daten für Januar zeigten eine erhebliche Zunahme der täglich fälligen Einlagen. Diese beiden Faktoren übten also ebenfalls einen Aufwärtsdruck auf die Preise aus. Zudem schienen die besonderen Umstände im Zusammenhang mit dem Übergang zur dritten Stufe der WWU erheblich zum steilen Anstieg der täglich fälligen Einlagen im Januar beigetragen zu haben. Diese Auffassung wurde durch die teilweise Umkehrung des Wachstums der täglich fälligen Einlagen im Februar bestärkt. Angesichts der Unsicherheit hinsichtlich der Analyse der Geldmengenentwicklung Anfang und der damals noch geringen Abweichung vom Referenzwert sah der EZB- Rat daher zu diesem Zeitpunkt bei der monetären Entwicklung keine Anzeichen eines Inflationsrisikos.

Da die Inflationsraten insgesamt deutlich unterhalb der Obergrenze der Preisstabilitätsdefinition des Eurosystems lagen und hinsicht- 9.

Im weiteren Jahresverlauf wirkten eher treibende als dämpfende Faktoren auf die Preisstabilität ein. Die Jahreswachstumsrate der täglich fälligen Einlagen blieb hoch, und zugleich stiegen auch die Ausleihungen an den privaten Sektor weiterhin rasch an, was bestätigte, dass reichlich Liquidität vorhanden war.

In den Vereinigten Staaten gab es zudem Hinweise auf eine anhaltend lebhafte Konjunkturentwicklung. Unter diesen Rahmenbedingungen belebte sich auch die Konjunktur im Euro-Währungsgebiet schrittweise wieder.

Die Industrieproduktion stabilisierte sich im zweiten Quartal und beschleunigte sich im dritten Quartal. Zudem wies die stetige Zunahme der Anleiherenditen im Sommer darauf hin, dass am Markt auf lange Sicht von einer Verbesserung der Wirtschaftslage ausgegangen wurde und dass auch verstärkt ein Anziehen der Preise erwartet wurde.

Insgesamt zeichnete sich allmählich ab, dass sich die Konjunktur im Euro-Währungsgebiet im Verlauf des Jahres und im Jahr erheblich beschleunigen würde. Juni und dem 2. Juni siehe Abbildung 9. Juli auf 97 Basispunkte aus, verglichen mit 65 Basispunkten am 4. In dieser Versteilerung der Zinsstrukturkurve am Geldmarkt spiegelten sich in erster Linie deutlich gestiegene Markterwartungen hinsichtlich des zukünftigen Zinspfads der wider.

Längerfristige Laufzeiten waren hiervon stärker betroffen, denn bezogen auf Ende 28 und das Jahr 29 war der Anstieg der Markterwartungen deutlicher ausgeprägt als für die kommenden Monate.

Juni auf 65 Basispunkte am 2. Die Verringerung dieser Abstände blieb nicht ohne Auswirkungen auf die Zinsstrukturkurve am unbesicherten Geldmarkt, deren Verlauf tendenziell flacher wurde. Diese Abflachung war aber nicht so stark, als dass sie die Aufwärtskorrektur der Markterwartungen bezüglich der Leitzinsen der ausgeglichen hätte. Damit hatten sie im Vergleich zum 4. Juni um 18, 28 bzw. Angesichts der von der für die letzten Tage der am 1. Juni endenden fünften Mindestreserve-Erfüllungsperiode des Jahres 28 erwarteten Liquiditätslage wurde am Reserveultimo eine liquiditätsabsorbierende Feinsteuerungso peration mit eintägiger Laufzeit durchgeführt.

Im Rahmen dieses Geschäfts entzog die dem Markt 14 Mrd. In den ersten Tagen der sechsten Erfüllungsperiode, die am 8. März Mai Juli Sept. Das Ziel war dabei nach wie vor, zum Ende der Erfüllungsperiode ausgewogene Liquiditätsbedingungen zu erreichen.

Juni teilte die deshalb jeweils 2 Mrd mehr und am Juni 35 Mrd sowie am 1. Juli 3 Mrd mehr als den jeweiligen Benchmark-Betrag zu. Juni trotz alledem im Tagesgeldsatz widerspiegelte. Mai hatte sich somit ein Anstieg um 9 Basispunkte bzw. Der marginale Zuteilungssatz dieser Geschäfte lag 36 bzw. Im Euro-Währungsgebiet kam dieser Anstieg jedoch ab Mitte Juni zum Stillstand und kehrte sich an den anderen wichtigen Märkten sogar weitgehend um.

Obschon sich die mittel- und langfristigen Infl ationserwartungen sowie die damit verbundenen Risikoprämien gemessen an den Breakeven-Infl ationsraten im Euroraum deutlich erhöhten, blieben die entsprechenden Termin-Breakeven-Infl ationsraten weitgehend unverändert.

In den Vereinigten Staaten gingen die langfristigen Staatsanleiherenditen hingegen. Dadurch weitete sich der Renditeabstand zwischen zehnjährigen Staatsanleihen in den Vereinigten Staaten und im Euroraum auf rund -9 Basispunkte aus. In den Vereinigten Staaten waren die mittel- und langfristigen Realrenditen inflationsindexierter Staatsanleihen im Juni erheblichen Schwankungen ausgesetzt.

Zu Beginn des Berichtszeitraums setzten die nominalen und realen Renditen ihren seit den starken Finanzmarktturbulenzen Mitte März verzeichneten Aufwärtstrend fort. Der Aufwärtsdruck auf die Realrenditen hing teilweise damit zusammen, dass die Anleger angesichts der gestiegenen Inflationsängste, die nicht zuletzt mit weiteren Ölpreisanstiegen zusammenhingen, ihre Einschätzung bezüglich der künftigen Leitzinsentwicklung revidierten.

Im Eurogebiet war der Anstieg der langfristigen nominalen Zinssätze in den ersten Juniwochen vor allem einer weiteren Zunahme der entsprechenden realen Renditen zuzuschreiben siehe Abbil dung Diese spiegelte eine deutliche Aufwärtsbewegung der realen Terminzinsstrukturkurve bei den kurz- bis mittelfristigen Laufzeiten wider, die mit den revidierten Erwartungen der Anleger hinsichtlich der künftigen Leitzinsentwicklung im Euroraum zusammenhing.

Die Renditen langfristiger Staatsanleihen beziehen sich auf den Zehnjahresbereich bzw. Die Breakeven-Inflationsraten stiegen ab Ende Mai insbesondere bei den kurz- bis mittelfristigen Laufzeiten merklich an siehe Abbildung Die in den inflationsindexierten Swapsätzen enthaltenen Informationen zeichneten ein konsistentes Bild erhöhter Breakeven-Inflationsraten. Die zweijährigen Breakeven-Inflationsraten stiegen von Ende Mai bis zum 2. Die implizite nominale Terminzinsstrukturkurve für Tagesgeld im Eurogebiet verschob sich bei den kurz- und mittelfristigen Laufzeiten leicht nach oben siehe Abbildung Am kurzen Ende war dies teilweise auf die Reaktion der Marktteilnehmer auf die Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung des -Rats am 5.

Die implizite Terminzinsstrukturkurve, die sich aus der am Markt beobachteten Zinsstruktur ableitet, spiegelt die Markterwartungen hinsichtlich der künftigen Höhe der Kurzfristzinsen wider. Das Verfahren für die Berechnung dieser impliziten Terminzinsstrukturkurven ist auf der Website der unter Euro area yield curve dargelegt. Die Spreads finanzieller Kapitalgesellschaften blieben auf einem besonders hohen Niveau und lagen nahe oder über den seit Beginn der Finanzmarktturbulenzen im vergangenen Sommer beobachteten Höchstwerten.

Sowohl die privaten Haushalte als auch nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften erhielten für kurzfristige Einlagen bis zu einem Jahr höhere Zinsen. Bei den kurzfristigen Konsumenten- und Wohnungsbaukrediten an private Haushalte stiegen die Zinsen von März bis April im Neugeschäft um 1 bzw. Hierin spiegelte sich teilweise der Anstieg des Geldmarktsatzes für Dreimonatsgeld um 18 Basispunkte vom April wider.

Wird ein längerer Betrachtungszeitraum zugrunde gelegt, so erhöhte sich der Geldmarktsatz für Dreimonatsgeld von Juni 27 bis April 28 um 64 Basispunkte, und die kurzfristigen MFI-Zinsen für Einlagen privater Haushalte und nichtfinanzieller Kapitalgesellschaften stiegen um 49 bzw.

Zugleich legten die Zinsen für Konsumentenkredite und Wohnungsbaukredite an private Haushalte um 37 bzw. Insgesamt blieb der Anstieg der kurzfristigen MFI-Zinsen seit der Jahresmitte 27, als die Anspannungen an den Kreditmärkten einsetzten, etwas hinter der Entwicklung der Geldmarktsätze zurück. Im April 28 erhöhten sich die langfristigen MFI-Zinssätze für Einlagen privater Haushalte mit einer Laufzeit von mehr als zwei Jahren um 1 Basispunkte und für entsprechende Einlagen nichtfinanzieller Kapitalgesellschaften um 45 Basispunkte siehe Tabelle 4 und Abbildung Dieser Anstieg der Einlagenzinsen ist vor dem Hintergrund der zeitgleichen Zunahme der Renditen zweiund fünfjähriger Staatsanleihen um 32 bzw.

Die langfristigen MFI-Zinsen für Wohnungsbaukredite an private Haushalte und für Kredite von bis zu 1 Mio an nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften blieben weitgehend unverändert.

Die Langfristzinsen für Kredite von mehr als 1 Mio an nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften zogen leicht an um 8 Basispunkte; siehe Abbildung 16 , während der Anstieg bei den Renditen langfristiger Staatsanleihen stärker ausfiel. Weitere Einzelheiten finden sich in: Quartalsangaben beziehen sich auf das Quartalsende. Im Gegensatz hierzu gingen im entsprechenden Zeitraum die Staatsanleiherenditen stark zurück fünfjährige Anleihen um 57 und zweijährige Anleihen um 59 Basispunkte.

Im Euro-Währungsgebiet und den Vereinigten Staaten erreichten die Notierungen ihren niedrigsten Stand seit dem Beginn der Finanzmarktturbulenzen im vergangenen Sommer, da sie von den höhe- Auch die Besorgnis der Anleger hinsichtlich der Konjunkturaussichten dürfte sich in jüngster Zeit verstärkt haben. Der impliziten Volatilität nach zu urteilen hat sich die Unsicherheit an den wichtigsten Aktienmärkten von Ende Mai bis Anfang Juli etwas erhöht. Die Aktienmarktunsicherheit gemessen an der aus Aktienoptionen abgeleiteten impliziten Volatilität nahm an den wichtigsten Handelsplätzen etwas zu, blieb aber deutlich unterhalb der im März verzeichneten Höchststände siehe Abbildung Gleichzeitig erhöhte sich jedoch das für den kommenden Zwölfmonatszeitraum prognostizierte Gewinnwachstum etwas, was die allgemeinen Erwartungen der Analysten widerspiegelt, dass die Gewinneinbrüche nur von kurzer Dauer sein werden.

Die langfristigen Erwartungen hinsichtlich des Gewinnwachstums blieben im Juni robust. Reuters und Thomson Financial Datastream. Q2 6 8 Q3 Q4 Q Quelle: Die implizite Volatilität stellt die erwartete Standardabweichung der prozentualen Veränderung der Aktienkurse in einem Zeitraum von bis zu drei Monaten dar, wie sie in den Preisen von Optionen auf Aktienindizes zum Ausdruck kommt. Die implizite Volatilität bezieht sich auf die folgenden Aktienindizes: Zwar wurde für alle im Index vertretenen Branchen im Juni und Anfang Juli ein deutlicher Rückgang der Aktienkurse verzeichnet, doch war der Finanzsektor hiervon besonders stark betroffen: Die Eintrübung der Aussichten für Finanzunternehmen im Euroraum schlägt sich auch in den jüngsten Schätzungen zu den Eigenkapitalkosten dieses Sektors nieder siehe Kasten 2.

Die implizite Volatilität nahm an den wichtigsten Märkten zu, was eine etwas gestiegene Unsicherheit der Marktteilnehmer hinsichtlich der kurzfristigen Aktienkursentwicklung anzeigt.

Obschon die Aktienkurse im Eurogebiet während des Betrachtungszeitraums auf ihren tiefsten Stand in diesem Jahr fielen, blieb die Aktienmarktunsicherheit deutlich hinter den Werten zurück, die während des Kursverfalls vom März verzeichnet worden waren. Die Entscheidung zwischen Eigenund Fremdfinanzierung wird in der Regel durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst, z. Im vorliegenden Kasten werden Schätzungen der Eigenkapitalkosten des nichtfinanziellen und des finanziellen Sektors im Euro-Währungsgebiet dargestellt; die Turbulenzen am Finanzmarkt haben sich in den beiden Sektoren sehr unterschiedlich auf diese Kosten ausgewirkt.

Anders als die Kosten, die bei den meisten Verschuldungsformen anfallen insbesondere die für Bankkredite und Unternehmensanleihen geltenden Zinssätze , lassen sich die Kosten der Kapitalbeschaffung über den Aktienmarkt nicht unmittelbar feststellen; sie müssen deshalb auf Basis eines quantifizierbaren Modells ermittelt werden. In der Theorie wird zur Preisfeststellung von Aktien üblicherweise das Dividendendiskontierungsmodell herangezogen.

Diesem Modell zufolge entspricht der aktuelle Aktienkurs eines Unternehmens den erwarteten Dividendenausschüttungen, die mit der von den Anlegern für das Halten der Aktie geforderten Rendite diskontiert werden. Diese Rendite misst die Eigenkapitalkosten. Zur praktischen Umsetzung des Modells wird in diesem Kasten der von Fuller und Hsia vorgeschlagene Ansatz herangezogen.

Hsia, A simplified common stock valuation model, in: Ein dreistufiges Dividendendiskontierungsmodell für das Euro-Währungsgebiet, November. Die zweite Phase stellt eine Übergangsperiode von acht Jahren dar, für die unterstellt wird, dass sich die Dividendenwachstumsrate linear an eine konstante langfristige gleichgewichtige Wachstumsrate der Unternehmensgewinne anpasst, die während der dritten, unendlichen Phase gleich bleibt.

Zieht man die nach Sektoren aufgeschlüsselten Informationen zur Dividendenrendite und zu den langfristigen Wachstumserwartungen der Analysten heran, lassen sich die Eigenkapitalkosten für finanzielle und nichtfinanzielle Unternehmen isolieren. Abbildung A zeigt die geschätzten Eigenkapitalkosten der beiden Sektoren im Beobachtungszeitraum von Januar 22 bis Juni Dabei fällt zweierlei auf: Zweitens bewegten sich die Eigenkapitalkosten im finanziellen Sektor vor allem bei den Banken zwar systematisch auf einem höheren Niveau als im nichtfinanziellen Bereich, doch hat sich der Abstand im Zeitraum 24 bis 27 verringert.

Umgekehrt fiel der aufgrund der Finanzmarktturbulenzen in jüngster Zeit beobachtete Wiederanstieg der Eigenkapitalkosten für Finanzunternehmen viel deutlicher aus als für nichtfinanzielle Firmen.

Diese jüngste Ausweitung des Abstands zwischen den Eigenkapitalkosten im finanziellen und im nichtfinanziellen Sektor hat vermutlich zwei Ursachen. Thomson Financial Datastream und -Berechnungen. Dies hat nach den Turbulenzen zu einem kräftigeren Kursrückgang bei den Finanzwerten geführt, nachdem diese in den Jahren zuvor stets besser abgeschnitten hatten.

Durch die Unruhen am Finanzmarkt schnellten diese Kosten für finanzielle Kapitalgesellschaften in die Höhe und erreichten Werte in der Nähe der Rekordstände von 22 bis Indes ist der Anstieg der Eigenkapitalkosten im nichtfinanziellen Sektor bisher viel moderater ausgefallen und trug damit zu den insgesamt nach wie vor recht günstigen Finanzierungsbedingungen in diesem Bereich bei.

Jedenfalls ist die Aktienemission nichtfinanzieller Kapitalgesellschaften in den letzten Jahren verhalten geblieben, während die anhaltende Dynamik der Kreditfinanzierung das Verschuldungsniveau in die Höhe trieb.

Dagegen sehen sich finanzielle Unternehmen durch die Finanzmarktturbulenzen mehr und mehr genötigt, ihr Eigenkapital trotz der in diesem Sektor derzeit höheren Eigenkapitalkosten aufzustocken. Die Preisstabilität ist auf mittlere Sicht weiterhin eindeutig mit Aufwärtsrisiken behaftet, welche sich in den letzten Monaten noch verstärkt haben. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass von unvorhergesehenen Erhöhungen indirekter Steuern und administrierter Preise Aufwärtsrisiken ausgehen.

Zwar sind für Juni noch keine vollständig aufgeschlüsselten Angaben zum HVPI verfügbar, doch deuten die Ergebnisse einzelner Länder darauf hin, dass die Preise für Nahrungsmittel und insbesondere für Energie im Vorjahrsvergleich erneut stark gestiegen sind. Unverarbeitete Nahrungsmittel 2,8 3, 3,3 3,3 3,8 3,1 3,9. Verarbeitete Nahrungsmittel 2,1 2,8 5,9 6,5 6,8 7, 6,9. Industrieerzeugnisse ohne Energie,6 1,,7,8,9,8,7. Dienstleistungen 2, 2,5 2,5 2,4 2,8 2,3 2,5.

Weitere Preisindikatoren Industrielle Erzeugerpreise 5,1 2,8 5,1 5,4 5,8 6,2 7,1. Ausschlaggebend für diese Entwicklung ist sowohl der jüngste Auftrieb der Rohölpreise als auch eine Ausweitung der Raffineriemargen, insbesondere bei Dieselkraftstoffen siehe Kasten 3.

In diesem Kasten wird die Relation zwischen den Ölpreisen an den internationalen Märkten und den Verbraucherpreisen für Mineralölprodukte im Euro-Währungsgebiet untersucht. Dabei ist zu beachten, dass die Ölpreise an den Weltmärkten für gewöhnlich in US-Dollar notiert werden.

In Euro gerechnet sind sie in den letzten Jahren weniger drastisch gestiegen. Eine Reihe weiterer Faktoren kann den Transmissionskanal ebenfalls beeinflussen. Erstens muss das Rohöl, bevor es von den Verbrauchern verwendet werden kann, an Raffinerien geliefert und dort entweder zu Kraftstoff d.

Zweitens müssen die Mineralölprodukte von den Raffinerien zum Einzelhandel gelangen. Ab Januar 27 gilt für Benzin die 1 ppm- Norm. Entwicklung der Raffineriemargen Jan. In Abbildung A wird die Relation zwischen dem Preis für Rohöl und jenem für Mineralölprodukte dargestellt; sie zeigt, dass sich diese Preise im Allgemeinen wenn auch nicht immer parallel entwickeln.

In den letzten sechs Monaten hat sich Diesel jedoch sehr viel stärker versteuert als Benzin und sogar als Rohöl. In der Tat verdeutlicht ein Blick auf die Raffineriemarge, d. In jüngster Zeit war die Lage am Markt für Dieselkraftstoffe sehr angespannt. Trotz des kürzlich verzeichneten hohen Preisniveaus stieg die Nachfrage nach Diesel weiter an, wenn auch langsamer als in den letzten zehn Jahren, als sie sich in den Euro-Ländern stetig sehr viel rascher erhöht hatte als der Benzinbedarf siehe Abbildung C.

Die Dieselnachfrage wurde auch durch die kräftige Zunahme von Dieselfahrzeugen beeinflusst, die nunmehr über die Hälfte der neu zugelassenen Personenkraftwagen im Euroraum ausmachen. Internationale Energieagentur und -Berechnungen. Durch diese lebhafte Nachfrage entstand ein Druck auf die Anbieter, der durch Streiks und andere Störungen noch verstärkt wurde, und den europäischen Raffinerien gelang es nicht, mit der Nachfrage Schritt zu halten. Obschon dieser Druck in den kommenden Monaten durch den Wegfall temporärer Faktoren nachlassen könnte, hat die angespannte Marktlage die jüngste Entwicklung der Raffineriemargen nachhaltig beeinflusst.

Ein weiterer Faktor, der sich auf die Diesel-Raffineriemargen ausgewirkt haben könnte, ist die zunehmende Qualität der auf den europäischen Märkten angebotenen Dieselkraftstoffe, d. Anders als im Zeitraum von Mitte 26 bis Mitte 27, in dem die Benzinpreise infolge der gestiegenen Raffineriemargen bei Benzin siehe Abbildung B schneller stiegen als die Dieselpreise, 1 haben Letztere seit Ende 27 in einem deutlich höheren Tempo zugenommen als die Benzinpreise.

Reuters, Europäische Kommission und -Berechnungen. Das wöchentlich erscheinende Oil Bulletin der Europäischen Kommission enthält Angaben zu den Preisen vor und nach Steuern, die es ermöglichen, einen Indikator für die Vertriebs- und Einzelhandelsmargen zu ermitteln.

Er errechnet sich als Differenz zwischen den Verbraucherpreisen ohne Steuern und dem Preis der Mineralölprodukte. Da es tendenziell rund drei bis fünf Wochen dauert, bis die Entwicklung der Preise für Mineralölprodukte vollständig auf die Verbraucherpreise durchschlägt, dürften die Einzelhandelsmargen den Anstieg der vorgelagerten Preise d. Allerdings folgt die Mehrwertsteuer automatisch den Preisen vor Steuern, da sie prozentual erhoben wird.

Obwohl sich der absolute Steueranteil an den Verbraucherpreisen für Ölenergie in den vergangenen Jahren durch die Mehrwertsteuer insgesamt leicht erhöht hat, ging der Anteil der Steuern an den Endverbraucherpreisen zurück, da die Preise für Rohöl und Mineralölprodukte aufgrund relativ stabiler Verbrauchsteuern gestiegen sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der erneute Anstieg der Verbraucherpreise für Ölenergie in erster Linie auf die Entwicklung beim Rohöl wie auch bei den Mineralölprodukten zurückzuführen ist. Vor allem zogen die Dieselpreise infolge einer deutlichen Ausweitung der entsprechenden Raffineriemarge stärker an als die Benzinpreise.

In den nachgelagerten Stufen der Preiskette deutet wenig darauf hin, dass die Verteilungs- und Einzelhandelsmargen wesentlich zu dem im Durchschnitt beobachteten Anstieg der Verbraucherpreise im Euroraum beigetragen haben. Somit lagen die Verbraucherpreise für Diesel bis vor kurzem deutlich unter jenen für Benzin, obwohl die Herstellung von Dieselkraftstoffen im Allgemeinen teurer war.

Dies ist überwiegend der volatilen Entwicklung der Obstund Gemüsepreise zuzuschreiben. Die Zwölfmonatsrate der Preise für verarbeitete Nahrungsmittel verringerte sich im Mai leicht, nachdem sie neun Monate in Folge gestiegen war.

Dies war weitgehend auf die sinkende Jahreswachstumsrate der Preise für Milchprodukte zurückzuführen. Während die an den monatlichen Wachstumsraten gemessene Bleiben weitere Schocks aus, dürfte sie in der zweiten Jahreshälfte aufgrund umfangreicher günstiger Basiseffekte, die aus den kräftigen Erhöhungen des vergangenen Jahres resultieren, allmählich zurückgehen.

Dieser Anstieg resultierte zum Teil aus Kalendereffekten im Zusammenhang mit dem frühen Ostertermin, von denen in den vergangenen Monaten bestimmte Komponenten wie Pauschalreisen und Dienstleistungen im Luftverkehr betroffen waren. Von dieser kurzfristigen Volatilität abgesehen scheint die Preisentwicklung in einigen Dienstleistungsbereichen auf ein gewisses Durchwirken des infolge der steigenden Öl- und Nahrungsmittelpreise zunehmenden Kostendrucks hinzudeuten.

So stiegen im Mai vor allem die Preise für Verkehrsdienstleistungen insgesamt gegenüber dem Vorjahr kräftig an und erreichten ihren höchsten Stand seit Dezember In dieser Komponente bleibt die Entwicklung moderat, obwohl sich im Industriegüterbereich ein erheblicher nicht lohnbezogener Kostendruck aufgebaut hat.

Die Jahresänderungsrate der Preise für Vorleistungsgüter blieb im Mai stabil. Die kurzfristige Entwicklung dieser Komponente deutet Quellen: Dies deutet auf ein gewisses Nachlassen des von den Nahrungsmitteln ausgehenden Preisdrucks auf Einzelhandelsebene hin.

Dessen ungeachtet könnte die Jahreswachstumsrate der im HVPI erfassten Nahrungsmittelpreise noch eine gewisse Zeit auf hohem Niveau bleiben, da der aufgestaute Inflationsdruck noch nicht zur Gänze auf die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel überwälzt wurde. Die jüngsten Angaben zum Preissetzungsverhalten der Unternehmen aus der Einkaufsmanager- Umfrage von NTC Economics lassen einen verstärkten Inflationsdruck sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor erwarten siehe Abbildung Im Juni 28 stiegen die Inputpreis-Indikatoren, die bereits einen hohen Stand erreicht hatten, deutlich an und erreichten ein Niveau, das im verarbeitenden Gewerbe seit nahezu zwei Jahren und im Dienstleistungssektor seit mehr als sieben Jahren nicht mehr verzeichnet wurde.

Auch die Produktionspreise scheinen weiterhin unter Druck zu stehen. Im verarbeitenden Gewerbe blieb der Index der Verkaufspreise im Juni auf einem historisch hohen Stand. Im Dienstleistungssektor stieg der Erzeugerpreisindex, nachdem er rund zwei Jahre lang um ein erhöhtes Niveau herum geschwankt hatte, im Juni erneut an und erreichte seinen höchsten Stand seit November 2. In beiden Wirtschaftszweigen lässt das verglichen mit dem seit Mitte 27 zu beobachtenden Auftrieb der Vorleistungskosten moderatere Wachstum der Verkaufspreise weiterhin vermuten, dass die höheren Vorleistungspreise noch nicht vollständig auf die Verbraucher überwälzt wurden Verarbeitendes Gewerbe; Inputpreise Verarbeitendes Gewerbe; Outputpreise Dienstleistungen; Inputpreise Dienstleistungen; Outputpreise Quelle: Ein Indexwert von über 5 weist auf einen Preisanstieg hin, während ein Wert von unter 5 auf einen Rückgang hindeutet.

Eurostat, nationale Statistiken und -Berechnungen. Im Vergleich zur vorangegangenen Veröffentlichung wurde diese Rate nach oben revidiert, was auf eine leichte Beschleunigung des Lohnanstiegs im Schlussquartal des Jahres hindeutet wobei die Aufwärtsrevision mit rund,2 Prozentpunkten sehr deutlich ausfiel.

Arbeitsproduktivität 1,2,9 1,4,9,8,4,6 Lohnstückkosten 1, 1,5 1, 1,3 1,5 2,3 2,4 Quellen: Der zunehmende Lohndruck ist anscheinend auf das Zusammenspiel mehrerer Faktoren zurückzuführen; dazu gehören eine angespanntere Arbeitsmarktlage, Nominallohnindexierungssysteme, mit denen die Löhne an vergangene Preisentwicklungen gekoppelt werden, sowie die teilweise Abkehr von der bislang geübten Lohnzurückhaltung.

Die Beschleunigung des Lohnwachstums ist ein weiteres Anzeichen für den sich verstärkenden binnenwirtschaftlichen Inflationsdruck und sollte sorgfältig beobachtet werden. Das Risiko, dass eine inflationäre Lohn-Preis-Spirale ausgelöst wird, ist besonders in den wenigen Ländern des Euroraums offenkundig, in denen eine Art automatischer Preisindexierung der Löhne im privaten Sektor existiert.

Gleichzeitig wird erwartet, dass ein schwacher Produktivitätszuwachs zu einem kräftigeren Anstieg der Lohnstückkosten führen wird. Im vorliegenden Kasten wird die Die für Anfang 28 verfügbaren Daten deuten darauf hin, dass sich dieser Abwärtstrend wahrscheinlich fortgesetzt hat.

Deutschland 2 27,4 -,7,3, Irland 2 2,1 14,7 13,4,9 9,2 2,,, -8,6 Griechenland 2 2,5 1, 12, Spanien 2 11,6 12, 1,4 5,8 7,2 5,8 5,3 4,8 3,8 Frankreich 1 21,1 9,4 12,1 6,6 8,1 6,8 5,7 5, Italien 2 , 4 17,4 6,5 6,7 5,7 6,6 4, Luxemburg 2 ,4 9, Malta 2 ,1 9,1 3,5 1,1 3,1,2 1,1,1 -,7 Niederlande 1 6,3 9,6 4, Österreich 2 , 3 3, -,3 4, 4,1 3,5 4,4 4,8 3,6 2,1 Portugal 2 1,8 3,9 2,1 1,3 1,3 1,1 1,3 1,7 2,3 Slowenien 1 , Finnland 1 2, 6,4 7,4 5,9 6,4 6,4 6, 4,9 3,1 Euro-Währungsgebiet 4 1, 6, 6,5 4,5 5, 4,..

Nationale Quellen und -Berechnungen. Gewichte basieren auf dem nominalen BIP im Jahr Untersucht man die jüngsten Entwicklungen, so deuten die verfügbaren Länderdaten darauf hin, dass die anhaltende Abschwächung der Hauspreisinflation im Eurogebiet generell in denjenigen Ländern am ausgeprägtesten war, die in den letzten Jahren relativ hohe Steigerungen der Wohnimmobilienpreise verzeichneten.

Dagegen blieben die Hauspreise in Deutschland, Zypern, den Niederlanden und Portugal im Jahr 27 weitgehend unverändert oder haben sich im Vergleich zu 26 sogar erhöht. Die allgemeine Verlangsamung der Hauspreisinflation im Euroraum scheint weitgehend auf eine Abschwächung der Nachfrage nach Wohnimmobilien zurückzuführen zu sein.

Die Zinsen für Wohnungsbaukredite an private Haushalte sind in den letzten zwei Jahren generell gestiegen, nachdem sie mehrere Jahre lang gesunken waren. Laut der jüngsten Umfrage der zum Kreditgeschäft verschärften sich im ersten Quartal 28 per saldo die Richtlinien für Wohnungsbaukredite an private Haushalte weiter.

Wie aus Abbildung B hervorgeht, trug die Abnahme der Hauspreisinflation erst 27 zu einer generellen Stabilisierung des Verhältnisses zwischen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte und Hauspreisindex eine grobe bzw. Dies hat unter anderem auch dazu geführt, dass der Anteil der für den Wohnungsbau eingesetzten Ressourcen in der Volkswirtschaft leicht abnahm, was durch den Rückgang der Wohnungsbauinvestitionen im Verhältnis zum BIP verdeutlicht wird.

Allerdings ist hinsichtlich der Wohnungsbauinvestitionen eine erhebliche Heterogenität zwischen den einzelnen Ländern des Euro-Währungsgebiets festzustellen, die im Wesentlichen auf die Unterschiede bei den Hauspreisentwicklungen in diesen Ländern zurückzuführen ist.

Was die nähere Zukunft betrifft, so dürfte sich nach der starken Expansion in den letzten zehn Jahren die derzeitige Wachstumsabschwächung am Wohnimmobilienmarkt im Euroraum fortsetzen.

Die Hauspreisinflation im Eurogebiet dürfte gegenüber den bis 25 verzeichneten kräftigen Zuwachsraten auf einem moderateren Niveau bleiben. Dabei ist es sehr wahrscheinlich, dass die Wohnungsbauinvestitionen, als realwirtschaftliches Gegenstück zu den Hauspreisen, gedämpft bleiben. Dies ergibt sich weitgehend aus den in den letzten Monaten weltweit zu beobachtenden drastischen Erhöhungen der Energie- und Nahrungsmittelpreise. Die Preisstabilität ist auf mittlere Sicht weiterhin eindeutig mit Aufwärtsrisiken behaftet, die sich in den letzten Monaten noch verstärkt haben.

Diese Risiken umfassen vor allem die Möglichkeit weiterer Preissteigerungen bei Energie und Nahrungsmitteln. Darin spiegelten sich zum Teil temporäre Faktoren wider, insbesondere der in vielen Gegenden Europas ungewöhnlich milde Winter, der offenbar der Bautätigkeit Auftrieb verlieh.

Infolgedessen ist für das zweite Jahresviertel mit einem eher schwachen Wachstum des realen BIP zu rechnen. Die Ertragslage der nichtfinanziellen Unternehmen entwickelt sich nachhaltig, das Beschäftigungsniveau ist hoch, und die Arbeitslosigkeit ist auf Werte gefallen, die so niedrig sind wie seit 25 Jahren nicht mehr. Die inländische Nachfrage ohne Vorratsveränderungen leistete im ersten Quartal des laufenden Jahres mit,5 Prozentpunkten einen kräftigen Beitrag zum realen BIP-Wachstum im Euroraum, aber auch die Vorratsveränderungen steuerten,2 Prozentpunkte bei.

Die Entwicklung im Baugewerbe dürfte dem ungewöhnlich milden Winterwetter zuzuschreiben und daher nur von kurzer Dauer sein siehe den Abschnitt zur sektoralen Wertschöpfung. Ende 27 wies der private Verbrauch Anzeichen einer Schwäche auf, die dem drastischen Anstieg der Einzelhandelspreise für Nahrungsmittel und Energie zuzuschreiben sein dürfte.

Der Vertrauensindikator der Europäischen Kommission für den Einzelhandel, der die Einschätzung der Einzelhändler zum Ausdruck bringt, war im Juni erneut rückläufig. Dieser Indikator wies in der jüngsten Vergangenheit eine erhebliche Volatilität auf, liegt aber weiterhin auf einem hohen Niveau, obwohl er im Jahresverlauf 27 und Anfang 28 deutlich gesunken ist. Nach Angaben der Europäischen Kommission nahm das Verbrauchervertrauen im Euroraum im Juni 28 weiter ab, was dafür spricht, dass die im ersten Jahresviertel beobachtete Stabilisierung wohl nur vorübergehender Natur war.

Darin spiegeln sich unter anderem verschlechterte Erwartungen der Verbraucher hinsichtlich der allgemeinen Wirtschaftslage und ihrer persönlichen finanziellen Situation wider. Gleichwohl wirkt sich die Arbeitsmarktlage weiterhin stützend auf den privaten Verbrauch aus. In Kasten 5 wird auf die jüngste Entwicklung der privaten Konsumausgaben näher eingegangen.

Branchen- und Verbraucherumfragen der Europäischen Kommission und Eurostat. Verglichen mit vorangegangenen Aufschwungsphasen entwickelte sich der private Verbrauch relativ moderat siehe Abbildung A. Die verfügbaren Ausgaben indikatoren wie der Einzelhandel, das Verbrauchervertrauen und die Pkw-Neuzulassungen deuten derzeit auch für das zweite Quartal auf ein gedämpftes Wachstum hin.

Im vorliegenden Kasten werden die Einflussfaktoren der aktuellen Entwicklung der privaten Konsumausgaben beleuchtet. Die Ausgabenentscheidungen der privaten Haushalte werden zwar durch eine Reihe von Faktoren bestimmt, eine wichtige Determinante ist aber das Haushaltseinkommen. Grundsätzlich hängt der Verbrauch der Privathaushalte vom derzeitigen wie auch vom zukünftig erwarteten verfügbaren Realeinkommen ab, das sich aus dem Arbeitnehmerentgelt und den Renditen aus Geld- und Sachvermögen zusammensetzt.

In den letzten Jahren wurde das verfügbare Einkommen einerseits durch ein kräftiges Beschäftigungswachstum gestützt und andererseits durch eine Reihe von Preisschocks gedämpft. Erhöhungen indirekter Steuern und administrierter Preise haben die Kaufkraft der Privathaushalte vermindert. Darüber hinaus stiegen gegen Ende 27 infolge des Preisschubs bei Nahrungsmitteln und Energie die Kosten für den typischen Warenkorb der privaten Haushalte: Auf längere Sicht müssen sie ihre Ausgaben an die veränderte Situation anpassen.

Kurzfristig jedoch hängt die Anpassung von der Art des Preisschocks und den Erwartungen hinsichtlich der künftigen Preisentwicklung ab. Während die Privathaushalte den Erhöhungen indirekter Steuern und administrierter Preise Rechnung tragen müssen, dürfte ihre Bereitschaft, den Konsum von Gütern wie etwa Nahrungsmitteln und Kraftstoff einzuschränken, geringer sein.

Möglicherweise entscheiden sie sich stattdessen dafür, ihre Ersparnisse vorübergehend abzubauen, insbesondere wenn es sich ihrer Ansicht nach nicht um dauerhafte Preissteigerungen handelt. In der Vergangenheit tendierten die Verbraucher üblicherweise dazu, ihre Ausgaben weniger stark zu verringern, wenn die Teuerung durch einen Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln und Energie bedingt war, als wenn sie auf höhere Preise bei anderen Waren und Dienstleistungen zurückzuführen war. Allerdings trat Ende 27 und Anfang 28 das Gegenteil ein.

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So waren im Einzelhandel und bei den professionellen Dienstleistungen zwischen Mitte der Neunzigerjahre und nur geringe Deregulierungsfortschritte auszumachen.

Closed On:

Im vorliegenden Kasten werden der mit dem Rückfluss Recycling von Öleinnahmen verbundene Handelskanal und die möglichen Auswirkungen dieses Recyclings auf das Exportwachstum des Eurogebiets untersucht. Thomson Financial Datastream und -Berechnungen.

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