Zinsänderungsrisiko

Die Zinswende kommt! Aktien, Anleihen und Gold im Stresstest

Der Finanzwesir antwortet.

Kauf von Anleihen in einem steigenden Zinsumfeld Die Federal Reserve lockert allmählich ihre Anreize, während sich die Wirtschaft von der Lebensunterstützung in einen stabilen Zustand bewegt. Aber die Anleihenkurse bewegen sich in die entgegengesetzte Richtung wie die Zinssätze, was Investitionen in Anleihefonds und ETFs zu einer Herausforderung macht, um es gelinde auszudrücken. Anleger, die diese Beziehung nicht kennen, müssen verstehen, dass einzelne Anleihen in einem steigenden Zinsumfeld bis zur Fälligkeit gehalten werden sollten. Die Laufzeit wird auch für Anleihekäufer wichtig.

Die Ladder-Strategie

Vergessen Sie nicht die Vorteile (guter) Anleihen! Anleihen guter Bonität sollten in einem gut diversifizierten Portfolio immer Platz haben. Denn sie bringen die für Investoren wichtige Eigenschaften mit: Kapitalerhalt, Diversifikation und (notabene: derzeit minimale) Erträge.

Hallo Alex, das ist mit der Mindestbonität stimmt. Ich habe den Artikel entsprechend erweitert. Ich habe das schon zu risiko arm aufgeweicht. Einfach weil risikoarm das neue risikolos ist. Da wird man schon mal nachlässig. Von der Idee her ist RK1 die letzte Verteidigungslinie, die unbedingt halten muss. Rendite ist da eher weniger das Thema. So wie in Friedenszeiten immer über die teuren Depots voller Medikamente, Decken und Notrationen gemeckert wird. Der Katastrophenschutz soll sich nicht so haben sagen die BWLer, da kann man kürzen.

Hollywood nimmt so etwas gerne als Auftakt zu einem weiteren Emmerich-Film Aber das ist etwas, das jeder selbst entscheiden muss. Ich könnte mich noch für eine Direktanlage in finnische Staatspapiere erwärmen. Die anderen Skandinavier halte ich auch für brauchbar, aber für RK1 gehe ich kein Fremdwährungsrisiko ein. Da bleiben nur die Finnen.

Aber nochmal von einer anderen Seite nachgedacht: Das bedeutet für mich: Stabilität für's Depot und, wenn's ganz gut läuft, sogar eine negative Korrelation mit dem Aktienteil, wenn's da mal wieder auf die Bretter geht. Was es für mich nicht bedeutet: Macht es hier vllt. Ich bin auf dieses Thema übrigens zum einen durch diesen Artikel gekommen: Ich hoffe mein Bestehen auf dieses Thema kommt nicht ignorant rüber.

Mich interessiert, ob es trotz der aktuell historisch niedrigen Zinsen ein Argument gibt, den folgenden ETF langlaufende europäische Staatsanleihen zu kaufen:. Aufgrund der niedrigen Zinsen gibt es hier doch hauptsächlich ein Kursrisiko. Dagegen gibt es aber kaum Chancen, oder ist es nicht so einfach?

Du hast dir ja eigentlich selbst schon die Antworten gegeben. Aktuell sind die Zinsen grad historisch niedrig - das hat zwar in der jüngeren Vergangenheit die Kurse der Anleihen extrem gepusht und dabei, je langlaufender die Anleihe, umso mehr die "Hebelwirkung" der Zinsänderungen in den Kursen - es obliegt nun jedem Anleger selbst, darüber zu urteilen ob und wie lang das weitergeht oder sich auch mal ändert und umkehrt.

Wer glaubt, dass die Zinsen noch weiter fallen, kann mit solchen langlaufenden Anleihen spekulativ davon profitieren. Wer eher davon ausgeht, dass die Zinsen steigen, wird sich davon natürlich eher fernhalten.

Ja, viel Rendite ist da sicher nicht zu holen, aber darum gehts ja hier auch nicht, sondern Sicherheit bzw Risikobegrenzung für die Rendite selbst sind ja die Aktien schon zuständig. Es ist halt so einfach oder schwer, wie genau man's eben haben will. Im Prinzip ist es ja so, die wesentlichen "Risiko"komponenten einer Standartanleihe sind Zinsen d. Zinsänderungen während der Laufzeit und Bonität. Wenn du grad das Chance-Risiko Verhältnis anschaust, glaubst du dass die Zinsen noch um weitere 1 Prozent sinken werden dann würde der ETF beispielhaft etwa 15 Prozent im Kurs steigen , oder dass die Zinsen eher um 1 Prozent steigen dito, würde der ETF um etwa 15 Prozent fallen - alles natürlich vereinfacht als Beispiel gesagt?

Wenn du keine Meinung dazu hast bzw ehrlicherweise zugibst das man sowas auch nicht wirklich seriös vorhersagen kann , brauchst du dich auf solche Spielchen eigentlich auch garnicht erst einzulassen. Und naja, wenn du wirklich über die Zinsentwicklung spekulieren willst gibts dazu natürlich auch noch andere Mittel und Wege als nur der ETF auf eigene Verantwortung.

Wie sie insgesamt in das passive Portfolio-Konzept passen wird halt schnell zu einer recht philosophischen Diskussion, die halt jeder individuell bewerten muss.

Ob zum Beispiel die vergleichsweise erhöhte Schwankungsbreite wirklich noch zum RK1 tauglich passt oder nicht. Man konnte auch noch einen gewissen "Hedge"effekt damit erzielen, da langlaufende Anleihen wenig bis negativ mit dem Aktienmarkt korreliert waren, aber inwieweit man dem heut noch für die Zukunft vertraut, gerade eben im Hinblick der ausgereizten Zinsspielräume, ist auch wieder Ermessenssache. Erschwert wird die Bewertung dann natürlich wieder dadurch, dass man da auch ins Nebelfeld aus Politik und Notenbanken wandert.

Wie eben gesagt, das kann ziemlich kompliziert werden: Hier noch ein paar ETFs vom Blog zum Thema Anleihen, falls du sie noch nicht kennst, mit denen dir die Thematik klarer wird so dass du danach besser urteilen kannst: Excuse me for writing in English. I hope that I can disturb you with my questions. I understand that the answer depends of my risk tolerance, but I could hardly wait to read your kind reply.

Hochverehrte Khaleesi, Eure Frage erstaunt mich. Das sollte Eure Probleme für immer lösen. Sollte dies der Fall sein, müssen wir doch den bürgerlichen Weg gehen. Ist mir völlig egal. Die ersten 20 Jahre ist sowieso die Sparrate der entscheidende Hebel. Das zählt in meinen Augen mehr, als marktkapitalisiert vs. Welche Variante bsser war wird man im Nachhinein nach 30 Jahren sehen. Was ist mit einem Anleihen-ETF? Sie sausen in die Tiefe.

Das einzige was dann noch standhält sind US-Treasuries und deutsche Staatsanleihen. Von daher würde ich keine Staatsanleihen von Schwellenländern kaufen. Aus deutscher Sicht ist das RK3 wie Aktien. Anleihen grosser Firmen nur Investment Grade. Jede Anleihe hat ein Volumen von Millionen bis 1 Milliarde. Ein Vertreter aus dem Euroraum: Mit Japan kenne ich mich nicht aus. Die politische Frage, die Ihr selbst beantworten müsst: Was ist langfristig sicherer: Eine italienische Staatsanleihe oder die Schuldverschriebung eines global agierenden Unternehmens?

Der Nachteil aller Konstruktionen: Man verdient kein Geld. Wer RK1 will, muss die niedrige Verzinsung als Versicherungsprämie akzeptieren.

Deshalb auf jeden Fall ein ETF. Was ich nicht beurteilen kann ist das Fremdwährungsrisiko. Ich würde in RK1 nie etwas anderes als den Euro als meine Heimatwährung akzeptieren. Aber vielleicht sieht das anders aus, wenn man nicht im Dollar-, Euro-, Yen-Raum lebt. Deshalb tue ich mich schwer etwas zum Thema hedging zu sagen. Operatives Stichwort ist halt das " wenn es sowas gäbe Ich beantworte sie trotzdem mal Im Prinzip schon - wenn man sich mal oberflächlich umschaut, wieviele Anleger eigentlich ein "Problem" mit der Akzeptanz klassischer Marktkapitalisierung haben wir haben hier alle Varianten schon gehört: Das Grundproblem bleibt halt die Gretchenfrage "was bringt das?

Wirklich interessant wäre es erst, wenn tatsächlich die Quadratur des Kreises gelingt - höhere Rendite bei gleichem Risiko, bzw gleiche Rendite bei weniger Risiko. Da gibt es einige Strategie-Index Konzepte, die das in der Theorie versprechen, und die Fragen, die sich jeder Anleger zur Prüfung stellen muss, hab ich ja schon erwähnt. Also man muss die Hintergründe des Konzeptes verstehen, ob und warum das für einen schlüssig ist, und davon abgeleitet für wie wahrscheinlich man es hält das es auch in Zukunft noch so funktioniert.

Kurz gesagt, eine Überzeugung für die Sinnhaftigkeit entwickeln, um es lange genug durchhalten zu können. Bei der Hauptzielgruppe des Blogs deutsche Leser tun wir uns ja relativ leicht, was die Empfehlungen für die "Sicherheitskomponente" des Vermögens angeht. Zumal du ja auch nicht gesagt hast um welches Land es genau geht - das spielt schon eine Rolle ist es überhaupt in der EU? Wie ist das Kapitalmarkt-Angebot?

Gibt es Beschränkungen, dein Geld ins Ausland zu transferieren? Auf der anderen Seite Finanzanlagen sind halt immer nur ein Abwägen von Kompromissen, es gibt nichts umsonst muss man dafür auch etwas Währungsrisiko aushalten können. Nur du allein musst beurteilen, was dir lieber ist. Meistens geht es ja auch selten nur um ein richtiges entweder-oder, sondern man konstruiert sich irgendwelche Kombinationen zB Hälfte des Geldes im Heimatland, andere Hälfte im Ausland.

Patentrezepte gibt es dafür nicht, das ist immer nur individuell, je nach persönlicher Situation, Ansprüchen und Bedürfnisse. Since I live in the EU, I can buy "anything" via an online broker. Viellicht ist es unpatriotisch sein Geld ausländischen Staaten zur Verfügung zu stellen? There is no legal restriction for money transfers. No one will arrest me because I bought an ETF in a foreign stock exchange.

Our domestic capital market is very small. Here, it's very hard to build a diversified portfolio from local financial instruments stocks or corporate bonds. Nowadays, the economic conditions are relatively good, but those days in were like hell: Ob sich das auch in einem Schwellenland anwenden lässt, kann ich nicht sagen.

Normalerweise gelten Schwellenlandanleihen als zu riskant und eignen sich nicht als sicherer Baustein in einem Portfolio. So wie ich das verstanden habe, lebt der Fragesteller ja in einem Land, das "in der EU, aber nicht in der Eurozone" ist. Wenn ich noch alles richtig aus dem Kopf aufzählen kann, bleiben da als Möglichkeiten: Trennung ist weil b nicht zu seiner Beschreibung passt "emerging" europe, riskanterer Markt. Jetzt ist halt das Problem, wenn es darum geht "okay globale Anleihen, aber bitte nur mit Heimatwährungs-Hedging, damit sie stabil sind und nicht noch Zusatzschwankungen", ob es sowas überhaupt gibt für sein spezielles Land.

Vielleicht gibt es sowas, aber wegen der Nische nur mit ziemlichen Gebühren, oder vielleicht gibt es sowas garnicht erst weil das relevante Publikum dafür es eh schon gewöhnt ist, aufgrund der heimischen Instabilität ihr Geld lieber ausser Landes anzulegen.

Da wird man schon eine etwas angepasstere Vorgehensweise austüfteln müssen, anstatt das man einfach nur die allgemeinen Aussagen die ja nur aus der Perspektive von und für US- bzw Euro-Investoren geschrieben wurden zu übernehmen, wenn sie auf die eigene Situation vllt nicht so zutreffend sind.

Die Frage die du dir halt stellen musst, ist welche Rolle die Anleihen in deinem Portfolio spielen sollen. Für uns hier geht es eigentlich immer erstmal nur darum, dass "risikoarme Anlagen" Bankeinlagen, solide Euro-Anleihen, usw. Um Rendite selbst gehts bei diesem Sicherheitsanteil eigentlich nicht primär dafür sind die Aktien zuständig.

Was nun jemand tun sollte, der in einem Land lebt, wo man schon substantiellere Gründe hat, auch an der Stabilität der heimischen Sicherheitsanlagen zweifeln zu müssen, tja das ist halt ne andere Frage mit der wir uns hier, abseits von ein paar Euro-Crashpropheten, viel weniger beschäftigen What do you think about it?

Inflationsgeschützte Anleihen können durchaus Sinn ergeben, aber hauptsächlich für Anleihenlastige Portfolios. In Aktienlastigen Portfolios sollten Aktien langfristig für den Inflationsschutz sorgen.

Inflationsgeschützte Anleihen schützen ja vor unerwarteter Inflation. Die erwartete Inflation ist auch schon in normalen Anleihen eingepreist. Ob globale Diversifikation bei inflationsgeschützten Anleihen sinnvoll für einen Inflationsschutz ist, wage ich zu bezweifeln, da man sich ja normalerweise vor Inflation in der eigenen Währung schützen möchte und nicht vor Inflation in z.

Wie ChrisS schon sagt, sollten sichere Anleihen für den risikoarmen Teil eines Portfolios dienen und man kann sie auch durch eine sichere Bankeinlage ersetzen. Wenn es keine sichere Bankeinlagen bei dir gibt, dann könnten global diversifizierte Investment Grade Anleihen auch eine gute Wahl sein. Da empfiehlt sich allerdings eine Währungsabsicherung.

Was man aber auch als nicht Crashprophet kennen sollte ist die Collective Action Clause, welche als solche zwar schon lange existiert, aber für Europa erst seit relevant wurde.

Das ist letztendlich ein Gläubigerverzicht für den Fall eines solchen Crashs. Die Tatsache, dass sich die EU Länder darauf geeinigt haben und die Bundesrepublik seit dem Januar Anleihen unter der CAC Klausel herausgibt, zeigen doch sehr deutlich, dass nicht nur Crashpropheten erhebliche Skepsis gegenüber Anleihen vorhanden sein muss und dadurch Lebensversicherungen und ähnlicher gesetzlich verpflichteter Anleihen basierter Finanzprodukte.

Insbesondere wenn man hier von Risikoanteilen und Toleranz spricht. Unsere Politiker hätten sich nicht auf eine derartige Klausel geeinigt, wenn auch nicht sie ein immanentes Problem hierin sehen würden. Und die Tatsache, dass es als möglich erachtet wird, sollte daher vor allem hinsichtlich der besonderen Konstellation von Daenerys in die Entscheidungsfindung einbringen. Für diejenigen die eben diese CAC nicht kannten: Es handelt sich im Grunde um eine Enteignungsklausel im Falle von Zahlungsunfähigkeit.

Oder vielleicht sogar dem Unwillen zur Zahlung: Daher ist auch von Lebensversicherungen abzuraten, zumal hier eine Mindestquote an Staatsanleihen vorgeschrieben ist. Im Grunde sind sogar Betriebsrenten schlagartig unsicher er geworden. Ich bin ganz sicher kein Crashprophet, aber die Entwicklung, auch entsprechender gesetzlicher und politischer Entscheidungen zeichnet eine ganz klare Chance für einen Eintritt dieser Möglichkeit ab.

Gerade deshalb sollte so etwas nicht pauschal ignoriert werden. Allerdings, und das ist eben der Kernpunkt den man auch noch mal genauer aufdröseln sollte, das wichtige bei der Unterscheidung zwischen Crashpropheten und ernsthaften seriösen Auseinandersetzungen sind halt.

Mal als plattes Beispiel zur Verdeutlichung, was sicher einige schon gesehen haben, die Kategorie Crashprophet ala "Der Markt stürzt bald ab! Soviel erstmal nur allgemein auf der philosophischen Ebene dazu gesagt. Auf der praktischen Ebene können wir ja zur Demonstration durchexerzieren, was das zB für dein Beispiel bedeutet.

Soweit okay, das kann man als einfache Problembeschreibung auch glauben und ähnlich sehen - das ist aber erstmal nur die halbe Miete. Der viel bedeutendere Teil ist jedoch die Frage der Konsequenzen:. Aber erst nochmal auf die Problembeschreibung zurück. Die einfache Feststellung, das Anleihen nun per se "unsicherer" geworden sind, ist eigentlich für eine ernsthafte Analyse aus nur der dann auch eben ernsthafte Handlungskonsequenzen gezogen werden können ein bissel zu schwammig.

Man muss die "Unsicherheit" quantifizieren können, um darüber eine Abwägung zu treffen. Wie schätze ich das Risiko ein und steht das noch dem Wert des Nutzens gegenüber wenn ja, geht man es halt bewusst trotzdessen noch ein, und wenn nein, dann muss man sich eben anpassen?

Bleiben wir dabei einfach mal bei zwei Dimensionen dieses Risikos: Schadenshöhe ist zum Beispiel der Grad der Exponierung zB wie stark bin ich in den ausfälligen Anleihen investiert, bzw wieviel Verlust ist möglich , Schadenswahrscheinlichkeit ist halt welche Wahrscheinlichkeit man dem Eintritt des Schadensereignisses gibt zB prozentual. Jetzt ist halt die Schwierigkeit was das ganze auch ein bischen Kunst statt nur Wissenschaft macht , dass da viel Ermessensspielraum und persönliche Einschätzungen dabei sind.

Unterschiedliche Leute können bei derselben Betrachtung zu unterschiedlichen Analysen kommen. Das ist auch okay und ganz legitim so, jeder soll ja nur machen was zu ihm passt denn nur man selbst muss ja mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen leben.

Wenns dagegen nun um den Ausfall europäischer Staatsanleihen geht, ist das aber noch ein bischen komplexer gerade für den normalen Kleinanleger mit wenig Überblick, der da erst garnichts berechnet sondern hpts nach Bauchgefühl agiert. Anleger, die diese Beziehung nicht kennen, müssen verstehen, dass einzelne Anleihen in einem steigenden Zinsumfeld bis zur Fälligkeit gehalten werden sollten. Die Laufzeit wird auch für Anleihekäufer wichtig. Je kürzer die Dauer ist, desto niedriger ist die Empfindlichkeit.

Anleihen mit kürzerer Laufzeit haben eine geringere Zinssensitivität. Anleihen mit einer längeren Laufzeit haben eine höhere Duration und sind stärker betroffen, wenn die Zinssätze schwanken. Anleger, die längerfristige Anleihen halten, sollten die Emission bis zur Fälligkeit halten.

Anleger, die Anleihefonds kaufen, müssen sich der Duration des Fonds bewusst sein. Wenn die Zinssätze steigen, können die zugrunde liegenden Anleihekurse zusammen mit dem Investmentfondswert fallen.

Die Bonität einzelner Schuldverschreibungen hängt von der Finanzkraft des Emittenten ab. Anleihen mit Investment-Grade-Qualität sind qualitativ hochwertiger und damit am stabilsten.

Anleihen, die unter dem Investment-Grade-Niveau liegen, auch als Junk Bonds bekannt, weisen eine geringere Qualität auf. Anleihenkäufer, die daran interessiert sind, Renditen zu verfolgen, müssen die Kreditqualität des Anleiheemittenten verstehen.

Wenn der Anleihe-Emittent eine Zinszahlung verpasst, wird die Bonität sinken. Sie stellt dar, wie sensitiv der Kurs einer Obligation oder eines Obligationenfonds auf eine Zinsänderung von 1 Prozentpunkt reagiert. In der Regel ändert sich der Kurs einer Anleihe bei einer Zinsbewegung von 1 Prozentpunkt für jedes Jahr der Laufzeit um etwa 1 Prozentpunkt in die entgegengesetzte Richtung vgl. Bei einem Zinsanstieg von 1 Prozentpunkt beispielsweise würde eine Anleihe oder ein Obligationenfonds mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von fünf Jahren wahrscheinlich etwa 5 Prozent seines Wertes verlieren.

Als Faustregel können Sie sich merken: Verdeutlichen wir das an einem Beispiel: Die Marktzinsen betragen derweil 5 Prozent. Somit fehlt Ihnen jedes Jahr ein Prozentpunkt zur Marktrendite. Um dies auszugleichen, müssten Sie einen Kursgewinn von 5 Prozentpunkten erzielen. Der Kurs der Obligation müsste also bei 95 Prozent liegen.

Nur weil die Duration einer Anleihe oder eines Obligationenfonds niedrig ist, bedeutet das aber nicht, dass die Investition risikofrei ist. Anleihen mit langen Laufzeiten und niedrigen Coupons haben die längste Duration. Solche Anleihen reagieren am empfindlichsten auf eine Veränderung der Marktzinsen, entsprechend volatil sind sie in einem sich verändernden Zinsumfeld.

Umgekehrt haben Obligationen mit kürzeren Laufzeiten oder höheren Coupons eine kürzere Duration. Anleihen mit kürzeren Laufzeiten reagieren weniger sensitiv auf Zinsänderungen und sind daher in einem sich ändernden Zinsumfeld weniger volatil. Die Duration ist somit ein sehr nützliches Instrument für den Aufbau von Anleihenportfolios und die Risikosteuerung. Wenn sich der Zinsausblick eines Portfoliomanagers ändert, kann er beispielsweise die durchschnittliche Duration des Portfolios durch Änderungen der Bestände im Portefeuille an seine Zinsprognose anpassen.

Diese Anpassungen können entweder für das gesamte Portfolio oder für ein bestimmtes Segment innerhalb des Portfolios vorgenommen werden. Rechnet ein Fondsmanager mit steigenden Zinsen, ist es sinnvoll, sich stärker auf Anleihen mit kürzerer Laufzeit d. Erwartet er dagegen, dass die Zinsen während der Laufzeit der Anleihe sinken, wären Obligationen mit längerer Laufzeit attraktiv, da der Wert der Anleihen stärker steigen würde als bei vergleichbaren Obligationen mit kürzerer Laufzeit.

Nur weil die Duration eines Obligationenfonds niedrig ist, bedeutet das aber nicht, dass die Investition risikofrei ist. Neben dem Durationsrisiko unterliegen Anleihen und Obligationenfonds dem Inflationsrisiko, dem Ausfallrisiko und anderen Risikofaktoren. Die Duration eines Anleihenportfolios oder eines Anleihenfonds verändert sich auch permanent, da sich die Restlaufzeit der gehaltenen Anleihen täglich verkürzt, Anleihen fällig werden und die Zinsen schwanken.

Risikostreuung und Rebalancing ist für den langfristigen Anlageerfolg sehr wichtig, aber nicht so einfach. Wir sind an einer offenen Diskussion in den Kommentaren interessiert. Die Kommentare sollen jedoch einen fachlichen Bezug zum Beitragsthema haben. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln. Unterschiedliche Gebühren bei Anrufen aus Mobilfunktnetzen. Unterschiedliche Gebühren bei Anrufen auf Mobilfunktnetzen.

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Artikel teilen Wer heute noch Zinsen an Land ziehen will, muss sich in neue Gewässer wagen und über eine Geldanlage an den Kapitalmärkten nachdenken.

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