Search THIS SITE

Geschichte der Stadt Münster

Navigationsmenü.

 · Das Deutsche Museum ist berühmt für seine historischen Maschinen in den Ausstellungen. Aber auch hinter den Kulissen sind vielfältige mechanische Helfer im Einsatz. policy paper» strengthening common core values means strengthening europe! date: i. status quo: the eu safeguards fundamental rights and values – but so.

File history

This file contains additional information such as Exif metadata which may have been added by the digital camera, scanner, or software program used to create or digitize stc-comm.info: Auswärtiges Amt.

Vermutlich besiedelten die siegreichen Chamaven den Hügel an der Aa, die sich mit den Resten der Brukterer und weitere westgermanische Völker im 3. Jahrhundert zum Stammesverband der Franken zusammenschlossen. Schätzungsweise seit dem 6. Jahrhundert lag im Bereich des Domplatzes die kleine sächsische Siedlung Mimigernaford. Die Sachsen , ursprünglich beheimatet im Raum Holstein , breiteten sich im 3. Die Herkunft des Stammesnamens westfalai , wie die westlichen Sachsen in den fränkischen Annalen bezeichnet werden, und sie sich auch wohl selbst bezeichnet haben, ist nicht genau geklärt.

Eine Deutung verbindet den Wortstamm fal mit fahl, flachsfarben und bezieht ihn auf die Haarfarbe. Für die Namen der Siedlung Mimigernaford gibt es auch verschiedene Deutungen. Nach neueren Untersuchungen ist die Siedlung an der Furt über die Aa nach den Mimigernen benannt, den Sippenangehörigen eines Stammvaters namens Mimigern. Der Name wurde bis ins Jahrhundert benutzt, allerdings häufig in der abgewandelten Form Mimigardeford. Das Jahr gilt als offizielles Gründungsjahr Münsters: Zudem erhielt die Siedlung den Stand einer civitas Stadt , da ein Bischof nur in einer Stadt residieren durfte, und die Bauarbeiten zum Bau des münsterschen Doms wurden aufgenommen.

Die Verleihung der Stadtrechte erfolgte jedoch erst einige Jahrhunderte später. Schätzungsweise um das Jahr herum entstand um die inzwischen deutlich angewachsene Stadt ohne eigentliche Stadtrechte eine Wallanlage um den Dom herum. Innerhalb dieser Domburg begann die Ansiedlung der Ministerialen und Handwerker. Durch den anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung kam es zu ersten Bildungen von Marktsiedlungen vor den Toren der Domburg wie dem Roggenmarkt oder dem Alten Fischmarkt.

Neben der Landwirtschaft wandelte sich die Stadt zu einem wichtigen Handelspunkt. Ebenfalls in den Beginn des Jahrhunderts wurde der erste Kirchenbau der Lambertikirche als erste Marktkirche der Stadt gegründet, die von den Kaufleuten gestiftet wurde.

Die wirtschaftliche Entwicklung hielt an bis zur Vertreibung des Bischofs aus der Stadt durch die Bürger, die sich nach dem Investiturstreit zwischen Kaiser und Papst um das Recht der Bischofseinsetzung entzweiten. Als Folge wurde die Stadt durch Lothar von Süpplingenburg belagert und brannte am 2.

Februar komplett nieder. Mai mit Bischof Hermann II. Sie siedelten sich daher auf den östlich gelegenen Märkten an und legten damit den Grundstein für den Aufstieg Münsters, wie der Name der Stadt aus Quellen des Jahres erstmals belegt wird, zu einem wichtigen Handelsplatz in Westfalen. Der Verlauf der Stadtmauer ist in etwa durch die Promenade gekennzeichnet.

Osnabrück reichte erst in der zweiten Hälfte des Gemeinsam mit den genannten Städten gehörte Münster jedenfalls zu den wichtigsten Städten der Hanse in Westfalen. Gegen Mitte des Jahrhunderts schlossen sich die mächtigen Städte zu Städtebünden zusammen, um der Ohnmacht des Kaisers und der herrschenden Anarchie im Heiligen Römischen Reich entgegenzuwirken.

Ziel war es, den freien Zugang zu den Märkten zu sichern und eine Schutzgemeinschaft gegenüber Angreifern einzurichten. So schloss sich Münster am Diese Bündnisse stellten die ersten Vorläufer der Hanse in Westfalen dar und führten zu einem andauernden wirtschaftlichen Aufschwung.

Münster stieg zu einer bedeutenden Handelsstadt in Westfalen auf und der Einfluss der Händler und Kaufleute auf die Stadt wuchs. Nachdem die Bürgerschaft sich bereits während des frühen Jahrhunderts die Aufsicht über Handel und Gewerbe sowie die Akzise sicherte, stellte sie im Jahre bereits ein erstes militärisches Aufgebot der Stadt. Lamberti ab und das gegen Ende des Jahrhunderts erbaute gotische Rathaus in direkter Sichtlinie zum Dom, das die politische und rechtliche Eigenständigkeit der Stadt gegenüber dem Bischof demonstrieren sollte.

Ebenfalls in diesem Jahrhundert entstand eine weitere wichtige Kirche in Münster, die erbaute Liebfrauenkirche westlich der Domburg, nachdem ihre beiden Vorgänger jeweils komplett zerstört worden waren.

Wahrscheinlich ist jedoch, dass die Stadt bereits lange Zeit vorher in die Hanse hineingewachsen war. Als Folge der sogenannten Stiftsfehde von bis schied Münster jedoch aus der Hanse aus. Sie endete damit, dass die Gilden das Recht erlangten, Mitglieder des Stadtrates zu stellen. Gleichzeitig erhielt die Stadt die Hanserechte zurück. Eine Besonderheit der münsterschen Geschichte stellen die vom Volksmund sogenannten Erbmänner dar.

Es handelt sich dabei um das Patriziat, den Stadtadel von Münster. Die Erbmännerfamilien entstammten zumindest teilweise, wahrscheinlich jedoch überwiegend der Ministerialität des Bischofs.

Von der restlichen Einwohnerschaft Münsters unterschieden sie sich vor allem dadurch, dass sie das alleinige passive Ratswahlrecht hatten.

Die restliche Bürgerschaft war von der Regierung der Stadt ausgeschlossen. Nur Mitglieder der Erbmännerfamilien, von denen die Familie der Freiherren Droste zu Hülshoff sicherlich die bekannteste ist, stellten bis zur Änderung der Stadtverfassung nach der Stiftsfehde , manche auch noch bis ins Jahrhundert, die Ratsherren, Bürgermeister und Stadtrichter.

Weitere bedeutende Erbmännerfamilien waren die Bischopinck , Bock, Schenckinck, von der Tinnen, Kerckerinck , von der Wieck und anderen. Juli die Zustimmung eines Teils der Domherren erhielt. Begünstigt wurde er unter anderem in einem von Graf Everwin von Bentheim-Steinfurt am Oktober durchgeführten Vergleich.

Letztendlich wurde ein Appell an Papst Nikolaus V. Entgegen dem zuvor geschlossenen Vergleich bestimmte er jedoch Walram von Moers zum neuen Bischof. In der Mitte des Jahres spitzte sich die Situation weiter zu, nachdem sich Johann von Hoya am Juli den Krieg erklärten. Johann von Hoya sah sich daher gezwungen, gegen die Bürger von Münster und den Rat der Stadt vorzugehen.

Dieses Vorgehen wurde vom Hansetag am Oktober scharf kritisiert und Münster aus der Hanse ausgeschlossen, solange die alte Ratsverfassung der Stadt nicht wiederhergestellt werden würde.

Auch kriegerisch waren Walram und Dietrich von Moers weiter auf dem Vormarsch, nachdem sie am September einen Sieg gegen die Truppen der gegnerischen Partei erlangten. Allerdings konnte keine der beiden Parteien einen entscheidenden Sieg erlangen. Auch nachdem der vom Papst zum Bischof ernannte Walram von Moers am 3. Oktober starb, strebten weiterhin zwei Kandidaten nach dem Amt des Bischofs. Offiziell beendet wurde daraufhin die Stiftsfehde am Oktober durch den Kranenburger Vertrag , nachdem Erich von Hoya mit einer lebenslangen Rente abgefunden wurde und die Stadt Münster den neuen Bischof anerkannte.

Die Bürgerschaft der Stadt Münster versuchte in mehreren Anläufen, sich von der bischöflichen Obrigkeit zu emanzipieren und reichsstädtischen Status zu erlangen, insbesondere nach der durch kriegerische Auseinandersetzungen, Not und politischen Wirren geprägten Zeit gegen Ende des Mittelalters in den ersten Jahren des Als Martin Luther im Jahre seine 95 Thesen veröffentlichte, in denen er sich gegen die Ablasslehre und den Ablasshandel aussprach, entfachte er eine Reformationsbewegung im Heiligen Römischen Reich.

Gegen Ende der er-Jahre erreichte diese Bewegung Münster. Vermittlungsversuche des katholisch gesinnten Bürgermeisters Everwin II. August, dann erneunt am 5. Oktober sowie am Daraufhin wandte er sich in mehreren Briefen an den Bischof und den Rat der Stadt, dass sie doch seine Lehren öffentlich widerlegen mögen, und predigte trotz Verbotes weiter. Unter dem Eindruck der gedruckten Zusammenfassung seiner Glaubensvorstellungen wandte sich die Bürgerschaft der Stadt an die Vorsteher der münsterschen Gilden mit der Aufforderung, sich im Rat der Stadt für eine Gleichberechtigung der Glaubensrichtungen einzusetzen.

Allerdings musste er sich dem münsterschen Domkapitel gegenüber verpflichten, die neue Lehre zu unterdrücken und zu bekämpfen. So belegte er im Sommer des Jahres die Stadt mit wirtschaftlichen Sanktionen, nachdem der Rat der Stadt der Forderung der Bürgerschaft nachgab, geeignete Prediger für die Lehre der Reformation in allen Pfarrkirchen bereitzustellen und somit zum lutherischen Bekenntnis übergegangen war. Als diese Sanktionen jedoch keine Wirkung zeigten, gewährte er Münster am Mittlerweile hatte sich Rothmann jedoch weit von der ursprünglichen Lehre Luthers entfernt und der Theologie von Melchior Hofmann zugewandt, der als einer der Führer der Täuferbewegung galt.

Zentraler Punkt dieser Theologie war die Kritik an der Kindertaufe und dem letzten Abendmahl, die am 7. August zum Disput im Rathaus führte. Daraufhin gab der Rat der Stadt eine Zuchtordnung aus, die jeden Bürger dazu verpflichtete, nach den in den Evangelien überlieferten Geboten Gottes zu leben.

Die Kritik an der Kindertaufe und dem Abendmahl wurde unter Strafe gestellt. Noch im Dezember wurde sie gedruckt und verteilt. Doch war die Bewegung der Täufer nicht mehr aufzuhalten, die sich zu Beginn des Jahres in Münster ausbreiten sollte. Anführer dieser Gruppen war der ehemalige Bäcker Jan Mathys. Während die inzwischen mehrheitlich lutherische Bevölkerung der neuen Lehre offen gegenüberstand, forderte der praktisch bereits aus Münster vertriebene Bischof Franz von Waldeck von der Stadt, die Täufer auszuliefern.

Diese weigerte sich jedoch und stellte sich auf die Seite der Prediger. Einen daraufhin am Nach dem Sieg der Täuferpartei in den Ratswahlen am Februar und der damit verbundenen Machtübernahme der Täufer kam es zu Bücherverbrennungen und Bilderstürmen , wobei unter anderem die erste astronomische Uhr im Dom zerschlagen wurde.

Gegner der Täuferbewegung mussten bis zum Februar die Stadt verlassen oder wurden zwangsgetauft. April , nicht stattgefunden hatte, versuchte er durch einen Ausfall aus der Stadt die Belagerer zu vernichten. Bei diesem Versuch wurde er getötet. Sein Nachfolger wurde Jan van Leyden. Trotz der starken Stadtbefestigung, die Münster den Ruf der Uneinnehmbarkeit eingetragen hatte, und massiver Gegenwehr fiel die ausgehungerte und in chaotische Zustände geratene Stadt am Daraufhin kam es zu einem Blutbad unter den Täufern.

Um ein dauerndes und weithin sichtbares Zeichen zu setzen, wurden ihre Leichen in drei eisernen Körben an der Lambertikirche aufgehängt, deren Originale dort noch immer hängen. Fälschlicherweise werden diese oft auch als Käfige bezeichnet. Gründe hierfür sind vor allem Berichte von auswärtigen Autoren und Besuchern, die ab dem Ende des Die Mitglieder des Rates wurden fortan von ihm selbst bestimmt.

Dies änderte sich jedoch , als der Bischof auf die Unterstützung der Stadt angewiesen war. Damit lag die Kontrolle der beiden einflussreichsten Gremien wieder in der Hand der Bürger: Den Gilden wiederum kam in vielen Fragen und Entscheidungen des Rates ein Mitbestimmungsrecht zu, darunter bei der Steuererhebung und der Stadtverteidigung. Nachdem die Bevölkerung während der Herrschaft der Täufer von Gleichzeitig stieg der Wohlstand in Münster, das gegen Ende des Jahrhunderts seine Blütezeit als Bürgerstadt erlebte.

Der Wohlstand spiegelte sich im Bild der Stadt wider. Neben der Prägung von Gold- und Silbermünzen wurden zahlreiche Armenhäuser, Klöster, sowie stattliche öffentliche und private Gebäude gestiftet.

Während die weltliche Entwicklung klar in eine Richtung ging, war dies bei der religiösen für lange Zeit nicht ersichtlich. Unter dem Eindruck der noch frischen Erinnerungen an das Täuferreich wollten weder die Bischöfe noch die Landesstände einen erneuten Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten heraufbeschwören.

Nach dem Konzil von Trient setzten in Münster ab durch den Einfluss des Domdechanten Gottfried von Raesfeld Reformen ein, und von an fanden kirchliche Visitationen unter Mitwirkung des bischöflichen Offizials Everwin Droste statt.

Gegen den Willen des Stadtrates setzte der neue Bischof die Gründung einer Niederlassung des Jesuitenordens durch und konnte sogar das Paulinum , die traditionsreiche Domschule, übernehmen.

Die Hauptaufgabe des Ordens in der Zeit des Neben der Unterweisung in der Kirche erfolgte sie auch in Schulen und Universitäten, so wie in Münster in der durch die Jesuiten gegründeten St. Insbesondere die Übernahme des Paulinums war in dieser Hinsicht sehr von Vorteil für die Anhänger der Gegenreformation, denn durch die Schüler, die es im Jahre zählte, die immerhin gut ein Zehntel der Gesamtbevölkerung ausmachten, sollte Münster innerhalb von nur einer Generation wieder zu einer rein katholischen Stadt werden.

Unterstützend wirkten sich zudem die zwischen und gegründete Klöster der Kapuziner, Klarissen und Observanten aus. Die letzten verbliebenen Protestanten wurden endgültig unter Fürstbischof Ferdinand von Bayern und auf Befehl des Stadtrates im Jahre aus der Stadt verwiesen.

Zwar wurde die Stadt zweimal von den Hessen in den Jahren und belagert, durch den weiter vorangetriebenen Ausbau der Stadtbefestigung gegen Ende des vorangegangenen Jahrhunderts blieben Münster jedoch die Eroberung und Plünderung sowie die Zerstörung durch feindliche Truppen erspart.

Ansonsten blieben Münster und das Münsterland bis auf die Anfangsjahre ein unbedeutender Nebenschauplatz, insbesondere nachdem der protestantische Feldherr Herzog Christian von Braunschweig am 6. August in der Nähe von Stadtlohn durch das kaiserliche Heer von Graf von Tilly vernichtend geschlagen worden war.

Dies sind vermutlich auch die Gründe, warum genau hier der Westfälische Friede geschlossen wurde, der in Münster und Osnabrück ausgehandelt wurde und die längste Kriegsperiode in Europa beendete. In Osnabrück tagten die Gesandten der evangelischen Kriegsparteien, da es im Einflussbereich Schwedens lag.

Dagegen verhandelten in Münster die katholischen Gesandten. Dezember im Hamburger Präliminarvertrag zu. Nachdem die Stadt und deren Bürger offiziell hierzu gefragt worden waren und dem Vorschlag zugestimmt hatten, entband Reichshofrat Johann Krane am Mai Münster von den Verpflichtungen gegenüber Reich und Landesherren. Sie wurde damit für die Zeit des Kongresses zu einer neutralen Stadt. Die Verhandlungen fanden abwechselnd in den Quartieren der beteiligten Gesandten statt.

Januar konnte der spanisch-niederländische Friedensvertrag im Quartier der Niederländer, dem heutigen Haus der Niederlande , unterzeichnet werden. Mai wurde dieser Vertrag in einer feierlichen Zeremonie beschworen. Der Friede von Münster beendete den Achtzigjährigen Krieg der Niederländer um ihre Unabhängigkeit von den Spaniern und kann als Geburtsstunde der Niederlande gesehen werden. Die Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück zwischen dem Kaiser, den Reichsständen, den Schweden und den Franzosen zogen sich noch bis zum Herbst hin.

Februar die Ratifikationsurkunden ausgetauscht. Die historische Inneneinrichtung des Friedenssaals ist auch heute noch zu bewundern, da sie vor der fast vollständigen Zerstörung des Rathauses und des Prinzipalmarkts während des Zweiten Weltkriegs ausgelagert worden war. Einzig der Kamin entspricht nicht mehr dem Original.

Zur Zeit des Westfälischen Friedens hatte Münster den Höhepunkt seiner städtischen Unabhängigkeit erreicht und die Stadt war sehr bemüht, diese Unabhängigkeit zu behalten und weiter auszubauen: Diese sollten unter anderem das Münzrecht und das Besatzungsrecht enthalten. Durch die Gewährung dieser eigentlichen Landesherrenrechte wäre Münster faktisch in den Stand einer Freien Reichsstadt erhoben worden.

Ein Konflikt mit dem fürstbischöflichen Landesherrn war unausweichlich. Zur ersten Konfrontation zwischen der Stadt und dem Fürstbischof kam es im Jahre Der Versuch von Galens, seinen Kontrahenten Bernhard von Mallinckrodt bei der Bischofswahl verhaften zu lassen, scheiterte, als der Rat der Stadt ihm die Unterstützung verweigerte. Dieser Vertrag war im Wesentlichen ein Kompromiss zwischen dem Fürstbischof und der Stadt Münster und gestattete es von Galen, Infanteriesoldaten und Reiter innerhalb der Stadt zu stationieren.

Diese mussten jedoch auch auf die Stadt vereidigt werden, so dass von ihnen letztendlich keine Gefahr ausging. Bei seiner Rückkehr am 9. Die Stadt verwehrte dem Bischof daraufhin den Zugang und forderte die sofortige Freilassung von Drachter.

Als Reaktion belagerte am August der Fürstbischof die Stadt das erste Mal und setzte hierbei vor allem auf den Beschuss mit Artillerie. Seine Aufforderung zur Kapitulation am 6. Das Ende der Belagerung durch den Geister Vertrag vom Oktober stellte für ihn faktisch eine Niederlage dar. Fürstbischof von Galen nutzte diese Entwicklung und begann am Juli mit der zweiten Belagerung von Münster.

Da keine Unterstützung für die Stadt in Sicht war, litt sie bald unter Finanznot und Lebensmittelknappheit. März die Stadt. Der Rat musste eine Erklärung unterschreiben, die faktisch das Ende der städtischen Autonomie bedeutete: Die Stadt verpflichtete sich, keine Kontakte zu ausländischen Mächten mehr aufzunehmen und die Kontakte zu den Niederlanden abzubrechen. Neben der Beteiligung an den Steuereinnahmen hatte Münster zudem die Summe von Weitere Folge des Konflikts war die Abtragung der westlichen Stadtmauer und die Ergänzung um eine Zitadelle in diesem Bereich durch den Bischof, der so seinen Machtanspruch gegenüber der Stadt durchsetzte.

Seine innerstädtische Residenz nahm er jetzt im Fraterhaus zum Springborn. Als offene Provokation der Bürger richtete er zudem im Rathaus ein bischöfliches Wachlokal ein und umgab den Vorplatz des Gebäudes mit einem Palisadenzaun.

Die Bürger verloren nahezu alle Selbstverwaltungsrechte, als auch die freie Ratswahl abgeschafft und die Ratspositionen durch den Fürstbischof vergeben wurden. Erst während der Zeit des Fürstbischofs Ferdinand von Fürstenberg in den Jahren von bis wurden Münster die Selbstverwaltungsrechte teilweise zurückgegeben.

Unter dem kurhannoverschen Kommandanten Christian von Zastrow wiederum explodierte der Pulverturm der Zitadelle. Münster sollte somit eine offene Stadt sein und damit weiteren Zerstörungen und Verwüstungen entgehen. Auf Wunsch der Münsteraner Bevölkerung genehmigte der Fürstbischof im Jahre den Bau eines fürstbischöflichen Residenzschlosses am Ort der abgetragenen Zitadelle, dessen Bauarbeiten sich bis ins Jahr hinzogen. Erbaut wurde es durch Johann Conrad Schlaun. Schlaun war es auch, der die ehemaligen Befestigungen der Stadt nach deren Schleifung im Jahre in die Promenade umwandelte.

Ebenfalls in fürstbischöflicher Verantwortung wurde die Entscheidung gefällt, eine Landesuniversität zu schaffen, die ihren Lehrbetrieb mit der Gründung am April aufnahm und aus der sich später die Westfälische Wilhelms-Universität entwickelte.

Eröffnet wurde es am Roggenmarkt , finanziert von der münsterschen Bürgerschaft. Ein bekannter Künstler war Albert Lortzing , der hier in den 30er-Jahren des Jahrhunderts auftreten sollte und nach dem der spätere Theaterneubau benannt werden sollte. Jahrhunderts wirkte sich die Französische Revolution auch auf das Fürstbistum Münster aus. Mehrere tausend französische Emigranten suchten hier Zuflucht, darunter sehr viele katholische Geistliche.

Allein in der Stadt Münster zählte man mehr als tausend Flüchtlinge. Dank des am 5. In einem Vertrag vom August , dem Erst im Anschluss wurde diese Besetzung durch den Reichsdeputationshauptschluss am April wurde sie von Berg an Frankreich abgetreten. Münster wurde Sitz einer Mairie , die die Stadt und die benachbarten Gemeinden verwaltete.

Vincke trat die Nachfolge von Steins an und bekleidete dieses Amt bis Bei seiner Rückkehr schloss er sich dem Reformerkreis um Freiherr vom Stein an. Bis zur Entlassung von Steins im November wurden unter der Mitwirkung Vinckes als entscheidende Reformen die Aufhebung der Leibeigenschaft und Erbuntertänigkeit , eine neue Gewerbeordnung und die kommunale Selbstverwaltung der Städte durchgesetzt. Nach Steins Rücktritt wurde Vincke kurmärkischer Kammerpräsident in Potsdam , zog sich aber auf seine privaten Güter zurück.

Über den Regierungspräsidenten der drei zugehörigen Regierungsbezirke stand jetzt der Oberpräsident der Provinz. Dieses Amt übernahm Vincke für fast drei Jahrzehnte. Mehrfach schlug er sogar Ministerposten in Berlin aus. Er förderte die Industrialisierung , brachte den Infrastrukturausbau beispielsweise durch die Schiffbarmachung der Lippe voran und setzte sich für ein starkes Bauerntum ein.

Die festgelegten Grenzen Westfalens haben bis auf geringe Abweichungen Bestand bis heute. Die Chancen, die sich daraus ergaben, erkannte man damals noch nicht. Verwaltungsbeamte überwachten die Einhaltung neuer Gesetze, Richter sprachen schärferes Recht und die Bürger bekamen deutlich höhere Steuern zu spüren. Die jüngere Generation musste zum Militär einrücken. Es dauerte bei den katholischen Münsteranern noch Jahrzehnte, bis sie erkannten, dass der gesellschaftliche Status der Armee auch ihren Berufsweg fördern konnte.

Mit der definitiven Stationierung des VII. In Friedenszeiten umfasste die Garnison Offiziere und Mannschaften.

Nach der Heeresreform von waren es dann über , betrug der Anteil des Militärs an der Bevölkerung fast 12 Prozent. Die ersten Kasernen wurden in der Innenstadt und erbaut, erst nach begann der damals am Rande der Stadt gelegenen Kasernenneubau Train-Kaserne, Artillerie-Kaserne und Kavallerie-Kaserne.

Neben neuen Verwaltungsbehörden wurde auch eines der wichtigsten Gerichte Westfalens angesiedelt, das Oberlandesgericht. Es hatte seit seinen Sitz in der Lansbergschen Kurie. Münster blieb von der allgemeinen Hochschulbildung fortan weitgehend ausgeschlossen. Erst erlangte Münster mit Gründung der juristischen Fakultät wieder den Status einer Universität.

Oktober wurde der Zentralbahnhof eröffnet. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die zwei Eisenbahngesellschaften jeweils ihren eigenen Bahnhof. Das Bahnhofsgebäude sollte bis zum Zweiten Weltkrieg Bestand haben, als es durch alliierte Bombenangriffe vollständig zerstört wurde.

Mauritz eingemeindet worden, die Planungshoheit für das Bahnhofsumfeld befand sich nun in der Hand der Stadt Münster. Die Eröffnung des Zentralbahnhofs erfolgte am 1. Der Zentralbahnhof Münster entwickelte sich immer mehr zu einem Knotenbahnhof, das Schienennetz wurde nach Neubeckum und über Coesfeld nach Empel-Rees erweitert. Allerdings erreichte der Bahnhof nicht die von der Stadt angestrebte Bedeutung, vor allem weil die Hauptstrecke Köln—Ruhrgebiet—Hannover—Berlin nicht über Münster führte.

Er traf auf eine Stadt, in der 90 Prozent der Bevölkerung sich zum Katholizismus bekannte, und auf eine Gesellschaft, in der die Kirche noch einen erheblichen Einfluss ausübte. Und die Kirche fühlte sich in ihrer Eigenständigkeit und Entscheidungsfreiheit bedroht.

Er konnte später in die Niederlande flüchten. Die erste Eingemeindung von Landgemeinden in die Stadt Münster fand am 1. Januar statt; Teile der umliegenden Gemeinden Lamberti , St. Mauritz und Überwasser kamen zu Münster. Nach Landois' Plänen wurde in der ersten Hälfte des Jahrhunderts der Aasee geschaffen. Allerdings blieb das wirtschaftliche Leben noch recht lange von Handwerk und Einzelhandel geprägt. Einige kleinere Fabriken fielen kaum ins Gewicht. Münster blieb jedoch weiterhin Sitz des Kreises Münster, dessen Zuschnitt in den folgenden Jahrzehnten noch mehrmals verändert wurde.

Die Eröffnung fand am Aufgrund der vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und der Entscheidung gegen einen originalgetreuen Wiederaufbau sind jedoch nur noch Teile der Ruine vorhanden, die in den Neubau zwischen und integriert wurden. Aufgrund der relativen Nähe zwischen Bahnhof und Hafen und der daraus resultierenden guten Verkehrsanbindung kam es in diesem Gebiet zur Ansiedlung von Industriebetrieben.

Die Abwässer wurden ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in die Aa, sondern auf dem Gebiet der Rieselfelder verrieselt. Aber auch der innerstädtische Verkehr erfuhr eine revolutionäre Entwicklung: Im Jahre wurde das Schillergymnasium eingeweiht.

Es war das erste staatliche evangelische Gymnasium für Jungen in Münster. Im Jahre war es Frauen zum ersten Mal erlaubt, dort ihr Studium aufzunehmen. Bereits nach der Eingemeindung von erschien die bis dato zur Brandbekämpfung eingesetzte Freiwillige Feuerwehr Münster nicht mehr ausreichend. Mai die Feuerwehr Münster als hauptamtliche Feuerwehr gegründet wurde. So ist es nicht verwunderlich, dass zahlreiche Spendenaktionen zugunsten der Finanzierung des Krieges erfolgreich verliefen.

Beispielsweise wurden anlässlich des U-Boottages am 3. Juni über Die zusätzlich zu den etwas mehr als Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs kam es in der Nacht vom 8. November auch in Münster zur Revolution. Nachdem das örtliche Generalkommando sich zuvor in Berlin über die Verhaltensregeln informiert hatte, trat es am 9. Dieser wurde erst am 6. Februar durch General von Watter entmachtet, als sich nach der Eröffnung der Nationalversammlung der münstersche Soldatenrat weigerte, die geänderten Bestimmungen über die Stellung der Soldatenräte in der Armee anzuerkennen.

General von Watter und sein Stab waren es auch, die im darauffolgenden Jahr von Münster aus die Truppen der Reichswehr und Freikorps koordinierten, die im Ruhrgebiet die Rote Ruhrarmee besiegten.

Der Weltkrieg hatte viele schon vor erkannte gesellschaftspolitische Probleme nur verschoben. Nach dem Zusammenbruch litten die Städte unter der Wucht des sozialen Niedergangs. Für die zurückkehrenden Soldaten gab es weder genügend Arbeit noch Unterkunft, eine explosive gesellschaftliche Situation.

Überregional hatte dieses Projekt, das von der englischen Gartenstadtidee inspiriert war, Vorzeigecharakter. Die zivile Luftfahrt begann in Münster im Jahre , als auf der Loddenheide der erste Flughafen eröffnet wurde. Dieser hatte die Luftfahrt deutlich vorangebracht und populär gemacht. Die erste reguläre Flugverbindung führte nach Bremen. G , später auch von der neu gegründeten Deutschen Luft Hanse A.

Nachdem es immer wieder Unterbrechungen im Flugbetrieb und Änderungen am Flugplan gegeben hatte, wurde Münsters erster Flughafen nach nur 10 Jahren Betrieb bereits wieder geschlossen und der Flugbetrieb eingestellt. The spool gets bloody too, but the girl can not wash it because the well is too deep. Aber was zunächst passiert, kann ich gar nicht verstehen: Die Stiefmutter sagt dem Mädchen, dass sie in den Brunnen springen und die Spule zurückbringen muss.

But I can not understand at all what happens next: Das kann wohl sein That's entirely possible. Das Mädchen Warum mögt ihr mich nicht? Why don't you guys like me?

Die Stiefmutter Wir mögen keine Waisen, weil wir böse sind. So muss das sein, um unser Märchen bedeutungsvoll zu machen. We don't like orphans because we are evil.

It has to be that way, in order to make our tale meaningful. Das Mädchen Ich glaube, ich möchte lieber in ein anderes Märchen umziehen. I think, I would really prefer to move to another fairy tale. Die Stiefmutter Ich glaube, du möchtest in den anderen Geschichten auch nicht sein. Sie sind alle etwas grausam und moralistisch übertrieben. I believe that you wouldn't like the other stories either.

They are all a bit dreadful and excessively moralistic. Das Mädchen Ja, aber einmal möchte ich das gerne ausprobieren! Yeah, but at least once I'd really like to try it!

Ach ja, du musst in den Brunnen hineinspringen und deine Spule zurückbringen! So, where were we? Oh, yeah, you must jump into the well and bring your spool back! Aber wenn ich ertrinke, muss ich wenigstens nicht mehr spinnen! But if I drown, at least I don't have to spin anymore.

Jemand soll uns aus dem Ofen herausholen! Somebody is supposed to take us out of the oven! Yes, I believe that I am the one who is supposed to do that.

Nach dem Drehbuch sollen wir nur im zweiten Akt im Ofen bleiben und verkohlen. Yes, according to the screen-play, we are only supposed to be left burning in the oven in act two. Ich will zu Frau Holle zurückgehen. Ich werde zu Frau Holle zurückgehen.

Frau Holle Herzlich willkommen, liebes Kind! Wenn du bei mir bleiben willst , musst du aber sehr hart arbeiten! If you want to stay with me, however, you really have to work hard! Yes, that's what I want to do; life here is much cozier than at home, and I like to work! Frau Holle Braves Mädchen! Ich mag deine protestantische Arbeitsmoral! I like your protestant work ethic!

Daughter, you have to go out and become rich, like the other girl. Es ist nur so, dass ich nicht gern arbeite Yes, I would very much like to become rich. It's only that I don't like to work so much First, you have to pass three tests, and then you can come back home with the gold. But don't forget that you have to pass all three tests before you can get the gold! Do you know if I can somehow cheat? Ich will zu Frau Holle zurückkommen.

Ich muss aufs Klo gehen. Darf ich wieder nach Hause gehen? Frau Holle, können Sie Deutsch sprechen? Ja, natürlich kann ich das tun! Übung Which of the following modal verbs best completes each sentence? Aber Frau Holle ist sehr nett und sagt:

File usage on Commons

Im Laufe der Geschichte wurde die Ratswahl mehrmals aufgehoben, insbesondere während der Zeit der Täuferherrschaft.

Closed On:

Obwohl zwischen und insgesamt Wohnungen entstanden, wurde die Wohnungsnot nicht beseitigt. Lamberti ab und das gegen Ende des

Copyright © 2015 stc-comm.info

Powered By http://stc-comm.info/