Einleitung

Wirtschaft

Inhaltsverzeichnis.

Das Trilemma des Wechselkursregimes beschreibt einen der Zielkonflikte, dem ein Staat bei seinen wechselkurspolitischen Entscheidungen ausgesetzt ist. Als Bretton-Woods-System wird die nach dem Zweiten Weltkrieg neu geschaffene internationale Währungsordnung mit Wechselkursbandbreiten bezeichnet, .

Historische Erfahrungen

Administrierte Wechselkurse sind flexible Wechselkurse, die aufgrund bestimmter Bandbreiten nur begrenzt flexibel sind. Ab Erreichen eines bestimmten Interventionspunktes greift die Zentralbank ein, um den Wechselkurs innerhalb der Bandbreite zu halten.

Länder mit administrierten Wechselkursen sind beispielsweise Kanada, Japan und viele Entwicklungsländer. Der Goldstandard wurde zwischen und verwendet und war die historisch wichtigste Grundlage für die Bildung fester Wechselkurse. Das Wertverhältnis von Gold zur Währung bestimmte jedes Land für sich. Die Währungen werden beim Goldstandard durch den Goldgehalt bestimmt. David Hume hat nachgewiesen, dass vom Gold ein automatischer Anpassungsmechanismus ausgeht und das Gleichgewicht in der Zahlungsbilanz wiederherstellt.

Die Aufrechterhaltung des Mechanismus erfordert weder Zölle noch andere staatliche Eingriffe. Die Weltbank wird von kreditgebenden Ländern mit Kapital ausgestattet. Einige Wirtschaftswissenschaftler insbesondere John Maynard Keynes hielten den Goldstandard für zu inflexibel und waren der Meinung, er würde Konjunkturzyklen verschlimmern und verlängern.

In den 70er Jahren wurde das System dahin gehend verändert, dass die Wechselkurse bis zu einer gewissen Bandbreite veränderbar waren. Dies konnte aber den Zusammenbruch des Systems nicht mehr verhindern. US-Präsident Richard Nixon verkündete am Genannt seien zwei Gründe für sein Ende: Eine Festlegung auf einen festen Wechselkurs besteht heute kaum noch.

Einige Länder sind zwar offiziell oder inoffiziell an eine andere Währung oder an einen Korb gebunden, allerdings abgeschwächt durch festgelegte Bandbreiten, innerhalb derer die Währung schwanken kann. Unter freien Kapitalbewegungen wird der grenzüberschreitende Kapitalverkehr verstanden. Zwischen den beiden Weltkriegen bestimmte der Protektionismus den internationalen Handel. Januar mit ein. Die Liberalisierung bezieht sich auch auf die Abschaffung von Kapitalverkehrskontrollen.

Kapitalverkehrskontrollen können die Tauschbarkeit von Währungen Konvertibilität beschränken und Kapitalzufluss aus dem Ausland bzw.

Kapitalabfluss ins Ausland verhindern. Empirische Studien zeigen, dass die Liberalisierung der Finanzströme durch Abschaffung der Kapitalverkehrskontrollen entscheidend von den wirtschaftspolitischen Zielsetzungen eines Landes abhängt. Zudem scheint auch der Einfluss auf die Zentralbank eine Rolle zu spielen. Er enthält verbindliche Regeln, dessen Durchführung mittels Länderüberprüfungen und -berichte überwacht wird. In Entwicklungsländern stellt sich die Liberalisierung von Finanzströmen als schwierig dar, da es in der Vergangenheit bei einigen Ländern zu Instabilität und teils zu Krisen kam.

Der Wachstumseffekt scheint auch vom Entwicklungsniveau eines Landes abzuhängen. Die Anzeichen waren meist: Die Währungskrisen und deren Ursachen können in drei Generationen eingeteilt werden. Die Gründe für Währungskrisen der zweiten Generation waren spekulative Angriffe gegen Währungen und beruhten auf mangelndem Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Politik.

Die Währungskrisen der dritten Generation sind die jüngsten und übertrugen sich schnell auf andere Länder. Mögliche Ursachen sind die zunehmende Verwendung elektronischer Medien, die hohe Risikobereitschaft und ein verändertes Verhalten der Fondsmanager. Vor allem Argentinien, Brasilien und Mexiko verschuldeten sich sehr stark. Die lateinamerikanische Verschuldungskrise gefährdete das internationale Finanzsystem. Dies führte neben den Reformen zu Aufschwungserwartungen bei den Anlegern, was einen Kredit- und Aktienboom auslöste.

Die Inflationsrate blieb zwar einstellig, aber das signifikante Wirtschaftswachstum blieb aus. Insbesondere die Sparquote im privaten Sektor ging zurück. Ein Aufruhr und die Ermordung des Präsidentschaftskandidaten der regierenden Partei zu Beginn des Jahres führten zu Zweifeln an der politischen Stabilität Mexikos.

Im Oktober sanken die Währungsreserven rapide. Durch die Neutralisierungspolitik stieg das heimische Geldangebot und wurde sogar noch ausgeweitet. Im Dezember wurde die Bandbreite des Pesos erweitert. Zwei Tage später wurde der Wechselkurs freigegeben, was die nächsten zwei Jahre zur umfangreichen Abwertung des Peso gegenüber dem Dollar führte. Die Folgen waren eine sehr hohe realen Abwertung und eine sehr schwere Wirtschaftskrise.

Die unterschiedlichen Vorstellungen in den beiden Plänen lassen sich durch unterschiedliche Ausgangslagen erklären. Die Briten waren durch die Kriegsfolgen in eine ausgeprägte Schuldnerposition mit starkem Handelsdefizit geraten. Daher waren sie an einem supranationalen Währungssystem, das durch keine nationale Währung dominiert war, interessiert. Auf die Amerikaner als Gläubigernation traf genau das Gegenteil zu. Die Zentralbanken der Mitgliedsstaaten verpflichteten sich im Vertrag von Bretton Woods dazu, durch Eingriffe an den Devisenmärkten die Kurse ihrer Währungen in festgelegten Grenzen zu halten.

Sobald einer der Wechselkurse nicht mehr dem realen Austauschverhältnis entsprach, mussten sie Devisen kaufen beziehungsweise verkaufen, um das Verhältnis wiederherzustellen.

Dieser Devisenhandel musste zum vorher festgelegten Austauschverhältnis erfolgen. Die Beihilfe galt dabei den Mitgliedsländern, die in Devisennot geraten waren, in Form von Kreditvergabe bei vorübergehenden Zahlungsbilanzproblemen beziehungsweise -ungleichgewichten, verbunden mit schwerwiegenden Spar- und Stabilisierungsauflagen für das beliehene Land.

Bis zur Weltwirtschaftskrise der er Jahre versuchten die meisten Länder, sich wieder am Goldstandard der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zu orientieren. Die während des Krieges aufgeblähte, nicht durch Gold oder werthaltige Devisen gedeckte Geldmenge und hohe Staatsschulden erschwerten dieses Ziel. Die eigentliche erforderliche, stark deflationäre Wirtschaftspolitik war zumal während des Abschwungs in der Weltwirtschaftskrise nicht durchzuhalten.

Es lösten sich in der Folge fast alle Länder von dem Goldstandard, der — bei ausreichender Golddeckung — ein System fester Wechselkurse zur Folge hat. Es entstand faktisch ein System flexibler Wechselkurse.

Das Bretton-Woods-System basierte auf zwei Faktoren:. Feste-Wechselkurs-Systeme haben Vor- und Nachteile; welche Teilnehmer in welchen Phasen welche Vor- und Nachteile im Vergleich zu einem Regime flexibler Wechselkurse hatten, ist auch ex post nicht zu beweisen. Das sogenannte Trilemma der Währungspolitik beschreibt die Unvereinbarkeit der drei Ziele der Währungspolitik: Möglich ist es demnach maximal zwei Ziele gleichzeitig zu erreichen.

Durch die festen Wechselkurse innerhalb des Bretton-Woods-Systems und durch die zunehmende Liberalisierung des internationalen Kapitalverkehrs — auch im Zuge der Globalisierung — schwanden die Möglichkeiten der Mitgliedstaaten, eine autonome Geldpolitik zu betreiben.

Der feste Wechselkurs der D-Mark gegenüber dem Dollar bedeutete für Westdeutschland zum Beispiel, dass die Bundesbank die starke Aufwertungstendenz der D-Mark immer wieder durch Dollarkäufe bremsen musste. Dies führte zu einer importierten Inflation , die die Bundesbank bremsen, aber nicht vollständig stoppen konnte.

Insbesondere das Fehlen von Mechanismen der Zahlungsbilanzanpassung, die Dominanz des US-Dollars, die Divergenz struktureller weltwirtschaftlicher Entwicklungen und die grundlegenden Probleme eines Systems fester Wechselkurse gehörten zu den Mängeln.

Im System von Bretton Woods waren keine Deckungsvorschriften für den Geldumlauf vorgesehen, was einen wesentlichen Unterschied zum System der Goldwährung darstellt.

Darüber hinaus gab es keine Verpflichtung, den Geldmengen-Preismechanismus ungehindert wirken zu lassen, um Zahlungsbilanzungleichgewichte zu beseitigen. Auf diese Weise war es den Ländern möglich, eine Geldpolitik ohne Rücksicht auf die eigenen Währungsreserven zu betreiben. Zur Bekämpfung nationaler Beschäftigungsprobleme betrieben viele Länder daher eine expansive Geldpolitik. Immer mehr Länder gerieten in eine Situation anhaltender Zahlungsbilanzungleichgewichte, welche letztlich als fundamental eingestuft wurden.

Nationale Währungen wurden bei anhaltenden Zahlungsbilanzdefiziten autonom abgewertet. Dagegen wurden Währungen in Ländern mit Zahlungsbilanzüberschüssen aufgewertet. Daher erwies sich ein System mit festen Wechselkursen als nicht durchsetzbar. Der wachsende Welthandel führte zu einem steigenden Bedarf an Dollar-Währungsreserven.

Diese Währungsreserven konnten aber nur durch konstante Leistungsbilanzüberschüsse gegenüber den USA erwirtschaftet werden. Die USA als Reservewährungsland unterlagen dabei nicht dem Leistungsbilanzanpassungszwang anderer Länder, weil die Verschuldung in eigener Währung vom Ausland finanziert wurde, solange ausländische Staaten ein Interesse daran hatten, Währungsreserven anzulegen.

Ständige US- Leistungsbilanzdefizite mussten jedoch früher oder später das Vertrauen in den Dollar untergraben. Wenn alle Bretton-Woods-Mitglieder gleichzeitig auf der im Bretton-Woods-System vorgesehenen Goldeinlösepflicht bestanden hätten, hätten die USA dem nicht vollumfänglich nachkommen können.

Das Vertrauen in den Dollar wurde durch die hohen Auslandsreserven belastet, obwohl — aus politischen Gründen — kein Staat den Umtausch der eigenen Dollarreserven in Gold forderte. Durch die nur unzulängliche Golddeckung des Dollars nur etwa die Hälfte der Reservewährungs-Dollar hätte in Gold umgetauscht werden können löste dies eine politische Krise aus.

Exporte wurden steuerlich um vier Prozent belastet, Importe dafür um vier Prozent entlastet. Die Meinungen innerhalb der deutschen Bundesregierung waren geteilt, als im Frühjahr erneut eine Aufwertung der D-Mark zur Debatte stand. Eine 8,5-prozentige Aufwertung wurde am Oktober durch die sozialliberale Regierung unter Willy Brandt dennoch beschlossen.

Durch die hohen US-Militärausgaben für den Vietnamkrieg bei immer stärker werdenden Volkswirtschaften insbesondere in Japan und Deutschland geriet der Dollar immer weiter unter Druck. Insbesondere der Zufluss von Dollarkapital nach Westdeutschland riss nicht ab.

Obwohl die Bundesbank die Zinsen kontinuierlich senkte, floss weiterhin spekulatives Kapital in die Bundesrepublik, das die bundesdeutsche Inflationsrate zu erhöhen drohte. Februar ein sogenanntes Stabilitätsprogramm zur Dämpfung der Konjunktur und Begrenzung der Inflation, welches zur Jahresmitte in Kraft trat. Der Dollarpreis am freien Goldmarkt hatte schon über längere Zeit Druck auf den offiziellen Goldpreis ausgeübt.

März wurden die Devisenbörsen in vielen Ländern Europas geschlossen, da das System von Bretton Woods zusammenzubrechen drohte. März beschlossen mehrere europäische Länder den endgültigen Ausstieg aus dem System fester Wechselkurse. Bereits vor führten Ökonomen Argumente zugunsten flexibler Wechselkurse an. Sie gaben an, dass bei der makroökonomischen Steuerung der Volkswirtschaft flexible Kurse die geldpolitische Autonomie der Entscheidungsträger erhöhen würden.

Sie würden die Asymmetrien des Bretton-Woods-Systems beseitigen. Auch würden flexible Wechselkurse die fundamentalen Zahlungsbilanzungleichgewichte verringern. Feste Wechselkurse bewirkten Änderungen der Paritäten und ermöglichten spekulative Angriffe.

Kritiker der flexiblen Wechselkurse fürchteten, dass diese Exzesse der Geld- und Fiskalpolitik begünstigen. Der Meinung der Kritiker nach würden flexible Wechselkurse ein eigenständiges Objekt in der makroökonomischen Politik abgeben.

Die Erfahrungen mit flexiblen Wechselkursen bestätigen weder die Meinung der Befürworter noch die der Gegner in vollem Umfang. Klar ist jedoch, dass ohne internationale wirtschaftspolitische Zusammenarbeit kein Wechselkurssystem gut funktioniert.

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Das sogenannte Trilemma der Währungspolitik beschreibt die Unvereinbarkeit der drei Ziele der Währungspolitik: Die während des Krieges aufgeblähte, nicht durch Gold oder werthaltige Devisen gedeckte Geldmenge und hohe Staatsschulden erschwerten dieses Ziel.

Closed On:

Durch die nur unzulängliche Golddeckung des Dollars nur etwa die Hälfte der Reservewährungs-Dollar hätte in Gold umgetauscht werden können löste dies eine politische Krise aus. Hier kann ein Zielkonflikt zwischen Wechselkursstabilität und Preisniveaustabilität entstehen.

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